Seiten: 1 2 3 >>

01.11.08

Permalink 21:08:57, von WinfriedSchloth E-Mail , 1631 Wörter   German (DE)
Kategorien: Bibel, Heiliger Geist

Leuchtfeuer Nr. 11: Die Geistesgaben im Alten Testament und im Neuen Testament

Es ist keine Frage, daß der Heilige Geist auch schon im Alten Testament gewirkt hat, denn er war bei seinen Propheten, wenn auch noch nicht in ihnen (vergleiche Joh. 14, 17). Darüber hinaus müssen wir aber erkennen, daß der Heilige Geist in der ganzen Schöpfung gewirkt hat und noch bis heute in ihr wirkt, denn alles ist durch das Wort Gottes und durch seinen Geist entstanden, der immer in und bei dem Worte Gottes war. Alle Schöpfungswerke sind daher das Werk des Wortes Gottes und des Heiligen Geistes. Aber der Heilige Geist tut nur das, was das Wort Gottes sagt, und das Wort Gottes sagt nur, was es von Gott, dem Vater, gehört hat. So wirkt der himmlische Vater in allem, was er tut, durch sein Wort und den Heiligen Geist, und das Wort ist der Sohn Gottes, der im Heiligen Geist in Aktion tritt. Daher hat Gott drei Personen, aber er ist nicht drei Personen, sondern Gott ist allein nur ein einziger Gott, der in seinen drei Personen alles in allen wirkt. Gewöhnlich unterstellen die falschen Monotheisten den Christen, daß sie an drei Götter glauben, aber die Christen glauben nur an einen einzigen Gott in drei Personen. So müssen wir im Wirken des Heiligen Geistes das Wirken des einen Gottes in seinen drei Personen sehen. Was also der Heilige Geist tut, das tun immer alle drei Personen zusammen! Da dementsprechend der Heilige Geist auch schon im Alten Testament gewirkt hat, so hat er demgemäß auch damals schon Geistesgaben gegeben, wem immer er sie geben wollte. Das heißt aber nicht, daß der Heilige Geist damit auch schon im Geist der prophetischen Menschen damals wohnte, wenngleich er bei ihnen war. Das Geschenk einer Geistesgabe war also nicht mit einem Wohnen im Geist des Menschen verbunden, sondern es war das Kommen des Geistes auf einen Menschen, der dann das erkennen konnte, das ihm der Geist Gottes zeigte. So ist z.B. die Schöpfungsgeschichte das direkte Ergebnis einer Offenbarung des Geistes Gottes im Geist des Menschen, und dieser Mensch hat es dann aufgeschrieben, obwohl keiner selbst mit dabei war, als Gott alles geschaffen hat. Der Kernschaden des von Gott abgefallenen Menschen bestand darin, daß er mit seinem Sündenfall im Paradiese keinen direkten Zugang mehr zum Geistes Gottes hatte, der ursprünglich im Baum des Lebens gegeben war. Daher kam es zur Offenbarung der Schöpfungsgeschichte (und aller anderen Geschichten der Bibel) durch die Inspiration des Heiligen Geistes an einen prohetisch begabten Menschen. Damit war alles Wissen der Menschen auf die Quelle des Heiligen Geistes angewiesen, und das bis heute, indem der Heilige Geist die Entwicklung der Wissenschaft und allen menschlichen Wissens durch die menschliche Forschung vorantreibt. Das heißt ganz praktisch, daß der Heilige Geist seine Geistesgaben an alle Menschen ausstreut zum Wohle aller Menschen. Denn die ganze Entwicklung der Weltgeschichte wird vom Geistes Gottes aus gesteuert, und er wirkt alles in allen. Das stellt die Menschen in die Verantwortung vor Gott, und verlangt ihnen Glauben und Ehre für den einzigen, wahren Gott ab, was freilich nicht alle tun! Denn wenn auch Gottes Absichten alle gut sind, so zwingt er doch die Menschen nicht, seinen guten Absichten zu folgen! Wir müssen deshalb leider feststellen, daß Menschen die guten Absichten Gottes verderben können. Denn viele folgen den bösen Absichen des Feindes Gottes, des Teufels. Daher hat Gott das Werk der Erlösung durch den Herrn Jesus Christus in Gang gesetzt, und es bleibt jedem Menschen überlassen, sich dieser Erlösung zuzuwenden, oder auch nicht. Als einen Hauptantrieb hat Gott seinen Heiligen Geist in den Geist des gläubigen Menschen gesandt und so den ursprünglichen Schöpfungszustand wieder hergestellt. Das Wirken des Heiligen Geistes war also ständig vorhanden, nur bedarf es der gläubigen Zustimmung des Menschen zu Jesus Christus als dem Herrn, damit der Heilige Geist auch wieder im Geist des Menschen wohnen kann. Nichts anderes ist das Sehnen des Geistes, als den ursprünglichen Schöpfungszustand wieder herzustellen und den Menschen in eine neue Schöpfung zu führen. Die Grundvoraussetzung für das erneute Innewohnen des Heiligen Geistes im Menschen aber ist sein Glaube an das Wort Jesu Christi und die Abwendung von allen anderen Erlösungslehren. Dann kann der Heilige Geist auch wieder seine Geistesgaben in den Gläubigen hineingeben und durch ihn zu den anderen Menschen fließen lassen. Jedoch beurteilt es der Heilige Geist selbst, ob ein Mensch in dieser Weise umgedacht hat. Denn um das Umdenken (= Buße) geht es, obwohl man meinen möchte, daß das ganz leicht sei. Denn es geht zunächst nicht darum, ein guter Mensch zu werden, was dann weiter Gottes Werk an dem geisterfüllten Menschen ist, sondern es geht um das Verlassen der falschen Gedanken und die Annahme der göttlichen Gedanken. Sobald der Mensch dieser Buße erbracht hat, was der Heilige Geist erforscht und sieht, da zieht er in den Menschen ein und bleibt dort auch. Wollte man diesen Augenblick als die Wiedergeburt bezeichnen, oder die Geistestaufe, dann kann es hilfreich sein, sich im Bilde eines neugeborenen Kindes den ersten Atemzug (= Erfüllung mit dem Heiligen Geist oder Geistestaufe) vorzustellen, und es bleibt die Frage: Will man diesen ersten Atemzug als den Abschluß der Geburt ansehen, oder als einen selbständigen Teil? Dementsprechend könnte man die Wiedergeburt des Menschen aus Wasser und Geist (Joh. 3, 5) als ein und denselben Vorgang ansehen, oder auch als 2 verschiedene Vorgänge von Wiedergeburt und Geistestaufe. Wichtig ist aber, daß man erkennt, daß beides zusammen gehört und nur durch das Unterlassen der Buße voneinander getrennt wird. Die Kirchenväter haben daher bei einem Fehlen des Geistempfangs von einer unvollendeten Taufe gesprochen, was in den heutigen Großkirchen leider häufig der Fall zu sein scheint. Es geht deshalb nicht um den richtigen oder falschen Vollzug der Wassertaufe, sondern um die Frage, ob ein Gläubiger Buße getan hat oder nicht. Bei kindlichen Menschen mag die einfache Lebensübergabe zum Durchbruch der Freude des Heiligen Geistes führen, bei Erwachsenen scheint es manchmal schwerer zu sein, weil sie irgendetwas bei der Buße in ihrem Gewissen zurückhalten. Pfingstlich eingestellte Menschen halten das Beten in Zungen für einen Schlüssel, um den Durchbruch der Geistestaufe zu empfangen. Daher kann man annehmen, daß es nicht um eine perfekte Umkehr in der Buße geht, sondern um dem Herausfließen des Heiligen Geistes aus dem Munde Raum zu geben. Es bleibt ein ernst zu nehmender Hinweis, das Zungenreden mit der Geistestaufe in Verbindung zu bringen, denn wenn der Geist erst einmal mit dem Zungengebet „fließt“, dann kann er alle anderen Hindernisse hinwegschwemmen. Das mögen intellektuelle Barrieren sein, vielleicht auch moralische Unvollkommenheiten, die dann danach in der Kraft des Heiligen Geistes in Angriff genommen werden. Wichtig bleibt aber dabei, daß sich der Mensch von jeder Sünde mit seinem Wort und Willen abgewendet hat. Allgemeines Kennzeichen der Geistestaufe ist es jedoch, daß der Mensch von einer jubelnden, überströmenden Freude erfüllt wird, die dann oft auch noch mit anderen Früchten des Geistes, wie der Liebe Gottes und seinem Frieden verbunden sein kann. Wer diese göttliche Freude nicht empfindet, der muß sich fragen, ob er dem Heiligen Geist irgendein Bekennntis vorenthält, oder ob ihm vielleicht das Vertrauen zu Gott und Jesus Christus fehlt und er noch voller Mißtrauen gegenüber der Güte Gottes steckt. Wenn aber jemand zunächst einmal sein Leben Jesus Christus in einem Übergabegebet gegeben hat, dann wohnt sogleich der Heilige Geist bei diesem Menschen und kann ihm schon die gute Gabe des Zungenredens geben, wenn er dazu im Vertrauen bereit ist und seinen Mund auftut, um einige ihm unbekannte Worte zu auszusprechen, die der Heilige Geist ihm in den Sinn gibt. Denn auch wenn der Heilige Geist erst bei ihm ist, kann er ihm auch geben, in Zungen zu beten, und der Strom des Heiligen Geistes schwillt an und erfüllt ihn, und sogleich ist er im Heiligen Geist und geistgetauft. Dann ist er eine neue Kreatur in Christus (2. Kor. 5, 17). Also einerseits ist ein derart Vorgläubiger und mit dem Heiligen Geist bei ihm erst wiedergeboren und noch nicht geistgetauft, dann aber ist er mit dem Heiligen Geist in ihm geistgetauft, und mit dem Vollglauben wiedergeboren. Der Geist bei ihm ist der Geburtshelfer und versetzt ihn in sich! Denn der Geist weht, wo er will (Joh. 3, 8). Danach wird es sich erweisen, daß der Heilige Geist auch noch andere Geistesgaben gibt, denn die Wiedergeburt oder Geistestaufe ist das Schlüsselerlebnis für den Empfang weiterer Geistesgaben. Das gilt aber mit Einschränkung, wie oben gezeigt: Denn in jedem Fall muß sich die Freude des Heiligen Geistes im Zungenredner explosionsartig Bahn brechen, weil diese Freude keine Gabe des Heiligen Geistes ist, sondern eine Frucht des Heiligen Geistes. Denn wo der Geist da ist, da ist auch die Frucht sofort da. Gerechtigkeit im Heiligen Geist, Friede und Freude (Röm. 14, 17) sind die Kennzeichen der Geistesfrucht, weil es keine menschlichen Möglichkeiten sind, sondern allein göttliche! Das Plappern in „Zungen“ ist ohne diese göttliche Freude nichts anderes als ein Gebrauch der Sprechwerkzeuge und ohne Bedeutung. Wenn das Beten in Sprachen (oder Zungen) echt ist, dann sind auch immer sogleich die Früchte des Heiligen Geistes da, die nicht erst langsam heranreifen müssen! Wie sich das Alte Testament vom Neuen Testament in der Anwesenheit des Heiligen Geistes voneinander unterscheiden, so unterscheiden sich auch im Neuen Testament die Vorgläubigen, bei denen der Heilige nur bei ihnen ist, von den Vollgläubigen, bei denen der Heilige Geist in ihnen ist. Deshalb kann man allen Vorgläubigen nur wünschen: „Werdet erfüllt mit Geist!“ (Eph. 5, 18).
Winfried Schloth, ev.-luth. Pastor i.R.

27.10.08

Permalink 23:47:32, von WinfriedSchloth E-Mail , 1696 Wörter   German (DE)
Kategorien: Bibel

Durchblick Nr. 17: Was ist das Evangelium?

Link: http://blog.biblipedia.de/index.php/lebenslauf-von-winfried-schloth?blog=12

Zuerst einmal: Die 4 sogenannten Evangelien Matthäus, Markus, Lukas, und Johannes sind keine „Evangelien“, sondern spätere Lebensberichte über Jesus Christus (70-71 n.Chr.). Lediglich Markus will im Rückblick von dem „Anfang“ des Evangeliums berichten, wie es einmal angefangen hatte, aber er will nicht das Evangelium selbst bieten. Es ist eine traditionelle Gewohnheit, seit der Kanon-Bildung in Rom etwa um 200 n.Chr., das alleinige Evangelium des Apostels Paulus in den 4 „Evangelien“ wiederfinden zu wollen, was eine direkte Irreführung der Gemeinde ist, der man das „Evangelium“ in Buchform vermitteln wollte, anstatt als eine mündlich verkündigte apostolische Botschaft. In ähnlicher Weise hat dann der vom Himmmel gefallene Koran dieses Verständnis weitergeführt. Es bleibt zu prüfen, ob sich damit auch der Sinn des Evangeliums verändert hat, so daß es zu einem „anderen“ Evangelium gekommen ist, vor dem der Apostel Paulus gewarnt hat und deren Vertreter er mit einem zweifachen Fluch belegt hat, (Galater 1, 8-9). Damit stellt sich die Frage, was denn nun das Evangelium ist, wenn man darüber sprechen will. Da es eine geglaubte Botschaft ist, bedeutet das, daß es um Anteilhabe geht und nicht um eine bloße Zustimmung, was eben viele mit „Glauben“ verwechseln! In die gleiche Richtung weist auch der scheinbare Bedarf nach einem Evangelien-Buch, denn man möchte nun genau erfassen und definieren, worauf es denn beim „Glauben“ ankommt. So kam es schon sehr früh in der Kirche zur Bildung eines Tauf-Symbols und zum Apostolischen Glaubensbekenntnis, und das weiter fortführend, zu dem Bekenntnis von Nikäa und Konsantinopel 381 und zum Athanasianischen Glaubensbekenntnis. Aus dem Glauben, der in Christus Jesus ist, wird unter der Hand das Glaubensbekenntnis. Damit wird die Erbringung des Bekenntnisses zu Jesus Christus zum Beweis des Glaubens, und genau so meinen das nun auch heute noch die sogenannten Evangelikalen, den Nachweis des Glaubens zu erbringen, was immer man auch unter den „Evangelikalen“ verstehen mag,. Denn sie lesen ja offensichtlich: „Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, daß Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet werden.“ (Römer 10, 9). Daß es sich aber bei diesem „Glauben“ um eine Geistesgabe handelt, die der Geist des Glaubens gibt (2. Korinther 4, 13), wird dabei schnell übersehen. Denn wenn Paulus in Vers 8 sagt: „Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen“, dann ist das mit anderen Worten eben das „Evangelium“, von dem er redet, weil der Glaube aus der Predigt des Evangeliums kommt (Vers 17). Ein Vergleich mit 1. Korinther 12, 3 belegt, daß das Bekenntnis des Namens Jesu deshalb rettet, weil es eine Geistesgabe ist, da der ganze Abschnitt 12, 1-11 von den Geistesgaben redet. Man kann aber nicht den Namen Jesu bekennen und sich damit den Glauben und die Errettung selbst zuschreiben. Anders herum geht es: Erst wenn jemand den heiligen Geist empfangen hat, kann er auch glaubwürdig vor Gott Jesus einen Herrn nennen und bekennen! Denn das bloße Lippenbekenntnis funktoniert nicht! In diesem Zusammenhang müssen wir das „Glaubensbekenntnis“ sehen! Es ist also nicht damit getan, „an“ die Predigt des Evangeliums zu glauben, und schon ist man ein Christ und wird somit gerettet, sondern erst mit dem Empfang des heiligen Geistes ist man zum rettenden Bekenntnis fähig! Das alles wird verständlicher, weil Paulus kaum mit Wasser getauft hat (1. Korinther 1, 17) und seine Aufgabe als Apostel in der Vermittlung der Geistestaufe und dem Geist des Glaubens gesehen hat, so daß der Glaube „in Christus“ nicht die Voraussetzung für die Taufe gewesen sein kann, sondern die Folge. Denn es ging ihm um das Wirken des Auferstandenen selbst, der durch die apostolische Predigt des Paulus den Glauben in den Zuhörern entzündete! Um weniger kann es auch heute nicht gehen, denn erst, wenn jemand in Christus hinein versenkt worden ist und den Geist in sich hinein getrunken hat (1. Kor. 10, 4), dann erst ist er „in Christus“ eine neue Kreatur (2. Kor. 5, 17, Gal.6, 15)! – egal, ob er nun vorher oder danach im Wasser getauft worden ist. Doch „glauben“ und „bekennen“ sind zwei ganz verschiedene Vorgänge und nicht dasselbe! Viele aber fühlen sich zu der Annahme verleitet, daß das rettende Bekenntnis, hauptsächlich in der Taufe, und überhaupt ganz grundsätzlich, den Glauben des Täuflings unter Beweis stellt. Im Rückschluß vom Bekenntnis des Glaubens zum Glaubens-Zustand nahm daher das Glaubensbekenntnis in der landläufigen Gewohnheit das Verständnis von „Glauben“ an, ganz im Unterschied freilich zum Glaubensverständnis des Apostels Paulus, bei dem der Glaubens-Zustand an erster Stelle steht, und das Bekenntnis des Glaubens an zweiter Stelle. Allein das Gleichnis von den 10 Jungfrauen in Matthäus 25, 1-13 zeigt, daß die 5 törichten Jungfrauen sehr wohl wußten, wer der Herr Jesus ist und sich zu ihm bekannten, denn sie warteten auf ihn, aber gleichwohl keinen heiligen Geist (= kein Öl in ihren Lampen) hatten. Deshalb kannte sie der Herr nicht, als sie später Einlaß zur Hochzeitsfeier begehrten. So mußten sie im Jenseits zu den Kaufleuten gehen und Öl kaufen, was möglich erscheint, da sie wahrscheinlich Gutes auf der Erde getan hatten und dafür im Jenseits einen Lohn zu erwarten hatten. Das sind immerhin 50%, wenn man von 10 Jungfrauen ausgeht. Ihr Bekenntnis und ihr menschlicher Glaube an Jesus waren nicht genug, weil es auf den heiligen Geist ankam. So rettet für sich genommen das Bekenntnis zu Jesus ohne den heiligen Geist keineswegs! Die 5 klugen Jungfrauen dagegen wurden durch ihr Glaubensbekenntnis gerettet, weil es im heiligen Geist erfolgt war. Wertlos war freilich das Bekenntnis der törichten Jungfrauen zu Jesus auch nicht, denn sie hatten zweifelsohne die Option, aus dem Gericht errettet zu werden, denn der heilige Geist war durch ihren Glauben „an“ Jesus bei ihnen, obwohl er noch nicht in ihnen war (Joh. 14, 17), oder mit anderen Worten: sie waren nicht brennend im Geist (Röm. 12, 11). Der Verweis der klugen Jungfrauen an die törichten im Gleichnis, bei den „Krämern“ (Kaufleuten) „Öl“ zu kaufen, deutet auf das Gericht hin, in dem sie nach ihren Werken beurteilt werden, und so bleibt zu hoffen, daß sie dem Reiche Gottes als die, die unter „ferner liefen“, zugeordnet werden, doch von der königlichen Hochzeit der Kinder Gottes ausgeschlossen bleiben. Die weltweite Situation vieler getaufter Halb-Christen läßt auf ihre Errettung hoffen.
Denn es geht beim Glauben „an“ das Evangelium um Anteilhabe am leiblichen Leben des auferstandenen Jesus Christus. Zu diesem Zwecke sind die Taufbewerber zusammen mit dem gekreuzigten Christus gestorben und in ihm zur Vergebung ihrer Sünden abgetaucht, um im auferstandenen Herrn wieder aufzutauchen und aufzuerstehen, so daß sie durch die Anzahlung des heiligen Geistes (, 2. Korinther 1, 22) Anteilseigner geworden und mit ihm in die himmlischen Örter versetzt worden sind, obwohl sie dem Leibe nach noch auf der Erde leben. Deshalb werden ihre Gebete auch erhört, sofern sie sie in Übereinstimmung mit Christus vor Gott bringen, denn natürlich können sie auch weiterhin nach ihren eigenen, menschlichen Vorstellungen beten. Zuerst einmal muß man bei Gott dem Vater „auf dem Schoß sitzen“ und in seiner Gegenwart sein, bevor man von seinem Erbrecht als Miterbe Jesu Christi Gebrauch machen kann. Das ist eine Frage der „Mündigkeit“, und nicht eine Frage der Bekehrung oder Lebensübergabe, was noch nicht automatisch zu vollmächtigem Beten autorisiert, sondern erst im Geist der „Volljährigkeit“ und „Mündigkeit“ nach der Wiedergeburt oder Geistestaufe erreicht wird! Diese Mündigkeitserklärung aber kann nur Gott selbst aussprechen (Galater 4, 2). Deshalb ist es müßig, jemandem die Wiedergeburt zusprechen oder absprechen zu wollen, denn entweder schenkt sie der heilige Geist, oder er schenkt sie noch nicht, weil er mit der Buße des Herzens nicht zufrieden ist. Damit ist der Mensch immer noch unter dem Gesetz des religiösen Sollens und Müssens, auch unter christlichem Vorzeichen, bis er in der Wiedergeburt (oder Geistestaufe) zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes durchgebrochen ist! Es ist deshalb zumindest fragwürdig, das Evangelium mit einem Buch verwechseln zu wollen! Damit ist nichts gegen die 4 sogenannten „Evangelien“ gesagt, weil sie das Wort Gottes bleiben, das den Christen unendlich viel zu sagen hat, aber das Evangelium sind sie nicht! Im johanneischen Sprachgebrauch nach Joh. 3, 5 war das apostolische Gesendetsein des Apostel Paulus nicht auf die Wassertaufe ausgerichtet, sondern auf das Erlebnis der Wiedergeburt (oder Geistestaufe). Die Gegner eines „Erlebnischristentums“ wollen dagegen alles an einem Glauben „an“ das Wort Gottes festmachen, was aber ohne ein Wiedergeburtserlebnis im Sinne der Geistestaufe lediglich auf Einbildung beruht! Denn schließlich merkt man, wenn man wiedergeboren ist und kann die Wiedergeburt nicht lediglich aus dem Worte Gottes schlußfolgern! Es geht somit beim Evangelium darum, einen Menchen zur Annahme der Buße zu bewegen und ihn nicht vorschnell zur Lebensübergabe aufzufordern. Denn erst auf die Buße des Herzens mit der Erfahrung des Leidtuns (Reue) seiner Sünden reagiert der heilige Geist mit Vergebung und einer Neugeburt. Dazu ist eben die Evangeliums-Predigt notwendig. Gott schweigt zu einer Lebensübergabe, wenn jeman in seinem Herzen meint: „Ist das nicht toll Jesus, daß ich dir jetzt mein Leben zur Verfügung stelle?“ Denn der Mensch muß zuvor erkennen, daß er vor Gott nichts bringen kann, als nur seine Sünden! Wenn ihn aber die Evangeliums-Predigt so trifft, daß er die ganze Schwere seiner Gottlosigkeit und seines Verlorenseins erkennt und zu Gott in seiner Not schreit, wie etwa Martin Luther, dann erst ist er nur Buße seines Herzens und zur Annahme des Glaubens fähig. Jeder andere Glaube davor war ein Taufbewerberglaube, dem aber noch der Glaube Jesu Christi und die Geistestaufe zur Wiedergeburt fehlte. Das sakramentale Abgetauftwerden mit Wasser vermittelt nicht automatisch die Geistestaufe, sondern ist das Geschenk der Gnade Gottes, das der Taufbewerber jedoch noch durch die Predigt des Evangeliums und die darauf folgende Buße annehmen muß! Anders steht es mit den Kindern, die wohl ihre „kleinen“ Sünden erkennen und auch darüber Leid tragen können, die aber normalerweise keinen Glaubenskampf nötig haben wie durchaus viele Erwachsene! Die Evangeliums-Predigt ist also der Schlüssel zur Wiedergeburt! Erst die Gemeinschaft der Wiedergeborenen oder Geistgetauften ist zum wahren Gotteslob fähig, weil der heilige Geist ihr Herz und ihren Mund öffnet, was bei einem, der nicht in Christus ist, nicht möglich ist.

30.08.08

Permalink 00:31:16, von WinfriedSchloth E-Mail , 1704 Wörter   German (DE)
Kategorien: Bibel

Durchblick Nr. 15: Die marianischen Dogmen nach dem Prot-Evangelium des Jakobus

Link: http://blog.biblipedia.de/index.php/lebenslauf-von-winfried-schloth?blog=12

Bei allem Beistand des heiligen Geistes in der Traditionsbildung muß die Frage gestellt werden: Darf die Kirche die kanonischen Schriften der Apostel durch andere deuterokanonische Schriften aus der frühkatholischen Kirche ergänzen, die sie nicht in den Kanon mit aufgenommen hat? Gerade heute, am 22.8.2008, dem Tag der Himmelskönigin Maria, wie er in der Unterkirche der St. Hedwigskathedrale in Berlin (Unter den Linden) gefeiert wurde, wurde Maria mit Liedern und Gebeten um ihren Schutz und Beistand angefleht. Nun mag es keine Frage sein, daß Maria in der himmlischen Kirche eine hervorragende Rolle spielt und sich auch um die Christen auf der Erde kümmert, doch tritt sie damit auch in das Licht der apostolischen Tradition? Denn nachweislich entstammen die zentralen Dogmen der Mariologie der ältesten Schrift der Marienleben, nämlich dem Protevangelium des Jakobus (160 n. Chr.). Besonders die unverletzte Jungfräulichkeit Mariens auch nach der Geburt Jesu und ihre makellose Heiligkeit stellen für die späteren marianischen Dogmen die Grundlage dar: Als die Hebamme Salome ihren Finger in Marias Scheide legte, brach sie in Wehgeschrei aus und rief: »Weh mir! Ich bin gottlos und ungläubig. Ich habe den lebendigen Gott versuchen wollen. Da! Meine Hand fällt von mir ab, als wäre sie verbrannt.«, weiter: die Flucht nach Ägypten und die Ermordung des Zacharias, des Vaters Johannes des Täufers u.s.w., (Klaus Berger, Das Neue Testament und die frühchristlichen Schriften). Besonders durch die griechischen, syrischen, georgischen und altkirchenslawisch überlieferten Übersetzungen fand die Mariologie Eingang in die Kirchen. In der Ikonographie der orthodoxen Kirchen z. B. kommt das durch die Darstellung der Geburtshöhle (statt „Stall“) in Bethlehem zum Ausdruck. Es wäre zu kurzschlüssig gedacht, alle diese Veränderungen im Verkündigungsgehalt der Kirchen auf formale Äußerlichkeiten zu beschränken, sondern es geht um ein anderes Evangelium, das der Apostel Paulus mit seinem doppelten Anathém belegt hat (Galater 1, 7-8). Das findet schon allein darin seinen Ausdruck daß der Priester in der gestrigen Meßfeier, (und ähnlich im evangelischen Gottesdienst), nach der Verlesung des üblicherweise so benannten „Evangeliums“ extra betonte: „Evangelium des lebendigen Gottes“, und in den orthodoxen Kirchen wird dieses sogenannte Evangelienbuch im Großformat durch die Kirche getragen und beweihräuchert und schließlich geküßt. Doch die biograpischen Schriften über Jesus sind nicht das Evangelium, weil das nicht in der Bibel steht! Sondern ganz schlicht und einfach ist den Kirchen das Verständnis abhanden gekommen, was denn überhaupt eigentlich das Evangelium ist! Eva Aleith hat darüber 1938 geschrieben. In ganz anderer Hinsicht kommt der Koran zu dem Schluß, daß die Dreifaltigkeit der Christen aus Gott, dem Vater, dem Sohn Jesus und aus Maria besteht, und das war das genaue Spiegelbild der Theologie der Kirche auf der Arabischen Halbinsel damals, denn die Marienverehrung hatte sich vor den heiligen Geist gedrängt, und dabei ist es praktisch in der katholischen und den orthodoxen Kirchen bis heute geblieben, auch wenn in der pluralistischen Offenheit der katholischen Kirche auch die charismatische Bewegung Fuß gefaßt hat, allerdings mit der Einschränkung, daß es an den marianischen Dogmen nichts zu rütteln gibt und die charismatischen Gebetsgruppen bei ihrer Betonung der Einzigartigkeit Jesu am Ave-Maria, bis hin zum Gebet einer Novene, und an dem Bekenntnis zu Maria festhalten müssen. Wenn ich an das Pausenzeichen von Radio-Vatikan denke, das ununterbrochen das lateinische Ave-Maria ausstrahlt, dann muß ich nach dem Sinn fragen; eher erinnert es mich an das buddhistische „Om mane padmehum“ der tibetanischen Gebetsmühlen. Gerade wegen der Einstellung zu Maria haben sich 1980 die zunächst gemeinsamen, charismatischen Gebetsgruppen aus Katholiken und Protestanten voneinander trennen müssen, auch wegen des Verbots der Bischöfe, das heilige Abendmahl miteinander zu feiern, denn sie nahmen den „Tisch des Herrn“ ausschließlich für sich in Anspruch und machten aus dem heiligen Abendmahl einen Tisch des Papstes und der Bischöfe. So gewann die katholische Kirche wieder die Kontrolle über ihre eigenen Mitglieder. So wenig das alles an sich zu bedeuten hat, so zeigt es doch die Zählebigkeit der marianischen Tradition. Indem Maria zur herausragenden Charismatikerin erklärt wurde, in der der heilige Geist Gestalt angenommen hat, wird sie geradezu zur Quelle des heiligen Geistes, von der er zu den Gläubigen fließt, wie die Westkirche auch sonst die Kirche gespalten hat (1054) durch die Hinzufügung des „filioque“ in das Nicänische Glaubensbekenntnis, daß der heilige Geist vom Vater und vom Sohn ausginge. Bei allen sogenannten Marienerscheinungen bleibt die Frage unbeantwortet, ob es sich bei den vielen Wundern, die durch Maria gewirkt wurden, wirklich um das Wirken des heiligen Geistes Jesu Christi im Neuen Testament handelt. Schon die Forderung der Erscheinungs-Frau in Fatima, die vom katholischen Lehramt mit Maria identifiziert wurde, die von den Hirtenkindern verlangte, daß sie alles tun sollten, was sie sagt, widerspricht der Aussage Marias im Johannes-Evangelium: Was er euch sagt, das tut! Daraufhin hat dann der Papst ganz Europa der Muttergottes geweiht, davon abgesehen, daß die orthodoxe Kirche nach dem Konzil von Chalkedon von der Gottesgebärerin spricht und nicht von einer Gottesmutter, was ein himmelweiter Unterschied ist. Auch wenn man als guter Lutheraner an einer evangelischen Marienverehrung festhalten möchte, so fragt man sich doch: Ist die katholische Maria noch dieselbe Maria wie die in den Evangelien, oder trägt sie nur noch deren Namen? Oder ist das Heiligenbild der Schwarzen Madonna von Tschenstochau ein Bild der biblischen Maria? Auch die Klöster des ganzen orthodoxen Berges Athos wimmeln von wundertätigen Ikonen der Muttergottes. Die 2300 Gramm schwere Ampel vor dem Gnadenbild der Maria, der sogenannten Portaitissa im Kloster Iviron, gerät bei bestimmten Gelegenheiten in geheimnisvolle Schwingungen. Es bleibe dahingestellt, welche Kräfte da am Werke sind! Sogar ein Abbild dieser Portaitissa in Amerika hätte vor sechs- bis achttausend Menschen geweint, was von Radio und Fernsehen übertragen und vom Erzbischof Jakovos als Wunder bestätigt worden sei. Ich fühle mich dabei an die „Göttliche Mutter“ des Swami Ramakrishna erinnert, die ihr Vorbild in der Muttergöttin der Durga hat. So weit scheint das nicht hergeholt zu sein, da die Mutter Theresa in Kalkutta in ihrer dortigen Wohnung indische Götzenbilder zu stehen hatte, (wie ich gelesen habe), und die in Hamburg bei einer Aglow-Versammlung der Frauen als erstes mit einem Ave Maria begann und dann auch über Maria predigte. Dorthin, und zu dem ökumenischen Gebet der Religionen in Assisi mit dem vorigen Papst, führt dann die Ökumene der Religionen, und alles hat mit der Marienverehrung Anfang des 2.-4. Jahrhunderts begonnen und fand ihre Fortsetzung im mittelalterlichen Minnegesang „Unserer lieben Frau“ und der Jungfrau von Orleans Jeanne d‘ Arc! Wenn sich dem gegenüber die Evangelischen hervortun wollten, so muß man an die Feminisierung in der Theologie denken, die in anderer Weise ebenfalls die Frauen auf den Thron der Gottesverehrung erhebt, indem die neue Bibelüberetzung der „Bibel in gerechter Sprache“ von einer heiligen Geistin, von der Mutter-Göttin und von Apostolinnen redet. Das alles hat dann aber nichts mehr mit einer theologischen Aufwertung der Frau zu tun, die nur in der Praxis einer irregeleiteten Staatskirche ihre biblische Gleichwertigkeit eingebüßt hatte, aber weder in der Marienverehrung noch im Feminismus ihre Rechtfertigung findet, sondern womöglich zu der Frau auf dem Tier führt (Offenbarung 17, 6). In analoger Fortsetzung kann man sich weiter fragen: Ist das „Europa auf dem Stier“? Dazu paßte dann die Europa-Hymne „Freude schöner Götterfunken, Freude aus Elysium, wir betreten feuertrunken Himmlische dein Heiligtum“! Das ist aber nicht mehr die Freude des heiligen Geistes und das Heiligtum der Kirche Jesu Christi, sondern der Götzentempel und die trunkene Freude des Götzen Bacchus! Diese Gesellschaft ist dann tatsächlich voll süßen Weins und hat sich für die Nüchternheit und Wahrheit des Evangeliums verschlossen! Darüber können wir nur mit den Worten von Paul Gerhardt beten: „Dein Heil und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tödlichen Schmerzen, machen uns zeitlich und ewig gesund!“ So nehmen die zum Heil berufenen Gläubigen und alle die aufrichtigen Herzen sind, keinen Schaden an den Irrlehren der Kirche, weil die Wahrheit des Evangeliums im Himmel aufbewahrt bleibt, außer daß es Stolpersteine sind, die die Einfältigen zu Fall bringen können. Aber Gott kennt die Seinen; und es lasse ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt! (2.Timotheus 2, 19). Die Jungfräulichkeit der Maria hat allerdings verheerende Folgen für das Eheverständnis der katholischen Kirche, und im Schlepptau derselben, auch für die evangelischen Kirchen. Denn beispielsweise bleiben sie im gemeinsamen Einverständnis bei der Praxis, eine kirchliche Trauung nur vorzunehmen, wenn zuvor die Beurkundung einer Eheschließung vor dem Standesamt stattgefunden hat, obwohl der Staat vor kurzem diese Notwendigkeit per Gesetz aufgehoben hat. Denn die Kirchen meinen, daß sonst die Ehe nicht mehr genügend geschützt sei, was freilich unzutreffend ist, da es in der nichtchristlichen Bevölkerung ohnehin zu einer völligen Freizügigkeit gekommen ist, aber großenteils auch unter den Kirchen-Christen. Vordenker scheint dabei die katholische Kirche gewesen zu sein, die befürchten muß, daß in Ehescheidungsfragen sonst keine juristische Klarheit mehr zu erreichen sei, wer denn nun verheiratet sei und wer nicht. Denn sie steht auf dem unbiblischen Standpunkt, daß die Ehe unauflösbar sei, bis daß der Tod euch scheidet, auch für den unschuldigen Ehegatten, der verlassen worden ist. Denn sie übersetzt falsch: „Wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe“ (Lukas 16, 18), wo es jedoch heißen muß: „Wer eine sich selbst Entlassene (apolelyménän, Medium, nicht Passiv) heiratet, der bricht die Ehe“, zumal es den Begriff der Ehescheidung im Neuen Testament überhaupt nicht gibt!, sondern nur den Fall, bei Ehebruch oder Hurerei seine Ehefrau zu entlassen, oder andererseits, daß sich eine Frau selbst aus der Ehe entläßt und sich selbst scheidet (1. Korinther 7, 10). Dem entgegen behaupten die Katholiken, daß das Eheband auch für den unschuldigen Teil noch nach der Scheidung weiterhin fortbestehe und eine Wiederheirat verhindere. Das bringt jedenfalls viele treue Katholiken in einen unbiblischen und unnötigen Gewissenskonflikt. So zieht die Irrlehre von der Jungfräulichkeit Marias immer weitere Irrlehren nach sich, bis hin zur Erfindung eines Sakraments der Ehe, das es nach Martin Luther nicht gibt.

22.08.08

Permalink 00:28:56, von WinfriedSchloth E-Mail , 1653 Wörter   German (DE)
Kategorien: Bibel

Durchblick Nr. 14: In einem Geist in einen Leib hingetauft und einen Geist getrunken

Link: http://blog.biblipedia.de/index.php/lebenslauf-von-winfried-schloth?blog=12

Gewöhnlich wird diese Bibelstelle folgendermaßen übersetzt: Wir sind alle durch einen Geist zu einem Leib getauft worden und haben alle einen Geist getrunken, aber nichts ist falscher als das! Denn dahinter steht die Vorstellung, durch die Wassertaufe ein Mitglied der Kirche oder einer Gemeinde zu werden, und damit zu einem Kirchensteuerzahler oder Beitragszahler, und diese Kirchenmitglieder werden dann über ihre Teilnahme an der sakramentalen Wassetaufe zum Leibe Christi erklärt. Die soziale Größe der christlichen Religionsgemeinschaft wird durch eine behauptete Verknüpfung mit Jesus Christus überhöht und soll damit die Kirche Jesu Christi darstellen. Nun ist daran soviel Richtiges, als es tatsächlich auch um eine äußerliche Gestalt der Kirche geht; doch kann das nur das nachfolgende Ergebnis einer tatsächlichen Gemeinschaft mit dem Leibe des auferstandenen Christus sein, in den jemand hineingetauft werden soll: Nicht das Selbstverständnis der irdischen Kirchen garantiert die Gegenwart des Auferstandenen, sondern der Auferstandene garantiert die Mitgliedschaft an seinem Leibe und nicht irgendeine Kirchenbehörde, und auch nicht ein Sakrament, weil der Herr Jesus das Haupt der Kirche ist und nicht die Kirche das Haupt von Jesus Christus. Denn wenn das auch die Kirchen nicht behaupten wollen, so dokumentieren sie es doch mit dem, wie sie die Kirche verwalten. Sie maßen sich an, in der ökumenischen Bewegung die Einheit der scheinbar zerspaltenen Kirchen wiederherzustellen und übersehen dabei, daß in Christus die Kirche bereits eins ist und immer eins war. Das aber hängt, wie oben gesagt, mit dem Taufverständnis zusammen, weil nicht durch den heiligen Geist getauft wird, sondern in dem heiligen Geist, und nicht zu dem Leibe der Kirche getauft wird, sondern in den Leib des auferstandenen Christus hinein, der real gegenwärtig das Haupt aller gläubigen, wiedergeborenen Christen auf der Erde ist, und dem darüber hinaus alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist. Sofern sich diese Christen organisieren, sind sie tatsächlich der Leib Christi, auch in, mit und unter den äußeren, christlichen Kirchen auf der Erde. Alle Irrtümer und alles Fehlverhalten der irdischen Kirchen in der Inquisition und in ihren Religionskriegen entstand aus dem Alleinvertretungsanspruch der irdischen Kirche und stellt die Perversion der Kirche Jesu Christi dar. Denn auch die bessere Gemeinde im herkömmlichen Kirchenverständnis gibt es nicht, weil sie alle abgefallen und alle untüchtig sind, abgesehen von den einzelnen Sternen am Glaubenshimmel, die da leuchten wie des Himmels Glanz! (Daniel 12, 3). In seiner Erzählung „Der Großinquisitor“ beschreibt Dostojewski das Gespräch zwischen Christus und dem Großinquisitor und stellt ihn seiner Wahrheit gegenüber: Ihr habt die Macht an euch gerissen und kreuzigt Christus zum zweiten Mal. Dagegen ist es nicht so, daß in vielen irdisch verfaßten Kirchen durchaus wesentliche Teile der Wahrheit, und auch das Evangelium, erhalten geblieben sind; aber der Weg der Wahrheit führt über das biblische Verständnis der Taufe, wie es der Apostel Paulus gelehrt hat: Der Leib Christi ist der Auferstehungsleib Christi und nicht die irdische Kirchengemeinschaft, und die Taufe ist nicht die Taufe in das Wasser hinein, sondern die Taufe im heiligen Geist, wenngleich das Element des Wassers eine vermittelnde Rolle spielt und im heiligen Geist dem bußfertigen Täufling die Anteilnahme am Auferstehungsleibe Christi ermöglicht und ihm mit der Geisterfüllung den Geist zu trinken gibt. So herum ist dann der Getaufte der Neugeplanzte (Neofyt) und Mitglied am tatsächlichen Auferstehungsleibe Christi, und im sekundärem Sinne auch Mitglied einer irdischen Gemeinde, aber nicht durch den bloß äußerlichen Vollzug einer rituellen Wassertaufe, die zwar auch für ihn das Heil vermittelt, aber wegen seiner Zurückhaltung nicht automatisch von ihm Besitz ergreifen kann. Zur Taufwiedergeburt muß also in jedem Fall auch noch der persönliche Bußglaube und die Bestätigung Gottes durch die Erfüllung mit dem heiligen Geist hinzutreten. Wichtig für das Christsein ist die Forderung des Paulus nach der Reinheit des Leibes, weil er ein Glied am Leibe Christi ist, und damit gemeint ist die sexuelle Reinheit. Das betrifft nicht nur die Hurerei und den Ehebruch, sondern jegliche Aktivierung des Geschlechtstriebes außerhalb der Ehe. Herkömmlich haben es sich evangelische Theologen angewöhnt, die Reinheitsgebote des Apostels Paulus und des Neuen Testaments im alttestamentlichen Sinne als kultische Gebote in Verbindung mit dem sogenannten „griechischen Denken“ zu verstehen und so der „Freizügigkeit bei Zuneigung“ den Vorwurf der Leibfeindlichkeit zu ersparen, wie wörtlich im Resümee des Pastoralkollegs „Sexualethik II“ in Berlin-Schwanenwerder 1967. Da muß man sich heute über die Beurteilung der Homosexualität nicht mehr wundern. Nicht zuletzt der Kinsey-Report hat in den 1960er Jahren zusammen mit der 1968er Studentenbewegung um Rudi Dutschke die sexuelle Revolution losgetreten, deren Vertreter heute an den führenden Schalthebeln der
Politik sitzen und den Angriff auf die Familie und gegen jede Moral führen. Auf diesem Hintergrund
erscheint die katholische Sexual-Moral wie ein leuchtender Stern in dunkler Nacht. Mag man die fehlende Beileidsbekundung der Evangelischen Kirche in Deutschland beim Tode von Solschenizyn bedauern, so zeigt die darüber hinaus doch das Fehlen jeglicher Moral, und man braucht sich über nichts mehr in den evangelischen Kirchen zu wundern. Wo sind die Keuschheitsauffassungen des CVJM geblieben, („Laß ein Mann mich werden, der voll Zucht und Art“), der vor dem 2. Weltkrieg noch versucht hat, die jungen Männer zur sexuellen Keuschheit zu erziehen? Der danach einsetzende Trend zur edukativen Gemeinsamkeit von Jungen und Mädchen, heute unter dem veränderten Namen „Verein junger Menschen“ läßt es schwer verstehen, wie dieses Ruder wieder herumgerissen werden kann! Denn schon die Eltern erlauben ihren Sprößlingen die sexuelle Freizügigkeit innerhalb des Elternhauses. In der Schweiz verlor ein evangelischer Pfarrer aus dem deutschen Siebenbürgen in Rumänien seine Pfarrstelle, weil er das in seiner Predigt den Eltern vorgehalten hatte (Ich saß an seinem Abendbrottisch). Wenn ich bei einer Konfirmadenfreizeit zusammen mit Jungen und Mädchen die kalte Winternacht im Sessel auf dem Flur verbringen mußte, um das Hinüberwechseln der Jungen in den Schlafraum der Mädchen zu verhindern, dann zeigt dieser ganz allgemeine Zustand in Deutschland, an welcher Front Deutschland den 2. Weltkrieg verloren hat, abgesehen von der Amerikanisierung danach. Jedoch geht es nicht allein um die Moral, sondern um die Ethik des christlichen Lebens, denn die Reinheit des Christen hängt unbedingt mit der körperlichen Sexualität zusammen, weil der Leib des wiedergeborenen Christen ein Glied am Leibe des auferstandene Christus ist und auch einmal auferstehen wird. Da ist es keine Frage, daß Jesus Christus selbst direkt durch eine sexuelle Unreinheit des Christen betroffen ist, wenn auch nicht in dem Sinne, daß der Leib des auferstandenen Christus verunreinigt werden könnte, so doch aber seine irdischen Glieder; und diese sind ein zusammehängendes Ganzes, so daß davon die ganze Kirche Jesu Christi verunreinigt wird, zumindest die Ortsgemeinde. Vor dieser Reinheitsfrage haben schon alle Gemeinden und ihre Pfarrer die Segel gestrichen, und jeder macht, was er will. Wenigstens versteht noch die katholische Kirche unter der Masturbation eine Sünde, die gebeichtet werden muß. Deshalb ist es nötig, daß auch die evangelischen Gemeinden wieder eine praktische Sexualerziehung entwickeln. In jedem Fall sollte aber in der Predigt das Wissen um eine sexuelle Verunreinigung wachgehalten werden, daß es ein Unrecht gegenüber dem Herrn ist, sich außerhalb der Ehe am eigenen Leibe sexuell zu betätigen. Daß der Herr im heiligen Geist immer auf Seiten der Schwachen steht, ist eine ganze andere Sache, aber in keinem Fall handelt es sich bei sexueller Unreinheit um eine moralische Belanglosigkeit. Der Ansatzpunkt für die sexuelle Reinheit ist die Einsicht, daß jeder sexuelle Gedanke und jedes sexuelle Bild sofort dem Herrn als Sünde bekannt werden soll, um es gar nicht erst zur praktischen Durchführung kommen zu lassen: „Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse, die die Weinberge verderben; denn unsere Weinberge haben Blüten bekommen“ (Hoheslied 2, 15). Denn wenn auch die Leiber der Christen zum Sterben bestimmt sind, so tragen sie doch bereits die Gestalt des neuen Auferstehungs-Lebens an sich und sind deshalb Glieder am Leibe Christi. Sie sind zwar ein Samenkorn, das sterben muß, aber dennoch mit ihrem Auferstehungsleib identisch mit ihrem alten Erdenleib, wenn auch in erneuerter Ewigkeits-Gestalt. Denn dem zu erwartenden Hinweis der Biologen, daß ein Samenkorn ja gar nicht wirklich stirbt, sondern nur in eine Pflanze umgewandelt wird, ist entgegen zu halten, daß es genau darum auch beim Sterben des Christen geht: Auch sein Sterben bedeutet kein Aufhören seiner Existenz, sondern Umwandlung in ein neues Leben hinein. Wir müssen uns hüten, den unwissenschaftlichen Atheismus in Gestalt einer falschen Begrifflichkeit einfach zu übernehmen, so, als wäre ja der gestorbene Mensch wie selbstverständlich nicht mehr existent und nicht mehr vorhanden und könne damit auch nicht mit einem Samenkorn verglichen werden! – kann er aber! Denn so unbedarft war der Apostel Paulus nicht, daß er einen unzutreffenden Vergleich versucht hätte! (1. Kor. 15, 38). Der Leib Christi ist jedoch keine sogenannte „mystische“ Größe, die völlig unklar ließe, was er damit meint! Denn diesen Leib können wir an uns selbst anfassen und berühren, nur, daß er eben ein Samenkorn ist, das noch in ein neues Leben hinein umgewandelt wird. Der Leib Christi ist also in Echtzeit am Leibe der Christen feststellbar, freilich mit dem Unterschied, daß seine zukünftige Bestimmung noch nicht sichtbar ist. Denn der irdische Leib der Christen ist real der Leib Christi, weil der leiblich Auferstandene in die Herrlichkeit des heiligen Geistes eingegangen ist, der nun auch in den Christen und ihren Leibern wohnt. Wenn man so will, hat der auferstandene irdische Leib Christi Ewigkeitsformat angenommen und ist im heiligen Geist unendlich geworden. Damit fällt für jeden wiedergeborenen Christen noch ein volles Teil Auferstehungs- Leiblichkeit Jesu Christi für seine eigene Auferstehungsleiblichkeit ab. Von daher wird es verständlich, daß die sexuelle Verunreinigung des Leibes der Christen direkt den Herrn Jesus berührt.

Permalink 00:27:44, von WinfriedSchloth E-Mail , 1757 Wörter   German (DE)
Kategorien: Bibel

Durchblick Nr. 13: Die Enden der Weltzeitalter ( 1. Korinther 10, 11)

Link: http://blog.biblipedia.de/index.php/lebenslauf-von-winfried-schloth?blog=12

Es geht um die beiden Weltzeitalter des Alten Testaments und des Neuen Testaments, des Alten Bundes und des Neuen Bundes, um das Zeitalter unter dem Gesetz und um das messianische Zeitalter, in dem wir als Christen jetzt leben, während die Nichtchristen noch im alten Zeitalter unter dem Gesetz leben. Denn es geht um Teilhabe, nicht um eine Zeitbestimmung für alle Menschen. Woran jemand Anteil hat, in dem Zeitalter lebt er. So leben auch alle Menschen heute in zwei ganz verschiedenen Zeitaltern. Denn wenn auch die Christen offenbar in zwei Zeitaltern leben, so sind sie doch dem Zeitalter dieser Welt und ihres alten Lebens gestorben und leben im eigentlichen Sinne des Wortes nur in ihrem neuen Leben in Christus. So können und sollen sie nicht mehr meinen, noch in dieser Welt zu leben, obwohl sie dort ihre Aufgaben erfüllen müssen; aber sie erfüllen sie von ihrem neuen Leben her und dienen der vergehenden Welt nur noch bis zu der Grenze, die ihr neues Leben nicht in Frage stellt. Daher müssen sie Gott mehr gehorchen als den Menschen, weil sie in Gott lebendig geworden sind, „denn das Schema dieser Welt vergeht“ (1. Korinther 7, 31). Es geht also nicht um eine asketische Weltverneinung, sondern um eine Aktivierung des neuen Lebens in dem neuen Weltzeitalter der wiedergeborenen Christen. Der häufige Hinweis, daß Gott diese Welt liebt, und also auch wir diese Schöpfung und unser Leben als Gabe Gottes lieben sollen, verwechselt das neue Leben in Christus mit dem alten Leben in dieser Welt, die Gott gerade dabei ist zu erneuern durch das Kreuz und die Auferstehung Christi, wie es in dem Lieder heißt: „Die Welt liegt hinter mir, das Kreuz steht vor mir, niemals zurück, niemals zurück!“. Es geht also nicht darum, jemandem das neue Leben einzureden, sondern ihn zum Empfang des neuen Lebens in der Wiedergeburt zu führen. Dann erst kann er auch diese alte Welt im Sinne der Passah-Feier lieben, oder besser wertschätzen, da er sie als jemand gebraucht, der hinwegeilt (2. Mose 12, 11). Denn es ist der Auszug des Volkes Gottes, das Gott aus der Knechtschaft dieser Welt und dieses irdischen Lebens herausführt, indem er in Tod und Auferstehung vor ihnen hergeht. Darum geht es im christlichen Osterfest: Christus führt uns eilends aus dieser Welt hinweg, (denn was sind die paar Jahre dieses Lebens!), damit wir in das gelobte Land und in das neue Auferstehungs-Leben bei Gott in einer neuen Welt kommen. Es ist deshalb eine völlige Verkennung des christlichen Glaubens, uns in dieser Welt häuslich einzurichten zu wollen und darin das Leben zu erblicken. Der häufig ganz plötzliche Tod lieber Menschen, und alles Unglück in dieser Welt, verführt uns dann dazu, an der Liebe Gottes zu zweifeln. Doch „die Zeit ist verkürzt, so daß hinfort auch die, die Frauen haben, wie die sein sollen, die keine haben, und die da weinen, wie die, die nicht weinen, und die sich freuen, wie die, die sich nicht freuen, und die da kaufen, wie die, die es nicht behalten, und die diese Welt gebrauchen, wie die, die sie nicht brauchen; denn das Wesen dieser Welt vergeht“. (1. Korinther 7, 29-31). Gewöhnlich wird die verkürzte Zeit mit der großen Naherwartung des Paulus hinsichtlich der Wiederkunft Jesu erklärt. Doch aktuell war für Paulus die Gegenwart des auferstandenen Herrn. Er ist in seiner Zeitgleichheit der beginnenden neuen Welt mit der irdischen Welt der Zeitraffer, damit alles, was in Gottes Plan liegt, noch ablaufen kann. An die gegenwärtige Wissensexplosion heute im Informationszeitalter brauchen wir gar nicht weiter zu denken. An allen Dingen sehen wir, wie die Zeit immer schneller abläuft, weil sich die Ereignisse immer weiter häufen. Dem entspricht das immer schnellere Näherkommen des einzelnen zu seinem Lebensende. Je älter er wird, je schneller kommt er seinem Ende entgegen, wenn auch nicht dem Tod, sofern er im Geist weidergeboren ist, denn sein „Fallschirm“ öffnet sich im Sterben, und er landet weich auf den grünen Auen des Paradieses und geht ein in die ewige Stadt des himmlischen Jerusalems. Deshalb spricht die Bibel davon, daß der Tag des Todes besser ist als der Tag der Geburt (Prediger 7, 1). Das ist keine Lebensverneinung, sondern prophetische Lebensbejahung, wenn man sich nur klarmacht, was man unter „Leben“ versteht. In gleicher Weise betete der Patriarch der Russisch-Orthodoxen Kirche, Alexej II. in der Trauerfeier für Alexander Solschenizyn am 6. August 2008 auf dem Friedhof des Donskoi-Klosters in Moskau, daß „Jesus Christus seinen verstorbenen Diener in die himmlischen Wohnungen aufnehmen möge“, wie es Solschenizyn selbst geglaubt hatte, daß der Tod „ein Übergang von der zeitlichen Existenz zum ewigen Leben ist“. Ein dieseitig orientiertes Christentum hat das leider an den Rand verschoben und kann dann auch mit der positiven Bewertung des Todes eines Christen nichts mehr anfangen, sondern erblickt in ihm einen Verlust. Daß wir uns „in Christus“ für tot und gestorben halten sollen (Römer 6, 11), wird gewöhnlich zu einem sakamentalen Akt in der Taufe umgedeutet, in der wir symbolisch in den Tod Christi hineingetauft werden (Römer 6, 3). Doch handelt es sich nichts desto weniger um ein tatsächliches Sterben, wobei es freilich um ein biblisches Sterbe-Verständnis (und Lebens-Verständnis) geht, als dem Kernpunkt des Evangeliums von der Anteilhabe an Christus. Denn die Lutherischen Bekenntnsischriften (Konkordienformel der Augsburgischen Konfession von Philipp Melanchthon) bezeichnen die Reue in der Buße als das Sterben des alten Menschen in der Überführung von den Sünden durch den heilgen Geist, aber das Auferstehen als die Wiedergeburt des Menschen in Christus. In diesem Sterben geht es um das innere Sterben des alten, wenn auch „frommen“ Menschen, der erkennen muß, daß er die Sünde in sich nicht überwinden kann, so sehr er auch in seinem ehrlichen Bemühen darum kämpft, denn er versucht es aus seinen eigenen Werken heraus. Wenn er dann total am Ende ist und in diesem Sinne gestorben, dann ist er überhaupt erst in der Lage, das Evangelium von der Auferstehung Jesu Christi anzunehmen und selbst daran teilzuhaben, während gerade Kinder diesen Schritt ganz leicht und ohne Mühe erreichen, weil sie ihr eigenes Gutseinwollen noch gar nicht ausprobiert haben, aber ihr Sterben in ihrer späteren Anfechtung als erwachsene Christen noch nacherleben müssen, wenn sie den falschen Weg der Werkgerechtigkeit eingeschlagen haben, wozu aber alle Menschen zunächst einmal neigen. So kommen sie in eine Glaubenskrise und holen das Sterben in Christus nach und erreichen so die Reife eines mündigen Christen. Denn die Überwindung der Erbsünde, und der Sünde überhaupt, ist nur in Christus möglich. In diese Situation führt jede Babytaufe hinein, in der Gott dem Menschen das volle Heil schenkt, das er aber durch eine christliche Erziehung seiner Eltern, oder anderer Menschen, persönlich im Glauben annehmen muß. Wenn er das getan hat, dann beginnt sich das Heil in ihm auszuwirken und führt ihn in das Sterben mit Christus hinein, der ihn sodann in sich auferstehen läßt. Erst dann ist er ein mündiger Christ und ist aus seiner Unmündigkeit herausgetreten und hat als Vollchrist sein Erbe in Christus angetreten. Wenn er sich aber der Überführung seiner Sünden durch den heiligen Geist verschließt, weil die Taufe nicht automatisch wirkt, dann bleibt er zunächst einmal auf dem Zustand seiner Umündigkeit stehen und kann sein ewiges, unverwesliches Erbe nicht antreten. Er gleicht damit den 5 törichten Jungfrauen in dem Gleichnis Jesu (Matthäus 25, 8), weil ihm das Öl des heiligen Geistes fehlt. In diesem Sinne unterscheiden sich die zwei Weltzeitalter voneinander: die Gesetzesmenschen, die nach dem mosaischen, oder nach ihrem eigenen Gesetz leben, und die wiedergeborenen Menschen, die in Christus sind und am Evangelium von Tod und Auferstehung Christi teilhaben. Die Hinführung zur Buße übernimmt dabei der heilige Geist selbst, wenngleich es in der Predigt geschehen sollte, weil das der Predigtauftrag Jesu Christi ist: „Tut Buße“!, oder wie der Prophet Jeremia (31, 18) schreibt: „Bekehre du mich, so will ich mich bekehren“. In der Bekehrung wendet sich der Gläubige zu Gott, und Gott „überführt“ () ihn durch den heiligen Geist von seinen Sünden (Johannes 16, 8). Das wiederum bringt den werdenden Christen in äußerste Todesnot, aus der heraus er dann zu dem neuen Leben des auferstandenen Christus aus dem heiligen Geist wiedergeboren wird. Damit ist er dann „in Christus“ eine neue Kreatur (2. Korinther 5, 17). Ohne die Überführung durch den heiligen Geist im Herzen des Menschen kann man niemandem, und auch sich selbst nicht, von der totalen Sündhaftigkeit seines Lebens überzeugen, da es nicht um eine Reparatur geht, sondern um eine Neuschöpfung, und die ist der Eintritt in das messianische (= christliche) Weltzeitalter, wobei „Messias“ (oder „Christus“) übersetzt „Gesalbter“ heißt, und das heißt: mit dem heiligen Geist gesalbt. Als ein derart „Gesalbter“ ist er dann wie Christus ein „Christ“ geworden, auch wenn er es dem Namen und der Taufe nach schon vorher gewesen war. So konnte der Apostel Paulus sagen: „Ich aber starb“ (Römer 7, 10), und zwar starb er durch die Sünde, die er als ein frommer Jude zwar unbedingt vermeiden wollte, aber absolut nicht vermeiden konnte. Aus diesem Tod wurde er durch die Begegnung mit dem auferstandenen Herrn Jesus Christus auferweckt (Apostelgeschichte 9, 3. 17-18). Denn die Sünde tötet durch den Buchstaben des Gesetzes, aber der heilige Geist macht durch die Wiedergeburt in Christus lebendig
(2. Korinther 3, 6), und in dieses Evangelium führt die Buße hinein. Das alles scheint mit der gegenwärtigen Verfassung unserer Gemeinden kaum etwas zu tun zu haben. Aber gerade hier liegt auch die Möglichkeit für die Erneuerung vieler suchender Menschen, denn an dem Evangelium von Tod und Auferstehung Jesu, und an unserer Teilhabe daran, führt kein Weg vorbei! Das kann man nicht sakramental abhandeln, wenngleich das Tauf-Sakrament, auch die Baby-Taufe, immer den erste Schritt Gottes in unsere Verlorenheit hinein bedeutet. So hat der Mensch ohne den ersten Schritt Gottes nicht die Freiheit, sich für den Glauben an Jesus Christus zu entscheiden, sondern erst, wenn ihn Gott durch sein Wort in der Taufe bekehrt, dann kann er sich bekehren (Jeremia 31, 18). Die Willensfreiheit des Menschen bleibt daher nur zum Negativen hin bestehen: Er kann sich dem ersten Schritt Gottes zu ihm hin verweigern und sagen: Ich will nicht! Denn der Glaube an Jesus Christus ist das ausschließliche Geschenk Gottes. Zwar bringt die Saat des Wortes Gottes „automatisch“ (Markus 4, 27) Frucht, doch der Mensch kann den anvertrauten Zenter des Heils auch vergraben (Matthäus 25, 25) und verliert dann alles.

06.08.08

Permalink 05:01:10, von admin E-Mail , 45 Wörter   German (DE)
Kategorien: Rick Warren: Leben mit Vision

Woche 32: Einsetzen, was Gott gegeben hat

Link: http://www.kirche-mit-vision.de/index.php?id=108

Bibelvers für heute: Römer 12,5
"Ebenso ist es mit uns Christen. Gemeinsam bilden wir alle den Leib Christi die Gemeinde, und jeder Einzelne ist auf die anderen angewiesen."
Eine Frage zum Nachdenken:
Wie kann ich das, was Gott mir gegeben hat, am besten einsetzen?

01.08.08

Permalink 19:48:26, von WinfriedSchloth E-Mail , 1731 Wörter   German (DE)
Kategorien: Bibel

Leuchtfeuer Nr. 8: Die wissenschaftliche Widerlegung der Evolutionslehre von Charles Darwin

Der wissenschaftliche Beiweis der intelligenten Planung (Intelligent Designer) durch den Biochemiker Michael J. Behe hat die Abstammungslehre des Charles Darwin als unwissenshaftlichen Irrtum widerlegt (Michael J. Behe: Darwins Black Box, Resch-Verlag), der nachweist, daß die unreduzierbare Komplexität der verschiedenen Vorgänge in der Zelle keine andere Erklärung zuläßt, als daß ein intelligenter Plan (Intelligent Design) zugrunde liegt, z.B. der zellulare Rotationsmotor mit 100.000 Umdrehungen pro Minute, womit sich die Zelle über eine rotierende Wimper im Organismus fortbewegt. Oder denken wir an den molekularen Vorgang der Blutgerinnung. Es ist undenkbar, daß sich ein unreduzierbares komplexes Gebilde in vielen kleinen Schritten nach und nach entwickelt haben könnte (wie Darwin meinte), weil es schlagartig komplex dasein muß, um funktionieren zu können, denn sonst könnten auch die einzelnen Teile nicht funktionieren. Von derartigen unreduzierbaren komplexen Vorgängen gibt es in den Zellen und im ganzen Organismus viele. Einen Plan kann man sich jedoch nicht anders vorstellen, als daß ihn ein Planer geplant hat, daß demnach ein Intelligent Design von einem Designer kommt, und wer soll das anderes sein, als eine göttliche Person, den wir Schöpfer nennen? Wenn aber ein Plan untrennbar von einem Planer stammen muß, dann beweist die Molekularbiologie die Existenz Gottes. Wir haben es also bei dem Beweis eines Intelligent Design mit einem Gottesbeweis zu tun und können verlangen, daß die Evolutionslehre als unwissenschaftlich aus dem Schulunterricht entfernt wird. Gehen Sie also bitte zum Schulamt und verlangen Sie dort, daß Ihren Kindern nicht mehr unwissenschaftliche und atheistische Irrlehren im Unterricht vermittelt und die entsprechenden Lehrbücher eingezogen werden! Leider werden Sie erfahren müssen, daß die Schulbehörde und alle sogenannten „wissenschaftlichen“ Bildungseinrichtungen gegen allen wisenschaftlichen Sinn und Verstand an ihrer atheistischen Weigerung festhalten werden, einen Schöpfer anzuerkennen. Sie beweisen damit lediglich, daß sie die Wissenschaft mißbrauchen, um Gott als dem Schöpfer nicht die Ehre geben zu müssen. Im Gegenteil: Sie berufen sich auf ihre Pseudo-Wissenschaft und stellen die Christen als rückständig und wissenschaftlich nicht auf der Höhe hin. Das darf von nun an kein Christ mehr akzeptieren und sollte dem dreisten Atheismus widersprechen, wo immer es möglich ist. Die der atheistischen Weltanschauung anhängenden Bildungsfachleute arbeiten mit einem System der unlauteren Beweisführung und vermischen ständig die Lüge mit der Wahrheit. So z.B. spannen sie Stolperdrähte in ihrer Beweisführung, indem sie die Christen auf ein Nebengleis verschieben wollen, indem sie sagen, daß die Wissenschaft doch bewiesen hätte, daß die Welt nicht in 6 Tagen von Gott gschaffen worden sei. Denn es geht nicht um die Bibelauslegung, sondern darum, daß Gott überhaupt und ganz grundsätzlich alles geschaffen hat. Darüber bleibt noch abzuwarten, inwieweit die ganzen Zeitbestimmungen und Zeitmessungen der tatsächlichen Realität entsprechen, denn niemand kann überhaupt beweisen, wie schnell und wie langsam Zeit abläuft und was Zeit überhaupt ist.
Da aber die unreduzierbare Komplexität, d.h. die nicht in Einzelteile auflösbare Einheit der funktionierenden Systeme in der Zelle von Anfang an schlagartig vorhanden gewesen sein muß, um überhaupt funktionieren zu können, so ergibt sich daraus, daß sie sich nicht in Einzelteilen schrittweise entwickelt haben kann, und das heißt weiter, daß überhaupt alle Vorgänge des Lebens, von den Pflanzen an bis zu den Tieren in ihren einzelnen Arten, und bis zum Menschen hin, schlagartig und plötzlich vorhanden gewesen sein müssen. Dem scheinen die wissenschaftlichen Zeitbestimmungen des Alters des Universums, der Erde und der Fossilien zu widersprechen, doch nur dann, wenn man von vornherein einen intelligenten Planer, also einen göttlichen Schöpfer, ausschließt, der die einzige Ursache für die unreduzierbare Komplexität der Zellfunktionen sein kann. Denn die Evolutionisten finden mit ihrem atheistischen Denkansatz keine Erklärung für ihr plötzliches Vorhandensein. Das erklärt auch das scheinbare Alter bei den Altersbestimmungen, denn da vor dem Beginn der Schöpfung überhaupt noch keine Zeit vorhanden war, kann mit dem Anfang der Zeit nicht alles mit Null anfangen, weil der Schöpfer auch den atomaren Zerfall und das Vorhandensein der Isotopen geschaffen hat, und das Vorhandensein der Welt mit ihren einzelnen Lebewesen immer scheinbar mit einer rückwärts verlängerten Zeitvorstellung verbunden ist, jedoch nur vom menschlichen Denken her, aber nicht, wenn man von einem göttlichen Planer ausgeht. Wie es in der Molekularbiologie die nicht reduzierbaren komplexen Zellsysteme gibt und alles Leben überhaupt, ganz grundsätzlich und immer im vollen Funktionsablauf beginnt, so beginnt auch in der unbelebten Natur alles Vorhandene im vollen Funktionsablauf. Damit sehen wir, daß die Evolutionslehre von vornherein und in ihrem Kern atheistisch ist, weil sie den Menschen zum Maßstab ihres Erkennens macht. Wir haben es daher bei den sogenannten wissenschaftlichen Zeitbestimmungen der Fossilien und des ganzen Universums mit einer scheinbaren Zeit zu tun, die aber gar nicht stattgefunden hat, weil ein göttlicher Schöpfer den Anfang gesetzt hat. Damit wird auch verständlich, warum Gott in 6 Tagen die Welt erschaffen hat, und daß die wissenschaftlichen Zeitbestimmungen dem keineswegs widersprechen und daß der einzige Widerspruch von einer atheistischen Weltanschauung ausgeht!
Zudem sollte sich kein Christ einreden lassen, daß auch die kleinen und großen Schritte in der Entstehung der Arten allesamt das Ergebnis materieller Vorgäng seien. Denn gerade die Christen erkennen an, daß es außer der Materie auch noch den Geist gibt, der alle Vorgänge im materiellen Bereich lenkt. Man kann dabei an erbmäßige Veränderungen durch Züchtung oder Genmutationen denken, ja, sogar an Teile der darwinschen Entwicklungslehre, denn durchaus lenkt der Geist Gottes die gesamte Schöpfung. Wenn es heißt, daß Gott am 7. Tag von allen seinen Schöpfungswerken ruhte (1. Mose 2, 3), dann heißt das, daß er am 8. Tage bis heute wieder voll bei der Arbeit war und ist! („Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater arbeitet bis jetzt, und auch ich arbeite“, Johannes 5, 17). Er ist imstande, Veränderung der Gene zu bewirken, und auch zuzulassen, daß der Mensch in sie eingreift. Was also wie das wissenschaftliche Arbeiten von Menschen aussieht, kann aus der Perspektive Gottes durchaus seinem übergreifendem Plan entsprechen. Denn er lenkt auch die Gedanken der Menschen. Welche Erfindung ist denn ohne Gott zustande gekommen? Wer wollte das beweisen? So ist das ganze materialistische Wissenschaftsverständnis abzulehnen. Zwar bleibt es dem Menschen überlassen, sein Werk als sein eigenes Werk anzusehen, weil er den spiritus rector über sich nicht sehen will, aber man muß dem nicht zustimmen! Denn der Mensch denkt, und Gott lenkt! Gleichwohl kommen nicht alle Gedanken von Gott, sondern es gibt auch von Gott abgefallene geistige Wesen und viele Menschen selbst, die die Welt nach ihren eigenen Ideen manipulieren wollen, wenn auch nur bei denen, die ihnen folgen. Da müssen wir die Feststellung treffen, daß auch die gesamte Menschheit aus der Ordnung Gottes herausgefallen ist und deshalb Erlösung braucht. Das berücksichtigt Michael J. Behe nicht, wenn er über den „blinden Fleck“ im Auge und manche anderen Unvollkommenheiten des Menschen in seinem Buch „Darwins Black Box“ schreibt. Er räumt auch ein, daß es selbst im zellularen Zellbereich viele Proteine gibt, die anscheinend überhaupt keine Funktion haben. Vom Sündenfalll her ist der Mensch in sich kaputt und muß sterben. Denn zur Sünde und für den Tod war er von Gott nicht geschaffen worden. So versuchen schon einige Wissenschaftler in den USA das Todesgen zu finden, um dann dem Menschen ewiges Leben einhauchen zu können, was schlichtweg furchtbar wäre, wenn der Mensch in seiner zerstörten, gottlosen Seele ewig leben sollte. Doch ist das nichts anderes als ein Versuch der atheistischen Selbsterlösung, die die Erlösung durch Jesus Christus ignoriert.
Aber nicht allein Michael J. Behe hat mit seiner wissenschaftlichen Begründung die Evolutionslehre widerlegt, sondern auch der Informatiker Werner Gitt in seinenm Buch „In 6 Tagen vom Chaos zum Menschen“ (Hänssler-Verlag). Er geht besonders auf die verheerenden Wirkungen der Evolutionslehre in den Schulen und Gymnasien ein: „Bei einer Umfrage an Braunschweiger Gymnasien anworteten 55 Prozent der Primaner, sie glaubten nicht an Gott, weil die Evolutionslehre beweise, daß es keinen Schöpfer gäbe“ (S.49). Von der Verführung der Jugend spricht Jesus: „Es ist unmöglich, daß keine Verführungen kommen; aber weh dem, durch den sie kommen! Es wäre besser für ihn, daß man einen Mühlstein an seinen Hals hängte und würfe ihn ins Meer, als daß er einen dieser Kleinen zum Abfall verführt.“ (Luk. 17, 1-2). „Hier stehen Schulbuchautoren, Lehrer, Pfarrer und Eltern in einer großen Verantwortung vor Gott, wenn sie Lehren verbreiten, die in den Kindern den Unglauben begünstigen, da nach den zentralen Aussagen der Bibel unser ewiges Heil an den Glauben gebunden ist. „ (S. 50). Es bleibt unsere Aufgabe, den Angriff des Atheismus in den Schule und in der ganzen Gesellschaft auf den christlichen Glauben zu erkennen und ihn bei uns selbst und den uns anvertrauten Kindern abzuweisen. Besondere Beachtung verdient das Paläontologische Museum in Berlin in der Invalidenstraße, das mit seinen verführerischen Stammbäumen den Besuchern, und besonders den Kindern suggeriert, wo ganzen Schulklassen die Gottlosigkeit vor Augen geführt wird, daß sich das Leben schrittweise von selbst entwickelt hätte und der Mensch mit seinen angeblichen tierischen Vorfahren das Ergebnis der Evolution wäre. Besonders herausgestellt sind dort der Neandertaler, der Australopithecus und der Homo Habilis. An den formalen Ähnlichkeiten der Schädel werden ganze Stammbäume aufgebaut (ebenso auch beim Pferd u.a.), weil die Museumsleitung ganz grundsätzlich an der atheistischen, unwissenschaftlichen Evolutionslehre festhält. Das erscheint möglich, weil der menschliche Geist als Produkt des Gehirvolumens angesehen wird und keine selbständige Größe sein soll. Dagegen ist es gerade der Geist des Menschen, der ihn zum Menschen macht, und er hat ihn mit seiner Seele vom Schöpfer bekommen (1. Mose 2, 7; Hiob 33, 4). Denn wenn auch der Schimpanse 98, 8 % dieselben Gene wie der Mensch haben soll, so hat er dennoch keinen Geist. Denn die Intelligenzleistungen der Tiere haben nichts mit dem menschlichen Geist zu tun! Der Person-Kern (Hypostase, Identität, Subjekt, Ich) des Menschen ist es, der ihn als Menschen definiert und als Individuum unverwechselbar mit anderen Menschen (oder Tieren) macht. Ihn macht sein Geist für die Dauer seines Lebens zum Menschen. Wenn der Geist des Menschen ihn verläßt, dann ist er gestorben und wartet auf die Auferstehung.
Winfried Schloth, ev.-luth. Pastor i.R.

18.07.08

Permalink 00:26:51, von WinfriedSchloth E-Mail , 1688 Wörter   German (DE)
Kategorien: Bibel

Durchblick Nr. 11: Tod Jesu als ein Gott versöhnendes Opfer

Link: http://blog.biblipedia.de/index.php/lebenslauf-von-winfried-schloth?blog=12

In einem Interview führte Helmut Matthies von ideaSpektrum ein Gespräch mit dem Kirchenpräsidenten Peter Steinacker der Hessen-Nassauischen Kirche über das Papier des Leitenden Geistlichen Amtes der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zum Thema: Ist der Kreuzestod Jesu ein Versöhnungsopfer für Gott? (Ich habe es aus dem Internet herunter geladen). Herr Steinacker meinte dem Papier entsprechend, daß es Gott nach dem Neuen Testament nicht nötig hätte, durch das Blut seines Sohnes versöhnt zu werden, sondern allein die Menschen. Das ist allerdings nicht zutreffend, da Gott selbst die Versöhnung braucht, und natürlich auch die Menschen, „Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selbst“ (2. Kor. 5, 19), weil „versöhnen“ = „bedecken“ heißt, damit Gott die Sünde der Menschen nicht mehr vor Augen haben muß, und der Mensch in seinem Gewissen natürlich auch nicht mehr. Damit hat der schuldige Mensch wieder die Möglichkeit, befreit zu Gott beten zu können, wenn er in Christus mit Gott versöhnt ist. Die anderen Menschen, die nicht in Christus sind, sind nicht mit Gott versöhnt, und deshalb müssen sie in der Predigt dazu aufgerufen werden, die Versöhnung in Christus durch den Glauben anzunehmen, wodurch ein Bezug zur Taufe hergestellt ist, in der die Sünde durch das Blut Jesu „bedeckt“ wird. Dadurch ist der Mensch in der Lage, sich seine Sünden leidtun zu lassen, sie zu widerrufen und auch zu lassen. Wenn er das getan hat, wird er durch den heiligen Geist in Christus hineingetaucht und ist damit in Christus eine neue Schöpfung. Da aber Christus auferstanden ist, ist er mit ihm zusammen auch auferstanden und hat Anteil am ewigen Leben. Das ist kein allmähliches Wachstum, sondern ein plötzliches Ereignis aus der himmlischen Welt. Ohne sich sein verfehltes, atheistisches Leben leidtun zu lassen, und ohne Umkehr von den toten Werken der Sünde zu den Werken der Gerechtigkeit, kann er nicht mit Christus zusammengepflanzt werden und ist damit auch noch kein Christ, obwohl er getauft worden sein mag. Denn der Mensch ganz allgemein ist für Gott absolut unannehmbar, weil seine Verfassung kein juristisches Promlem ist, sondern eine Seins-Frage: Er hat das Bürgerrecht seiner himmlischen Heimat verloren, und das kann nicht durch einen bloßen forensischen Willens-Akt Gottes wieder hergestellt werden. Dazu bedarf es eben der Versöhnung, aber auch der Erlösung, die im Zurückkauf des Menschen besteht, der in die Sklaverei der Sünde verkauft ist. Das kann aber nur durch das Blut des Sohnes Gottes geschehen, der dazu vom Himmel her auf der Erde erschien und ohne Sünde war. Er allein konnte mit seinem Kreuzes-Opfer den Abgrund der Sünde überbrücken und die Gemeinschaft mit dem Menchen wiederherstellen, wozu dieser wegen seines Verlorenseins nicht in der Lage war. Deshalb braucht er Erlösung und nicht bloß einen juristischen Freispruch. Darin täuschen sich die meisten Menschen, weil sie sich in ihrer Blindheit nicht mehr vorstellen können, was denn nun Gott noch gegen sie haben könnte, wo sie sich doch bemühen, gerecht zu leben, aber den Glauben an seine Liebe verleugnen sie. Denn seine Liebe besteht darin, daß sie ihr Verlorensein erkennen und seine Retterhand in Christus Jesus ergreifen, nicht aber die Liebe falsch verstehen und zu meinen: Der liebe Gott ist ja nicht so! Denn das hat der evangelische Berliner Pfarrer und Liederdichter Paul Gerhardt nicht geglaubt und lehrt in seinem Pfingstlied: „Er lehret uns die Furcht des Herrn, liebt Reinigkeit und wohnet gern in frommen keuschen Seelen: was niedrig ist, was Tugend ehrt, was Buße tut und sich bekehrt, das pflegt er zu erwählen“, (d.h. der heilige Geist). Was jedoch der heilige Geist nicht erwählt, der ist auch kein Christ und ist nicht in Christus.
Ohne das Blut Jesu gibt es keine Vergebung der Sünden, da das Blut die Seele ist (5. Mose 12, 23, „Seele“- nicht „Leben“!), und es ist die Seele Jesu (Joh. 10, 11); denn wie sollte es sonst ohne die Seele Jesu Vergebung der Sünden geben können? Ich befürchte: das haben die Verfasser des Leitenden Geistlichen Amtes nicht bedacht!
Besonders scherwiegend ist das Mißverständis von einem falschen Lebens-Begriff, denn das biologische, irdische Leben ist nicht das Leben, von dem der Apostel Paulus redet! Dieser nämlich geht zweifellos von der Sündenfallgeschichte in 1. Mose 3 aus. Denn Adam und Eva waren an dem Tage gestorben, als sie von der verbotenen Frucht aßen. Dabei ging es eben nicht um einen simplen Apfelbiß, sondern um den Griff nach der geistigen Autonomie neben Gott. Mit ihrem geistlichen Tode aber waren sie des ewigen Lebens entkleidet und entdeckten, daß sie nackt waren.
„Denn alle haben gesündigt und entbehren die Herrlichkeit (Doxa) Gottes,“ womit das göttliche Leben umschrieben wird. Es ist völlig abwegig, daß das Leben des Christen „stets zweideutig“ sein soll (Seite 6); sondern das christliche Leben ist immer eindeutig, weil jeder nichtchristliche Mensch schlichtweg einfach bloß tot ist, auch wenn er auf zwei Beinen herumläuft. Das bedenken die geistlichen Amtsleiter auch nicht. Der christliche Lebens-Begriff meint immer und ausschließlich das göttliche Leben, und nicht den irdischen, menschlichen Leib, auch nicht den der Christen, die ebenfalls auf den Tod ihres Leibes hin programmiert sind, obwohl sie in Christus bereits den neuen Auferstehungsleib in sich haben, der aber erst mit dem Tode dieses irdischen Leibes sichtbar und offenbar werden wird. Diesem Leben sind die Christen verpflichtet, nicht dem todverfallenen, irdischen Leben, in dem sie sich freilich mit ihrem verborgenen neuen Leben bewähren müssen. Dabei geht es nicht um die Unsterblichkeit der Seele, sondern um die Teilhabe an der Auferstehung Christi. Es ist ein rationales Mißverständnis, mit dem Glauben an die Auferstehung Christi bereits der Auferstehung Christi zu folgen! Wer nicht in Christus mitauferstanden ist, der glaubt auch nicht im neutetamentlichen Sinne an die Auferstehung, die eine zweifelsfreie Gewißheit ist. Es ist irreführend, mit einem falschen Lebens-Begriff das ewige Leben in die Zweideutigkeit der irdischen Existenz eingliedern zu wollen. Denn Tod und Auferstehung Jesu sind keine Metaphorik (Bildhaftigkeit, Seite 6), sondern reale Gegenwart. Man täuscht die Menschen, wenn man ihnen das verschweigt. Warum denn sind soviele Märtyrer singend und freudig in den Tod gegangen? Ein Mensch mit einem blassen Jenseitsverständnis wäre dazu kaum in der Lage.
Der Irrtum eines falschen Lebensverständnisses führt aber noch zu weiteren Täuschungen: Die irdischen Verhältnisse, daß „Leben“ nur durch die Vernichtung anderen „Lebens“ erhalten werden kann, hat nichts mit dem Leben Gottes in Christus Jesus zu tun. Deshalb ist es falsch, die “Anfechtungen“ bei Luther mit einem diesseitigen Lebensverständnis in Verbindung zu bringen (Seite 5). Daß sich Jesus mit einem derartigen Weltverständnis durch seinen Kreuzestod identifiziert hätte, um dem Angefochtensein den Stachel zu nehmen, daß man nun nicht mehr angesichts des „Grauens im Weltgeschehen“ (Seite 5) an der Liebe Gottes verzweifeln müsse, erscheint als unsachliche Unterstellung. Damit wird das Liebesopfer Jesu am Kreuz zu einer Solidariätsveranstaltung mit der leidenden Menschheit abgewertet, der man nun die Opferrolle zubilligen will. Im Gegenteil: Es gibt keinen Grund für den Kreuzestod Christi, ihn im Mitleiden mit einer leidenden Menschheit zu verstehen. Daher ist auch eine Anfechtung des Glaubens aus diesem Grunde völlig unangebracht. Denn Luthers Anfechtung war ein Schwanken in der Gewißheit, angesichts seiner Sünden dennoch einen gnädigen Gott zu haben. Das hat nichts mit einer Konfliktlösung in einem falsch verstandenen modernen Weltverständnis zu tun. Damit raubt man geradezu dem modernen Menschen den Grund zur Umkehr zum Glauben, sondern rechtfertigt ihn in seinem Weltschmerz geradezu, und der Versuch, an der Liebe Gottes angesichts des Weltleidens festhalten zu können, entleert die Liebe Gottes zu einem bloßen Toleranzverhalten Gottes gegenüber der Sünde. Denn hier wird der Versuch sichtbar, den Kreuzestod Jesu nicht als Opfer verstehen zu müssen, außer vielleicht, je nach dem persönlichen Geschmack des jeweiligen Predigers, als eine Option unter mehreren Möglichkeiten, wie es eben einem jeden gefällt. Dieser Relativierung in der Umdeutung des Liebesverständnisses Gottes muß man nicht folgen. Denn die Liebe Gottes ist eindeutig auf die Errettung des gefallenen Menschen ausgerichtet, nicht aber, um eine Option unter mehreren Möglichkeiten zu sein, sondern sie ist das Rettungsangebot für eine zurecht dem Tode verfallenen Menschheit. Erst wenn man dieses bestreitet, kann es zur Vorstellung einer Liebe kommen, die zu einem Trostpflaster in den Nöten des Lebens wird, und damit das Lebensopfer des Sohnes Gottes als unnötig erscheinen läßt. Die Verkleinerung der menschlichen Gottesferne führt dann eben zu den eben geschilderten Abstrichen von der Liebe Gottes, die eigentlich gar nicht zum Kreuzesopfer Jesu hätte führen müssen. Doch gerade erst im Kreuzesopofer Jesu wird die Liebe Gottes für die Notwendigkeit der Lebensrettung des Menschen erkennbar und zeigt das totale Verlorensein des Menschen. Denn der Mensch ist nicht bloß ein Lebewesen wie die Tiere und Planzen, sondern die Kopie des Ebenbildes Gottes, das Jesus Christus ist. Da geht es nur um alles oder nichts. Es nützt auch nichts, wenn man mit dem Hinweis auf Jakob Böhme (Steinacker) den Anfang aller Widersprüche in einer polaren Spannung in Gott selbst sucht und ihn so zum Ursprung aller Konflikte und Nöte, und damit auch des Bösen macht, ohne daß er das allerdings so direkt hatte sagen wollen. Jedenfalls bleibt Kirchenpräsident Steinacker die Antwort schuldig, wie „das Böse“ ohne „den Bösen“ überhaupt existieren könne. Denn es gibt keinen frei schwebenden Geist ohne die Zugehörigkeit zu einer Person, und letztlich meint der Kirchenpräsident, daß uns der Ursprung des Bösen verschlossen bliebe. Es wäre jedoch zu schön, um wahr zu sein, denn es ist ja nun einmal in dem „altbösen Feind“ da und zeugt von einer großen Intelligenz und Raffinesse, dem Gott einmal die Freiheit des Willens gegeben hatte; aber offensichtlich erledigt es sich nicht von selbst, sondern bedarf des Eingreifens der Macht Gottes.
Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat!

12.06.08

Permalink 00:19:06, von WinfriedSchloth E-Mail , 1657 Wörter   German (DE)
Kategorien: Bibel

Durchblick Nr. 10: Das Tausendjährige Reich

Link: http://blog.biblipedia.de/index.php/lebenslauf-von-winfried-schloth?blog=12

Der Apostelschüler und Bischof von Hierapolis Papias gilt als der Begründer des frühchristlichen „Chiliasmus“, der paradiesischen Lehre vom Tausendjährigen Reich, der dann viele alte Kirchenlehrer gefolgt sind, die dann erst durch den Kirchenvater Augustinus (354-430) überwunden wurde, dem wiederum Martin Luther als Augustinermönch gefolgt ist, und daher der Vorbehalt gegen den Chiliasmus in den evangelischen und katholischen Kirchen. Ausgehend von der Offenbarung des Johannes in Kapitel 20, 1-6 wurde die Wiederkunft Christi und seine tausendjärige Herrschaft auf der Erde als eine Zeit irdischer Freuden mit einem paradiesischen Überfluß ausgemalt, was besonders in Verfolgungszeiten ein Trost zu sein schien.
Nach Adolf Schlatters Auslegung der Offenbarung umfaßt sie die Zeit des Römischen, christlichen Reiches bis zum Ende. Das berührt sich mit den Worten des Paulus: „Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter eure Füße treten in Kürze,“ schreibt er an die Gemeinde in Rom, (Römer 16, 20). Damit ist das römische Friedensreich gemeint, die „pax romana“ unter Kaiser Octavian Augustus und seinen Nachfolgern, wie es dann endgültig unter Kaiser Konstantin geschehen ist. Dem Einwand, daß das Gebundensein des Satans noch nicht erfolgt sei, da die Erde noch mit der Herrschaft des Bösen erfüllt ist, kann man entgegenhalten, daß von einer von der Sünde befreiten Menschheit und einem Gebundensein der Dämonen in der Offenbarung nicht die Rede ist und diese noch weiter ihr Unwesen treiben können. Doch der zentrale Widerstand gegen das Evangelium ist mit dem Gebundensein des Satans weltweit ausgeschaltet, da die Bosheit der gottfeindlichen Mächte und Gewalten in den Staaten der Erde vor der Herrschaft Christi zerbricht: Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat, sang Inge Brück im Berliner Olympia-Stadion 1981 mit Volkhard Spitzer. „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.“ (Matthäus 28, 18). Himmelfahrt Christi heißt eben gerade dies, daß das Reich Gottes, und damit die Herrschaft Gottes, gekommen ist (Markus 1, 15). Nun aber versuchen die Israel-Erwartungsträger, alle Endzeiterwartungen mit der irdischen Stadt Jerusalem und dem Lande Israel zu verknüpfen, doch ist Gog der Fürst der außerhalb des Römischen Reiches an den 4 Enden der Erde wohnenden nichtchristlichen Völker (nach Hesekiel 38), der mit ihnen auf die „Breite der Erde“ (= römisches Reich, Europa) und vor die Gemeinde Gottes in der Stadt Jerusalem heranzieht, (es ist das geistliche Jerusalem!), nachdem das Tausendjährige Reich abgeschlossen ist (Schlatter, Offenbarung des Johannes, Seite 268). Es ist eine heikle Sache, in der heutigen Geschichte Israels das Tausendjährige Reich als ein sogenanntes „Vorreich“ in der Offenbarung des Johannes entdecken zu wollen, denn „Jerusalem“ steht für die christliche Gemeinde aus Juden und Heiden und nicht für Israel! Denn die Offenbarung des Johannes bietet einen anderen Zeitplan für die endzeitlichen Ereignisse. Der Teufel wird nach Offb. 20, 3 bereits vor diesem Endkampf für 1000 Jahre in den Abgrund geworfen und erst nach dem Endkampf mit Gog und Magog in den feurigen Pfuhl (20, 10), was die Israel-Gläubigen auf die alttestamentlichen Prophetien in Jesaja und Hesekiel mit den paradiesischen Verhältnissen in einem Tausendjährigen Reich auf der Erde verbinden. Sie übesehen dabei, daß das Reich Gottes nicht auf dieser Erde verwirklicht wird, sondern in einer neuen Schöpfung und in einer neuen Welt! Die Vorstellung von einem diesseitigen Tausendjährigen Reich widerspricht völlig dem christlichen Evangelium vom Reiche Gottes. Im Johannes-Evangelium sagt Jesus unmißverständlich zu Pilatus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt!“ (Joh. 18, 36). In einer materialistischen, geistlosen Umwelt bleiben die Vorstellungen in der Kirche am sichtbaren Bereich dieser Welt hängen: So wird aus der „Gerechtigkeit, dem Frieden und der Freude im heiligen Geist“ (Römer 14, 17) die „Gerechtigkeit, der Friede und die Bewahrung der Schöpfung“. Das zentrale Evangelium des Apostels Paulus wird so in eine diesseitige Hoffnung umgemünzt: Der Mensch nimmt seine Zukunft selbst in die Hand! Das ist dann auch nicht mehr so weit von der Auffassung des Islam entfernt, denn der Koran hat gerade die frühchristliche Vorstellung vom paradiesischen, Tausendjährigen Reich aufgegriffen und als Belohnung für die Gotteskrieger und Selbstmordattentäter an die Wolken gemalt. So driftet die heutige Theologie in Deutschland immer mehr in ein diesseitiges Christentum ab, und das heißt auch: was der Christ alles auf die Beine stellen muß, damit er überlebt und die nachfolgenden Generationen nicht eine zerstörte Umwelt vorfinden, in der sie nicht mehr überleben können. Diesem falschen Evangelium können die Christen nicht folgen. So verbindet sich auch mit einer diesseitigen Israel-Hoffnung in einem phantastischen Tausendjährigen Reich eine antichristliche Apokalypse, doch an Jesus Christus führt kein Weg vorbei! Die gegenwärtigen Chiliasten verknüpfen allerdings ihre Heilserwartung mit der Wiederherstellung Israels und mit der Wiederkunft Jesu, weniger allerdings mit einer Auferstehung der Toten, damit sie noch an das Tausendjährige Reich auf dieser Erde glauben können, denn sie denken nicht an die Erste Auferstehung, in der die Christen nicht die irdische Welt bevölkern werden, sondern den Himmel. Das kann man nicht erst in der Offenbarung des Johannes nachlesen (Offenbarung 20, 4), sondern bereits der Apostel Paulus schreibt von einer Ersten Auferstehung (1. Kor. 6, 2), in der die Christen die Welt richten werden, und in der ersten Abteilung (Taxis) unterscheidet er sie von den anderen Auferstandenen bei seiner Wiederkunft am Ende der Welt. (1. Kor. 15, 23). Daß Gott alle Toten auferweckt (Präsens), war die grundsätzliche Überzeugung des Apostels Paulus (2. Kor. 1, 9), wobei er zunächst an sich selbst gedacht haben dürfte, da er die Möglichkeit seines Martyriums vor Augen hatte. Deshalb möchte Paulus zur „Herausauferstehung“ (Exanástasis) aus den Toten“ gelangen (Philipper 3, 11), also nicht erst zur „Auferstehung der Toten“, sondern zu einer extra Auferstehung! In gleicher Weise kennzeichnet Paulus die wiedergeborenen Christen als Menschen, die aus Toten lebendig geworden sind (Römer 6, 13), und damit verbindet er die Vorstellung, daß sie natürlich beim Tode ihres Leibes auch lebendig bleiben werden; denn sie werden in der Wiedergeburt aus Wasser und Geist nicht lebendig gemacht, um dann zu sterben und nach ihrem Tode noch einmal lebendig gemacht zu werden! Denn die wiedergeborene Seele kann nicht mehr sterben, sondern lebt in Ewigkeit, weil sie ein Glied am Auferstehungsleibe Christi ist und bleibt. Gleicherweise sagt Jesus, daß die Jünger sich nicht vor dem leiblichen Tode zu fürchten brauchten, weil ihre Seele nicht getötet werden kann (Matthäus 10, 28 + Lukas 12, 4), was auf die anderen nicht zutrifft! Denn es geht nicht um die Unsterblichkeit der Seele, sondern um die Auferstehung und das Gericht, weil die Seele der Ungläubigen durchaus einmal in einem 2. Tode nach der 2. Auferstehung sterben kann. Auf Nummer Sicher gehen allein die Teilhaber an der ersten Auferstehung, und das sind die wiedergeborenen und geistgetauften Christen. Diese regieren zusammen mit Christus vom Himmel her im Tausendjährigen Reich vor seiner Wiederkunft über die die Erde, und erst nach dem Tausendjährigen Reich kommt Christus mit diesen bereits auferstandenen Heiligen vom Himmel auf die Erde zurück und hält das Endgericht über alle Welt. Die Herrschaft Christi und seiner Heiligen im Tausendjährigen Reich über die Erde sieht freilich anders aus, als es sich die ersten Christen mit Bischof Papias vorgesetellt haben, und auch heute verbinden die Chiliasten damit eine irdische, paradiesische Vorstellung. Sie wollen nicht einsehen, daß das Paradies nicht wieder auf dieser Erde stattfindet, sondern in einer neuen Welt! Denn Christus regiert vom Himmel her mit seinen Heiligen über die Erde, aber nicht auf der Erde! Dem scheinen die Zustände in dieser Welt zu widersprechen: Wie kann es soviel Hunger, Mord und Totschlag auf der Erde geben, wenn Christus über sie regiert? Christus als das Wort Gottes ist ausgezogen, um mit seinen Feinden zu streiten und den Frieden von der Erde zu nehmen (Offenbarung 6, 1 + 19, 11-16). Das ist freilich ein anderes Tausendjähriges Reich, als es sich manche vorstellen. Das ist nicht der „süße Herr Jesus“, der auf der Erde alles wieder in Ordnung bringt! Denn der biblische Jesus ist nicht gekommen, um den Frieden zu bringen, sondern das Schwert! (Matthäus 10, 34-37). In diesem Sinne haben wir das Tausendjährige Reich zu verstehen! Die Regierungsarbeit Jesu und seiner Heiligen im Tausendjährigen Reich besteht darin, vom Himmel her dem Evangelium eine offene Tür in den Herzen der Menschen zu verschaffen. Offenbar ist das gerade jetzt im kommunistischen China, in vielen Staaten Asiens, Afrikas und Südamerikas der Fall. Wir leben in einer Ausbreitung des Reiches Gottes auf der Erde, wie es das zahlenmäßig so noch nie gegeben hat! Sogar in den islamischen Ländern beginnen viele Menschen, über das Internet nach dem Evangelium zu fragen, und Jesus erscheint ihnen im Traum und veranlaßt sie, gegen den Widerstand ihrer eigenen Familie Christen zu werden. Wir fragen allerdings: Was wird aus Deutschland und Europa? Wir dürfen nicht vergessen, daß die Menschen hier das Evangelium von sich gestoßen haben und noch immer weiter verachten. Das wird sie noch teuer zu stehen kommen. Denn wozu hat Martin Luther die Bibel übersetzt, wenn sie nur von ganz wenigen gelesen wird und es keinen Bibelunterricht mehr in der Schule für Christen, Juden und Mohammedaner gibt?, und wozu hat er das Evangelium wiederentdeckt, wenn kaum jemand ewas davon wissen will und das Krankenhauspersonal zusammen mit den Ärzten, und alle öffentlichen Verwaltungen nicht mit einem Gebet beginnen? Da können wir nur zittern und sagen: Herr, erbarme dich! Denn die Frohe Botschaft des Evangeliums ist nicht dazu da, daß man sie verachten kann! Was den Zeitfaktor des Tausendjährigen Reiches angeht, so ist die irdische Zeit etwas anderes als die himmlische Gleichzeitigkeit! Der Engel mit dem Büchlein schwor bei dem Lebendigen, daß es keine Zeit mehr geben wird (Offenbarung 10, 6). Das geschah zur irdischen Zeit dieses Johannes auf der Insel Patmos! Wir leben also heute bereits in der Zeitlosigkeit der letzten Etappe kurz vor der Wiederkunft Jesu und am Ende des Tausendjährigen Reiches. Es spricht, der dieses bezeugt (Offenbarung 22, 20): Ja, ich komme schnell! Amen, komm Herr Jesus!

20.04.08

Permalink 00:38:51, von WinfriedSchloth E-Mail , 833 Wörter   German (DE)
Kategorien: Bibel

Durchblick Nr. 6: Geistestaufe unter anderem Namen bei Paulus

Link: http://blog.biblipedia.de/index.php/lebenslauf-von-winfried-schloth?blog=12

Daß Menschen durch den Ruf zum Glauben an Jesus Christus und durch die Umkehr zum Glauben an ihn Christen werden, und dann auch noch auf den Namen Jesu Christi getauft werden müssen, ist die Zielvorgabe der Taufvorstellung von Gerhard Hörster (Theologie des Neuen Testaments, Studienbuch, Seite 247). Davon abgesehen,daß ein “Glauben an Jesus Christus“ und eine „Taufe auf den Namen Jesu Christi“ völlig unbiblische Ansatzpunkte sind, die das ganze Verständnis des Glaubens und der Taufe auf ein falsches Gleis verschieben, wundert sich Hörster darüber, daß der Apostel Paulus in seinen Briefen nirgendwo eine Tauflehre entfalten mußte, da das für ihn selbstverständlich gewesen wäre (Seite 248). Da muß man sich freilich wundern, daß ausgerechnet das Christwerden beim Völkkerapostel Paulus so ganz selbstverständlich gewesen sein sollte! Viel eher erscheint es wahrscheinlich, daß Hörster die biblische Perspektive verloren hat; denn nicht die Wassertaufe ist das „Siegel“ für den Glauben , (so in der apokryphen Schrift der „Similitudines“ des Hirten des Hermas, sondern die Geistestaufe ist das Siegel für die Wassertaufe, während es um des Glauben des Jesus Christus geht, oder um den Glauben, der in Christus Jesus ist, und nicht so vorschnell um einen Glauben „an“ Jesus Christus, was Luther eingeführt hat. Zwar können die formalen Ausleger darauf hinweisen, daß sich Paulus immer auf die Wassertaufe zu beziehen scheint, wenn er von der Taufe spricht, während seine Glaubensverkündigung davon abgehoben erscheint, doch ist das lediglich eine Frage der Terminologie. Denn Paulus benutzt den Begriff der „Geistestaufe“ nicht, aber er hat dafür eine Reihe anderer Begriffe: „den Geist haben“, „den Geist trinken“, „geheiligt in Christus Jesus“, „die Heiligen“, „die Geheiligten“, „den Geist des Glaubens haben“, oder „in Christus sein“. Besonders dieser letzte Ausdruck ist eine Bezeichnung für den geistgetauften Christen, wobei es einen nicht geistgetauften Christen überhaupt nicht gibt! Wollte man jedoch die Aussagen des Paulus wörtlich verstehen, dann spricht er eben in Römer 6,3 und in Galater 3, 27 von einer „Taufe in Christus hinein“. Dabei muß man sich allerdings von der festgelegten Vorstellung der Taufe als einer Wassertaufe trennen, denn der Begriff hatte im damaligen Sprachgebrauch eine viel weitere Bedeutung im Sinne von überfluten, versenken, untergehen oder eintauchen, und mußte sich keineswegs auf ein Eintauchen im Wasser beziehen! Geht man davon aus, daß Paulus nicht allein von einer übernatürlichen Lebensquelle geredet hat, sondern sie „in Christus‘“ tatsächlich erlebt und verkündigt hat, dann kann man verstehen, daß ein Mensch in diese Lebenswirklichkeit des Christus tatsächlich und buchstäblich hineingetaucht werden kann, und nicht bloß „sakramental“ durch die Wassertaufe! Wie ganz selbstverständlich die Ausleger die beiden angeführten Stellen auf die Wassertaufe beziehen, so kann man genauso gut alle anderen Stellen auf die Taufe „in Christus hinein“ beziehen! Das führt in jedem Fall weiter, denn mit einer „Taufe in Christus“ gewinnen wir unmittelbar den Begriff der Geistestaufe bei Paulus wieder zurück, da „Christus“ direkt für den heiligen Geist steht, und weiter auch für „Herr“ (vergleiche den synonymen Sprachgebrauch von „heiliger Geist“, „Geist Gottes“ und „Geist Christi“ in Römer 8, 9 -11. Das ergänzt sich auch mit anderen Stellen, daß der „Herr“ der „Geist“ ist (2. Kor. 3, 18), und daß der „letzte Adam“ (= Christus Jesus) zum „lebendigmachenden Geist“ wurde (1. Kor. 15, 45). Damit ist die Identität von Christus, heiligem Geist, Herr und Geist Gottes ausgesagt. Denn wir kennen als Christen den Herrn nicht mehr nach dem Fleisch, sondern allein nach dem Geist! (2. Kor. 5, 16). Das „kennen“ ist ebenfalls ein geistiger Ausdruck und meint die persönliche Gemeinschaft des menschlichen Geistes mit dem heiligen Geist des auferstandenen Herrn. Somit kommt es auf die entscheidende Frage an: Wie empfängt jemand den heiligen Geist oder die „Geistestaufe“? In Galater 3, 5 sagt es Paulus: aus dem Hören der Glaubenspredigt! Ebenso verweist die Frage auf 1. Kor. 4, 15, daß der Ursprung der Geistestaufe das von Paulus verkündigte Evangelium ist. Das Evangelium jedoch ist die Predigt vom Kreuz Christi als der Beweis für die totale Ohnmacht des Menschen, etwas zu seiner Errettung beitragen zu können. Dieses zu erkennen führt an den Punkt der Geistestaufe und läßt Jesus Christus persönlich erkennen, was wiederum in seine Auferstehungswirklichkeit hineinführt. Wer aber noch mit Eigenanteilen an der Erlösung hantiert, wird diese Erfahrung nicht machen! Denn dazu ist die geisterfüllte Predigt des Apostels Paulus, oder für uns heute: eines geisterfüllten Evangelisten nötig. Denn gerade darin besteht die Wirkung einer derartigen Predigt, daß es zu einer Offenbarung des Menschen-Unmöglichen kommt, das allein Gott im Kreuz seines Sohnes schaffen konnte. Wenn es zu dieser geisterfüllten Offenbarung durch die Predigt nicht kommt, bleibt der ganze Bekehrungsvorgang in einem religiösen Bemühen stecken und wird mühsam anstatt befreiend. Denn es geht nicht um einen brillanten Redestil, sondern um einen geisterfüllten Offenbarungsakt. So konnte der Apostel Paulus zum Vater seiner Gemeinden werden, die er durch seine Predigt vom Kreuz Christi gezeugt hat (1. Kor. 4, 15).

07.04.08

Permalink 00:37:04, von WinfriedSchloth E-Mail , 1720 Wörter   German (DE)
Kategorien: Bibel

Durchblick Nr. 5: In Christus durch die Geistestaufe

Link: http://blog.biblipedia.de/index.php/lebenslauf-von-winfried-schloth?blog=12

Es gibt einen wesentlichen Gesichtspunkt des Glaubens: Es ist der Glaube des Jesus Christus (genitivus subjectivus) und nicht, wie Luther als erster übersetzt hat: Glaube an Jesus Christus (genitivus objectivus), und alle Übersetzer nach Luther, auch die Katholiken, haben das bis heute nachgemacht. Dadurch ist ein ganz anderes Glaubensverständnis entstanden, wenngleich ist viele gibt, die durchaus erkennen, daß es um den Glauben des Jesus Christus geht und nicht um den menschlichen Glauben an ihn, wenngleich er am Anfang auch notwendig ist, (aus Glauben in Glauben, Römer 1, 17 und Römer 3, 21-22). Damit hängt wiederum zusammen die Rechtfertigung aus dem Glauben, und die meisten verstehen sie vermeintlich als eine Rechtfertigung aus ihrem menschlichen Glauben, wenngleich manche ihn auch als ein Werk des heiligen Geistes ansehen. Aber Jesus ist der Gerechte, der die Gebote Gottes perfekt erfüllt hat und nicht wir, und in ihm und in seinem Glauben sind dann nachfolgend auch wir gerecht. So hängt auch das heutige Rechtfertigungverständnis an einem falschen Glaubensverständnis und verschafft dem Menschen die Illusion, daß er mit seinem Glauben nun vor Gott gerecht sei. Die meisten protestantischen Kirchen glauben das praktisch! Aber erst, wenn wir in Christus sind, dann sind wir im heiligen Geist, weil wir in ihn hinein getauft (versenkt) worden sind. Die Frage nach Römer 6, 3 ist in diesem Zusammenhang zu verstehen: Wir sind in Christus hineingetauft worden, und von einer Taufe in das Wasser hinein ist da gar nicht die Rede! Deshalb sagt Jesus auch in Johannes 3, 5: wiedergeboren aus Wasser und Geist, also nicht aus dem Taufwasser allein, was auch wichtig ist zur Vergebung der Sünden und zur Reue und Buße, wie in der Johannes-Taufe, sondern es heißt dann auch: wiedergeboren aus dem Geist. Das ist dann die Geistestaufe. Darauf kommt es an! Dann ist man in Christus, vorher nicht! auch wenn man schon an Jesus glaubt. Das ist ein riesengroßer Unterschied. Aber Gott sei Dank: Er tauft alle seine auserwählten Kinder mit dem heiligen Geist, wobei es ein Rätsel bleibt: wer ist auserwählt? Ich meine: "Wer sucht, der findet, wer anklopft, dem wird aufgetan, und wer bittet, der empfängt", wie Jesus sagt. Wenn aber der Wegweiser falsch orientiert, wie das die russischen Partisanen im letzten Krieg gemacht haben, indem sie den Wegweiser in die falsche Richtuung umstellten, dann konnten die deutschen Soldaten den richtigen Weg nicht finden, und ebenso kann man den christlichen Glauben in der Kirche nicht finden, wenn der Wegweiser falsch steht. Deshalb ist diese Frage nach dem richtigen Glaubensverständnis äußerst wichtig! Vor mir liegt meine Kopie des Buches "Glaube Jesu Christi und der christliche Glaube" von Johannes Haußleiter. Ein Beitrag zur Erklärung des Römerbriefes, 1891. und sein anderes Buch: "Was versteht Paulus unter christlichem Glauben? - eine Untersuchung der Formel . Er war Professor der Theologie in Greifswald, wo ich auch einmal studiert habe. Diesem Irrtum Luthers folgen heute auch die sogenannten Evangelikalen, die es eigentlich wissen könnten, wie es richtig heißen muß, aber die lutherische Tradition ist so festgefahren, daß sie da nicht herauskommen. Damit will ich wiederum nicht sagen, daß Luther nicht den geisterfüllten Glauben in Christus hatte, aber seine persönliche Glaubenserfahrung blieb der katholischen Tradition verhaftet. Er folgte seinem Griechisch-Lehrer Philipp Melanchthon, der die erste griechische Grammatik geschrieben hatte, und dieser folgte Luther in seinen Übersetzungen. Wir sollten uns aber hüten, mit den Lutheranern zu streiten, denn da kommt nichts bei heraus! Denn immerhin halten sie an wichtigen Aussagen in der Heiligen Schrift fest! Aber man kann auch verstehen warum die Pfingst-Gemeinden in der Welt am schnellsten und am meisten wachsen, und nicht die Lutheraner.
Der Völker-Apostel Paulus, (also auch derApostel der Deutschen!), verkündete auf dem Areopag in Athen: "Damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl berühren und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir." (Apostelgeschichte 17, 27). An diese Bibelstelle muß ich denken, wenn ich von der Geistestaufe schreibe. Bei der Verkündigung des Evangeliums geht es also nicht bloß um eine richtige Sach-Information, auch wenn sie wichtig und notwendig ist, sondern es geht um ein "berühren" und "finden"! So finde ich es richtig und wichtig, daß man in seinen Gebeten den Herrn sucht, und das ist Jesus Christus im heiligen Geist! Denn wir kennen den Herrn nicht mehr nach dem Fleisch (2. Korinther 5, 16). Das ist wichtig zu verstehen, weil es in der orthodoxen und katholischen Kirche Bilder gibt, die Christus darstellen sollen und die sogar verehrt werden. Das ist alles ein fundamentaler Irrtum, auch das Grabtuch von Turin, ob es nun echt ist oder nicht echt ist, das spielt gar keine Rolle, denn darum geht es überhaupt nicht! Es geht um den Herrn Jesus Christus im Geist, und das ist die Geistestaufe. Deshalb ist es auch ein traditioneller Irrtum, an einen palästinischen Wanderprediger Jesus von Nazareth zu glauben, was viele Evangelikale für den christlichen Glauben halten. Das fängt schon im Kindergarten und in den Kinderbüchern mit den biblischen Geschichten an, wo ihnen die Bilder von Jesus vor die Augen gehalten werden, während in China und Indien bereits unmündige Kinder ganz unkompliziert mit dem heiligen Geist getauft werden. Doch das evangelikale Christentum bei uns ist nur die Vorstufe des Glaubens, aber noch nicht der christliche Glaube selbst! Später, wenn die Kinder älter geworden sind, ordnen sie diese Geschichten dann häufig unter ihren Märchenbüchern ein und halten sie auch für Märchen, und vielleicht für schöne Legenden, und das nicht zuletzt auch bei erwachsenen Theologen! Aber wie gesagt: das ist nicht das Evangelium, das den Vorgläubigen eine Berührung und ein reales Finden des Auferstandenen vermittelt, damit sie zu Vollgläubigen werden könnten, die mit und in dem Glauben des Auferstandenen und Lebendigen selbst glauben. Mit diesem Glauben kann man nicht mehr zweifeln! Das verstehen viele Vorgläubige mit ihrem Glauben an Jesus nicht und kommen deshalb aus dem Zweifeln nicht mehr heraus. In der alten Backstein-Kirche in Parchim (Mecklenburg) steht eine Skulptur von dem Bildhauer Ernst Barlach (?) mit der Unterschrift: Der Zweifler, und dieser Zweifel wird heute in der ganzen Theologie ganz groß geschrieben, weil Theologen meinen, daß der Zweifel zum christlichen Glauben mit dazu gehört. So kommt aus dem einen Irrtum immer wieder ein neuer Irrtum zustande. Wir müssen beim Glaubensverständnis wieder direkt beim Apostel Paulus und in seinen Briefen anfangen, denn das sind die ältesten Teile des Neuen Testaments, nicht die sogenannten "Evangelien". Wenn ich morgens nach meiner Bibellektüre bete, (und gehe dann im Zimmer umher), dann rühme und lobe ich den Namen Jesus Christus und bekenne: "Herr ist Jesus Christus" (Philipper 2, 11), das älteste und grundlegendste Glaubensbekenntnis der christlichen Kirche. Denn der "Herr" ist der "Geist" (2. Korinther 3, 17). Es gibt auch noch andere Bibel-Stellen! Der Gekreuzigte hat eine neue Identität bekommen, nämlich die Identität des Auferstandenen. Das ist der Herr Jesus Christus im heiligen Geist. Es ist klar, daß man sich von diesem Jesus in der Herrlichkeit kein Bild machen kann, und auch nicht machen soll. Diesen Jesus versuche ich im Gebet zu berühren und zu finden, und ich rühme das Blut Jesu und bete seinen heiligen Namen an, davon abgesehen, daß ich auch für meine Lieben und Freunde bete und meine Feinde segne. In aller Schwachheit: ich versuche es. Wir sind auf dem richtigen Weg!
Folglich kommt der Glaube aus der Predigt, die Predigt aber durch das Reden Christi (Römer 10, 17). Da haben wir es wieder: Nach dem Verständnis des Paulus ist Christus der Herr im heiligen Geist. Es geht also nicht bloß um das Anhören einer Predigt, sondern daß der heilige Geist durch den Apostel (oder Evangelisten) redet und den glaubenden Hörer erfüllt. So also kommt der Glaube des Jesus Christus in den glaubenden Zuhörer hinein und macht ihn zu einem in Wahrheit Gläubigen und geistgetauften, wiedergeborenen Christen! (wahrscheinlich in Verbindung mit einer Handauflegung). Dazu sah sich der Apostel Paulus gesandt! Denn wenn nicht Christus selbst im heiligen Geist durch den Evangelisten oder Apostel redet, dann passiert überhaupt nichts in dem Predigthörer. Oft wird dieses Reden des heiligen Geistes als Salbung bezeichnet, weil durch eine derart gesalbte Predigt der heilige Geist auf den Hörer übertragen wird. Der Zusamenhang umgreift aber noch mehr: Er macht auch deutlich, wie es zu einer Berufung und Auserwählung durch Gott kommt. Denn wenn jemand diesen Ruf Gottes durch den Apostel (oder Evangelisten) nicht hört, so kann er freilich gar nicht zum Glauben kommen! Die Berufung durch Gott vollzieht sich also durch die geistgesalbte Predigt an den persönlich angesprochenen Hörer. Allerdings steht damit der Apostel selbst (und der geisterfüllte Evangelist) in einer großen Verantwortung vor Gott, denn wenn er das Predigen unterlassen würde, vielleicht auch nur für einen Menschen, dann würde dieser Mensch nicht zum Heil berufen werden können. Denn der Verkündiger des Evangeliums steht stellvertretend für Gott, der durch ihn handelt. Das untercheidet dannn auch einen geisterfüllten Evangelisten von einem kirchlichen Sonntagsredner. Man möchte hoffen, daß der heilige Geist auch über das menschliche Unvermögen hinaus seinen Berufungsauftrag ausführt, wo und wann es Gott gefällt. Doch das ist Gottes Sache, aber wir Menschen stehen in der Pflicht des Glaubens, den der Herr in Christus hat. So kann man diesen heiligen Geist in Christus dem Apostel oder Evangelisten nicht abkaufen, wie das der Magier Simon bei Petrus versucht hat (Apostelgeschichte 8, 20). Denn der heilige Geist als die Gabe Gottes kann nicht gekauft werden, sondern steht in der Verfügungsgewalt Gottes, der sie freilich jedem geben will, der sich ehrlichen Herzens berufen läßt. Insofern schaut Gott auf jeden einzelnen, ob er ehrlichen Herzens bereit ist, den heiligen Geist im Glauben Jesu Christi anzunehmen. Die Auserwählung zum Heil hängt also auch wesentlich von der Bereitschaft des Menschen ab, Jesus Christus in seinem Leben aufzunehmen, aber bitte: nicht einen Glauben an den irdischen Jesus Christus, sondern einen Jesus Christus im heiligen Geist hier und heute! Eine sogenannte Lebensübergabe oder
Bekehrung zu dem Herrn Jesus muß von Gott mit der Erfüllung des heiligen Geistes bestätigt werden.

Permalink 00:20:10, von WinfriedSchloth E-Mail , 1657 Wörter   German (DE)
Kategorien: Bibel

Durchblick Nr. 4: Taufe auf das Evangelium

Link: http://blog.biblipedia.de/index.php/lebenslauf-von-winfried-schloth?blog=12

Da der Apostel Paulus kaum getauft hat, so fragt man sich: Hat er bei den unzähligen Taufen bloß zugeguckt? Denn Christus hat ihn nicht gesandt zu taufen, sondern zu evangelisieren (1. Kor. 1, 17). Doch ging es ihm sicher um mehr als in einer Evangelisation von Billy Graham, der zu einer Bekehrung aufrief, sondern um Anteilnahme an Tod und Auferstehung Christi, wozu freilich auch eine klare Verkündigung des Heilswerkes Christi gehörte. Aber es ging um mehr: Denn im Apostel wirkte der, der ihn gesandt hatte: Jesus Christus, und der war gegenwärtig im heiligen Geist. Geist Christi, Geist Gottes und heiliger Geist sind bei Paulus austauschbare Begriffe, ja mehr noch: sie sind identisch mit Christus selbst. Christus kennen lernen, heißt also nichts anderes, als den heiligen Geist kennen lernen! Es geht nicht darum, sich Christus als einen palästinischen Wanderprediger vorzustellen und dann an ihn zu glauben, sondern es geht um die Begegnung mit dem Auferstandenen selbst, der in den Gläubigen Wohnung nehmen will! Es geht um die Geisterfüllung mit dem Geist Christi, oder mit einem anderen Begriff: es geht um die Geistestaufe. Wenn die nicht stattfindet, dann ist der Gläubige auch noch kein Christ! So hält es Paulus für möglich, daß es in der römischen Gemeinde Gläubige geben könnte, die den Geist Christi nicht haben (Röm. 8, 9). Daß Paulus den Herrn Christus kennen gelernt hat, bevollmächtigte ihn dazu, das Evangelium zu verkündigen, obwohl er keineswegs zu den ersten Zeugen der Auferstehung gehörte. Aber als späterer Zeuge, der dem lebendigen Christus in seinem Damaskuserlebnis begegnet war, und auch noch danach, war er autorisiert, den Herrn als Auferstandenen zu verkündigen, so daß sich in seiner Verkündigung der Auferstandene selbst durch den Apostel den Gläubigen mitteilte. Das heißt für die Aufgabe des Evangelisierens: Es ist unbedingt für den Evangelisten notwendig, mit dem Herrn Christus in seiner Lichtherrlichkeit (Doxa) erfüllt zu sein, und eine Verkündigung ohne diese Geisterfüllung bleibt eine trockene Angelegenheit. Es geht also keineswegs nur um eine evangelikale Verkündigung nach Bibel und Bekenntnis, sondern um die Vermittlung des auferstandenen Herrn Christus an die Zuhörer selbst. In diesem Sinne war das Amt des Apostels nicht auf das Ostergeschehen beschränkt, sondern war ein weit verbreitetes Amt in den urchristlichen Gemeinden (Eph. 4, 11). Sie hatten damit ohne Zweifel auch das Amt der Verkündigung inne, was nicht heißt, daß die anderen Gemeindeglieder nicht vom Geist Christi erfüllt waren. Es geht also keineswegs um eine Bestätigung des Glaubens an das Evangelium durch die anschließende Wassertaufe, sondern um eine Vermittlung des Auferstandenen in der Geistestaufe, der mit seinem Glauben dem menschlichen Glauben der Taufbewerber eine neue Qualität verleiht. Ein Apostel wollte also nicht lediglich seinen Lehrstoff abhandeln, sondern er wollte vermitteln, wozu er selbst gelangt war: Christus im heiligen Geist! In diesem Sinne sollten wir uns den Apostel Paulus vorstellen, und alle weiteren Apostel und Evangelisten. Die Verkündigung des Evangeliums ist also zentral mit der Vermittlung des Auferstandenen in der Geistestaufe verbunden, und darin sah der Apostel Paulus ohne Zweifel seine eigentliche Aufgabe bei der Taufe, während er die Wassertaufe seinen Mitarbeitern überließ. An dieser urchristlichen Aufgabe sollten sich alle heutigen Prediger und Evangelisten messen lassen, doch wer wollte sich überhaupt so messen lassen? Denn die heutigen Gemeinden sind so festglegt und und durch die Eitelkeit der Leiter blockiert, daß sie meinen, mit ihrem Glauben und der Wassertaufe schon das Heil zu besitzen. Denn die meisten Ausleger verstehen unter „Taufe“ immer die Wassertaufe, merken aber gar nicht, daß davon in der Bibel überhaupt nicht die Rede ist! So heißt es in 1. Kor. 12, 13: „Denn wir sind alle in ein und denselben Geist getauft worden.“ Es geht also um die Taufe im heiligen Geist und nicht um die Wassertaufe! Denn man kann das Getauftwerden nicht so einfach auf das Wasser beziehen, weil das gar nicht dasteht! Das ist nur eine kirchlich dogmatische Schlußfolgerung, denn „taufen“ kann man auch in irgend ein anderes Medium hinein, wie eben in den Geist, oder in Christus hinein, da „taufen“ im Profangriechischen schlicht „untertauchen oder „versenken“ heißt, aber kein Begriff ausschließlich für die Wassertaufe ist! Sonst wird einfach der Wortlaut des biblischen Textes verändert, weil es ganz ähnlich in Galater 3, 27 heißt: “Ihr seid alle in Christus hineingetauft“, oder in Römer 6, 3: „wieviele wir in Christus hineingetauft sind“. Wenn sich der Dogmengläubige das nicht vorstellen kann, dann ist das freilich sein eigenes Problem, und nicht das Problem des Bibeltextes! Die paulinische Standardformel „in Christus“ ist daher ganz einfach zu verstehen: Das sind Gläubige, die „in Christus hinein getauft worden sind“! Irreführend ist es auf jeden Fall, die Gemeinde im Gottesdienst zur Verlesung des sogenannten „Evangeliums“ aufstehen zu lassen, weil ihnen damit suggeriert wird, daß sie nun das Evangelium hören! Doch ist es in jedem Fall ein anderes Evangelium als das des Apostels Paulus, weil es erst einmal gar nicht in der Bibel steht, sondern auf einem späteren Zusatz zurückgeht, da die Überschrift über den Lebensberichten Jesu nur einfach heißt: nach Matthäus, nach Markus, nach Lukas und nach Johannes, die allesamt viel jünger sind als die älteren Briefe des Apostels Paulus. Die inhaltliche Fehlanzeige der sogenannten „Evangelien“ besteht dagegen hauptsächlich darin, daß Jesus noch nicht gestorben und auferstanden war, was die inhaltlichen Eckpfeiler des Evangeliums sind. Denn gerade daran sollten die Gläubigen ja erst noch Anteil bekommen. Dagegen schrieben die späteren sogenannten Evangelienschreiber aus ihrer zurückliegenden urchristlichen Tradition heraus. Aber auch dann, wenn diese Lebensberichte des Jesus von Nazareth keine „Evangelien“ sind, überliefern sie doch das Wort Gottes. So sind nicht die Texte dieser Lebensberichte in Zweifel zu ziehen, sondern ihre Bezeichnung als „Evangelien“. Daher bleibt es eine offene Frage, ob es sich bei dieser Umbenennung um ein „anderes Evangelium“ handelt, auf dem der doppelte Todesfluch des Apostels Paulus lastet (Gal. 1, 8+9). Diese Überlegung ist deshalb naheliegend, weil sich durch die falsche Bezeichnung “Evangelium“ ein falsches Verständnis vom Evangelium herausgebildet hat. Danach soll es vorrangig darum gehen, daß die Worte Jesu den Hörern so dargeboten werden, daß sie daran glauben sollen und das dann als einen Glauben an das Evangelium mißverstehen. Sie kommen daher nicht mehr auf den Gedanken, daß es bei dem Evangelium um etwas ganz anderes geht, nämlich um die Geistestaufe, durch die Jesus Christus in ihnen Wohnung nimmt, um sie mit seinem Glauben, und der Rechtfertigung aus diesem Glauben, heraus zu erfüllen. Denn der Glaube an die Worte und Person Jesu sind noch nicht der christliche Glaube und vermittelt noch nicht die Rechtfertigung in Christus. Das geschieht erst durch die Erfüllung mit Christus im heiligen Geist. Insofern kommt durch ein falsches Evangeliumsverständnis ein falsches Glaubensverständnis zustande und eine falsche Auffassung vom christlichen Glauben.
Die notwendige Frage muß deshalb lauten: Was muß geschehen, damit Menschen Anteil am christlichen Glauben gewinnen? Dazu bleibt als Ausgangpunkt bestehen: Der göttliche Glaube des Jesus Christus ist nicht der menschliche Glaube an Jesus Christus. Denn erst der Glaube des Jesus Christus ist der rechtfertigende Glaube, der in Christus ist. Es ist ein Irrtum, daß man durch die Wassertaufe in Christus hinein versetzt werden soll, sondern das geschieht durch die Taufe in Christus hinein! Die Wassertaufe hat eine vorbereitende Funktion zur Vergebung der Sünden, was notwendig ist, um die Sünden bereuen und Buße tun zu können. Denn zu einer ehrlichen Reue und Buße ist der natürliche Mensch gar nicht in der Lage, sondern er wird erst dazu fähig durch das Hören der Worte des Evangeliums des Paulus, daß der Mensch nichts Gutes tun und vor Gott nicht bestehen kann. Davon muß ihn erst die Predigt durch den heiligen Geist im Evangelisten überführen. Dann wird der Hörer in seinem Inneren getroffen und erkennt, daß er absolut nichts taugt! Davon kann ihn kein menschlicher Redner überzeugen! Dann erst kann er ehrlichen Herzens Buße tun und daraufhin mit dem heiligen Geist erfüllt werden, so daß er sodann in Christus ist. Dieses als menschliche Methode ausüben zu wollen hieße nichts anderes, als die Arbeit des heiligen Geistes übernehmen zu wollen. Was der Evangelist tun kann und tun muß, ist, daß er selbst mit dem Geist erfült sein muß und das Wort Gottes lauter und rein verkündigt. Was die Kinder und einfältigen Menchen angeht, so haben sie einen leichten Zugang zum christlichen Glauben, sofern ihr Gehirn nicht von elektronischem Medienspielzeug venebelt ist. Zwar haben grundsätzlich gesehen auch die Erwachsenen denselben Zugang zum Evangelium, weil es für alle Menschen da ist, doch stehen sie der Wahrheit mit ihrem selbstgefälligen Ich im Wege, was bei den Kindern noch nicht so ausgeprägt ist. Denn um dieses Ich herum bildet sich mit der Zeit eine harte Schale von schlechten Gewohnheiten, die der Gnade im Wege stehen. Deshalb fällt es ihnen schwerer als den Kindern, Reue zu empfinden und Buße zu tun. In dieser Schale behauptet der von Gott abgefallene Mensch sein autonomes Ich, das er unbedingt festhalten will. Da muß der „Nußknacker“ der Gnade mit dem gehörten göttlichen Wort kommen, um in den Menschen eindringen zu können, und das ist für den autonomen Menschen nicht angenehm. Aber wenn das gechehen ist, dann wird der Person-Kern aus Toten lebendig, wird wiedergeboren und fängt an zu wachsen. Wie leicht haben es dagegen die Kinder mit einem dünnen Ich-Bewußtsein! Da können die Worte des Lebens ganz schnell eindringen, wenn ihnen nur jemand den Weg des Lebens in Christus zeigt! Denn schon in der Babytaufe wird ihnen der Weg zum Leben gebahnt durch die Vergebung ihrer Erbsünde und aller zukünftigen Sünden, wenn sie später die Gnade im Glauben festhalten und nicht fallen lassen.

26.03.08

Permalink 05:00:10, von wanderprediger E-Mail , 57 Wörter   German (DE)
Kategorien: Rick Warren: Leben mit Vision

Woche 13: Anbetung, die Gott gefällt

Link: http://www.kirche-mit-vision.de/index.php?id=108

Bibelvers für heute: Markus 12,30
"und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstande (O. Gemüt) und aus deiner ganzen Kraft."
Eine Frage zum Nachdenken:
Was macht Gott mehr Freude, meine öffentliche Anbetung oder meine private Anbetung? Was werde ich konkret verändern?

19.03.08

Permalink 05:00:10, von wanderprediger E-Mail , 31 Wörter   German (DE)
Kategorien: Rick Warren: Leben mit Vision

Woche 12: Die Freundschaft mit Gott vertiefen

Link: http://www.kirche-mit-vision.de/index.php?id=108

Bibelvers für heute: Jakobus 4,8
"Nahet euch Gott, und er wird sich euch nahen."
Eine Frage zum Nachdenken:
Welche praktischen Schritte will ich heute gehen, um Gott näher zu kommen?

12.03.08

Permalink 05:00:10, von wanderprediger E-Mail , 57 Wörter   German (DE)
Kategorien: Rick Warren: Leben mit Vision

Woche 11: Gottes bester Freund sein

Link: http://www.kirche-mit-vision.de/index.php?id=108

Bibelvers für heute: Römer 5,10
"wenn wir, da wir Feinde waren, mit Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, viel mehr werden wir, da wir versöhnt sind, durch sein Leben gerettet werden."
Eine Frage zum Nachdenken:
Wie kann ich mich selbst daran erinnern, im Verlauf des Tages häufiger mit Gott zu reden?

05.03.08

Permalink 05:00:10, von wanderprediger E-Mail , 49 Wörter   German (DE)
Kategorien: Rick Warren: Leben mit Vision

Woche 10: Das Herz der Anbetung

Link: http://www.kirche-mit-vision.de/index.php?id=108

Bibelvers für heute: Römer 6,13
"auch nicht eure Glieder der Sünde dar zu Werkzeugen der Ungerechtigkeit, sondern stellet euch selbst Gott dar als Lebende aus den Toten, und eure Glieder Gott zu Werkzeugen der Gerechtigkeit."
Eine Frage zum Nachdenken:
Welchen Bereich meines Lebens enthalte ich Gott vor?

01.03.08

Permalink 23:28:12, von WinfriedSchloth E-Mail , 2432 Wörter   German (DE)
Kategorien: Gott

Leuchtfeuer Nr. 3: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was immer ihr vom Vater verlangt, das wird er euch in meinem Namen geben.

Link: http://blog.biblipedia.de/index.php/lebenslauf-von-winfried-schloth?blog=12

(Johannes 16, 23)
Bitten (oder verlangen) ist an die Bedingung geknüpft, daß es der Vater in seinem Namen geben wird. Das setzt wieder voraus, daß der Bittende in seinem Namen bittet. Das heißt, daß jemand in der Gemeinschaft mit seinem Namen bittet. Es geht also nicht bloß um die Formel: „Das bitten wir in dem Namen Jesu“, sondern es geht um das Bitten in der Gemeinschaft mit seinem Namen! Das ist die Gemeinschaft mit dem heiligen Geist, denn er ist der Name, der über allen Namen ist (Phil. 2, 9; 2. Mose 20, 7), die auch der Apostel Paulus in seinem Segensgruß der Gemeinde wünscht (2. Kor. 13, 13; Phil. 2, 1). Um diese Gemeinschaft geht es, und dazu muß man erst einmal in die Gemeinschaft mit dem heiligen Geist hineinkommen; das ist kein Selbstläufer! Das geschieht, wenn der heilige Geist in Ihnen ist, und Sie in ihm! Denn dann erst können Sie in der Gemeinschaft mit dem Glauben des Jesus Christus glauben. Die Gemeinschaft des Glaubens ist zunächst einmal die Gemeinschaft mit dem Glauben Jesu Christi, und dann erst die Gemeinschaft des gemeinsamen Glaubens untereinander, weil sie alle denselben einen Glauben Jesu Christi haben, (wenn sie ihn haben). Die Gemeinschaft mit dem heiligen Geist setzt den Glauben voraus, der in Christus Jesus ist. Nicht unser Glaube versetzt uns in Christus Jesus hinein, sondern erst, wenn wir in Christus Jesus sind, dann erst haben wir Anteil an dem Glauben des Jesus Christus und an seiner Gerechtigkeit, denn er ist der Gerechte, der aus seinem Glauben lebt, weil er auferstanden ist (Römer 1, 17), und der deshalb das Leben denen schenkt, die in ihm sind. Es führt zu einem Mißverständnis,wenn man meint, durch den eigenen Glauben ein Gerechter geworden zu sein. Gerade an dieser Frage hängt ja die ganze reformatorische Rechtfertigungslehre Martin Luthers: Glaube, und dann hast du! Nein, denn man muß erst einmal in Christus sein, um den Glauben zu haben und mit seinem Glauben gerecht werden zu können, denn aus unserem eigenen Glauben können wir nicht gerecht werden! Bevor man nach der Fahrschule und der besten Fahrprüfung Auto fahren kann, muß man erst einmal ein Auto haben! So ist es auch beim Gebet in Johannes 16, 23: Bevor man in seinem Namen beten kann, muß man erst einmal in seinem Namen sein! Der menschliche Glaube ist nicht das Zauberwort, um ein erhörliches Gebet zu sprechen, wenngleich Gott über Bitten und Verstehen hinaus alles tun kann, was er will. Das ist aber keine Rechtfertigung für ein falsches Glaubensverständnis! Denn was Luther unter „Glauben“ verstanden hat, unter dem er durchaus den von Gott geschenkten Glauben verstand, das haben seine Schüler und die späteren evangelischen Landeskirchen keineswegs so persönlich verstanden, oder höchsten theoretisch im Sinne der Lehre! aber real nicht alle! Zu diesem theologischen Mißverständnis ist Luther gekommen, weil er von seinem erfahrenen Glauben aus ganz allgemein den Glauben für alle definiert hat, was aber von den anderen praktisch nicht so nachvollzogen worden ist! Denn sie haben eben wieder bei „Adam und Eva“ angefangen. Indem Luther das Wort Gottes abänderte und den Begriff des Glaubens an Christus erstmalig einführte (Kluge, Ethymologisches Wörterbuch), das zum allgemeinen heutigen Verständnis geworden ist, dadurch hat er den biblischen Begriff des Glaubens in Christus inhaltlich verändert, an dem die Katholiken in ihrem Meß-Schott noch lange festgehalten haben, ohne freilich deshalb die „besseren“ Gläubigen zu sein. Wir allein können uns dessen getrösten, daß Gott weiterhin seine Wahrheit bei denen zum Erfolg führt, die die Wahrheit lieben. Sie werden die Wahrheit erkennen (2. Thess. 2, 10), und die Wahrheit wird sie freimachen (Joh. 8, 32). Aber für das biblische Verständnis ist es notwendig, zu den klaren Ausagen der Bibel zurückzufinden.
In seinem Namen zu beten, heißt also, in der Gemeinschaft mit Ihm zusammen in seinem Geist zu beten, sofern der Geist das eben tut, denn das ist die Voraussetzung. Das erkennt man in der Gemeinschaft mit dem Geist, und so kann man dann im Sinne des Geistes beten, ohne gleich drauflos zu beten. Bei dem Glauben in Christus Jesus geht es also nicht bloß um eine formale Richtigkeit, sondern um die wesenhafte Gemeinschaft mit dem Glauben, der in Christus Jesus ist. Dann wird der Herr den Schild des Glaubens „salben“, um seinem Worte Kraft zu geben und schaffen, daß unsere Freude vollkommen werde (Joh. 16, 24). Um weniger geht es also nicht, als darum, in Christus zu sein. Es kränkt den natürlichen Menschen, daß er den Zeitpunkt nicht selbst bestimmen kann, wenngleich er imstande ist, die Gaben Gottes sakramental in seinem Glauben zu empfangen, doch damit hat er sie noch keinesweg angenommen , sondern nur erst empfangen. Das griechische Wort „lambanoo“ (ich nehme an), kann nämlich beides bedeuten: empfangen und annehmen. Man kann hundertmal empfangen, ohne es anzunehmen! Darum muß man im Gebet „ringen“, und das ist das Ringen um die Wiedergeburt (Luk. 13, 24).
Wir müssen es dem Urteil Gottes überlassen, was aus den vielen wird, die gleichwohl den Glauben Jesu Christi in den verschiedenen Kirchen durch das Sakrament der Taufe empfangen haben, ohne ihn freilich persönlich angenommen zu haben. Da scheint es nicht so abwegig zu sein, von einem „Fegefeuer“ zu reden, um noch die in ihnen anhaftende Weltliebe wegzubrennen. Das kann für viele ein schmerzhafter Prozeß sein, ob noch in dieser Welt oder im Jenseits, obwohl er dem ewigen Verlorengehen in jedem Fall vorzuziehen ist: „Vollendet eure eigene Rettung mit Furcht und Zittern!“ (Philipper 2, 12), sagt Paulus, und „die nicht Buße getan haben für die Unreinigkeit und Hurerei und Unzucht, die sie getrieben haben“ (2. Kor. 12, 21). Denn auch der Apostel Paulus läßt dem Unzüchtigen in Korinth noch eine letzte Chance: „Damit sein Geist gerettet werde am Tage des Herrn“, nachdem ihn der Satan in dieser Welt durch die Verfluchung des Apostels Paulus an seinem Fleische gesundheitlich zu Grunde gerichtet hat.(1. Kor. 5, 5). Aber ganz allgemein muß eines jeden Werk durchs Feuer hindurch auf seine Beständigkeit geprüft werden und wird gegebenfalls verbrennen, wenn es nichts taugt: „Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen“ (1 Kor. 3, 13). Für Luther war der Gedanke an das Fegefeuer anstößig, weil er an den Ablaßhandel der katholischen Kirche dachte, den es noch bis heute gibt. Aber auch seine Rechtfertigungslehre schien ihn davon abzuhalten, dem Fegefeuer eine Bedeutung beizumessen, weil er meinte: Wer durch den Glauben gerecht ist, der ist gerecht! In keinem Fall jedoch sah Luther darin einen Freibrief für ein leichtfertiges Verhältnis zur Sünde. Denn an der Erneuerung des Bußsakraments in der Einzelbeichte nahm die Reformation ihren Anfang, als Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen über die Buße und den Ablaßhandel an die Tür der Schloßkirche zu Wittenberg schlug. Doch ist es an dem Beispiel des Unzüchtigen in Korinth denkbar, daß alle Sünden am Leibe des Christen auch noch körperlich von Gott geahndet werden, weil es sich bei dem Leibe um den Tempel des heiligen Geistes handelt (1. Kor. 3, 16-17). Das alles läßt Gott miteinander wachsen bis zum Gericht, und man muß abwarten und Buße tun, solange man noch auf dem Wege zum Richter ist. Wir müssen aber bedenken, daß der heilige Geist die aufrichtigen und kindlichen Menschen in ihrer Seele führt und leitet, daß sie doch noch auf dieser Erde zur Erkenntnis der Wahrheit kommen und wiedergeboren werden, ohne das vielleicht mit diesem Wort beschreiben zu können, oder weil sie die Prediger nicht auf der grünen Aue des Wortes Gottes geweidet und zum frischen Wasser geführt haben. Aber Gott ist es, der die Herzen und Nieren prüft (Psalm 7, 10; Jeremia 11, 20; 17, 10). So ist der Apostel Paulus in jedem Falle froh, daß nur Christus auf allerlei Weise verkündigt wird (Phil. 1, 18). Hermann Strathmann schreibt in NTD (Neues Testament Deutsch) zur Nikodemus-Geschichte im letzten Satz: „Indem sich die Gläubigen an ihn anschließen, wird auf sie übertragen, was er selber ist. Denn sie sind in ihm“ (Joh. 3, 15). Doch genau das bleibt eine bloße Behauptung und Wunschvorstellung, um überhaupt noch etwas verstehen zu können. Denn da sie sich ihm anschließen, was er offenbar unter „glauben“ versteht, damit sollen sie in ihm sein, (siehe auch ein paar Zeilen weiter oben). Das ist das gängige und allgemeine Mißverständnis. Man liest jedoch nicht bei ihm, daß sie durch den heiligen Geist in Christum hineinversetzt werden und deshalb in ihm bleiben und dauerhaft glauben können. Strathmann sieht in diesem gläubigen Anschluß an Jesus eine sittliche Entscheidung, die dann vermittels Jesus die nötige Kraft verleiht, daß er nicht sündigt, daß er die Liebe übt, die Welt besiegt und die Gerechtigkeit übt. Strathmann sieht die Wiedergeburt in einer sittlichen und gläubigen Entscheidung für Jesus, und mit ähnlichen Worten unzählige nach ihm. Damit ist das gesamte Christentum torpediert, wenn nur Gott nicht seine Strategie durchziehen würde. Dazu hat sich der Apostel Paulus in Ephesus 3 Jahre lang Zeit genommen, um jedem einzelnen unter Tränen den ganzen Ratschluß Gottes zu verkündigen (Apg. 20, 27), womit er sein Evangelium meint. So hat sich Paulus um die Wiedergeburt der Jünger gemüht! Wenn es allerdings häufig so gehandhabt wird, daß der leitende Pastor in einem Gottesdienst darum bittet, die Hand zum Zeichen für eine Entscheidung für Jesus zu heben, während die anderen dann die Augen schließen, und die sich verschämt Meldenden dann unter der Beifall klatschenden Gemeinde zu wiedergeborenen Mitgliedern der Familie Gottes erklärt werden, dann merkt man den Unterschied zur biblischen Ernsthaftigkeit. Mit der sittlichen Entscheidung eines Hermann Strathmann läßt sich aber das In-Christus-Sein nicht beschreiben, und vor allen Dingen: nicht erreichen! So bleibt es kein Wunder, die Erhörung der Gebete von Gott in den Bereich seines Willens zu verlegen. Als Zitat ist dann sehr schnell das Gebet Jesu in Gethsemane zur Hand, daß Gottes Wille geschehen möge und nicht sein eigener. Damit setzt sich wieder der gottgewollte Leidensweg eines Luther und der ganzen reformatorischen und vorreformatorischen Kirche durch: Gegen Gottes Willen kommt eben auch ein Christ nicht an. Daß es im Vaterunser gerade um die entgegengesetzte Auffassung geht, daß Gottes Wille auf Erden so geschehen möge, wie er auch im Himmel geschieht, gerät außer Sichtweite, denn im Himmel gibt es keine Krankheiten und kein Leiden. In diesem Sinne sind Gottes Absichten für die Menschen eindeutig die Gesundheit und die Befreiung von allem Leiden und aller Not, aber in keiner Weise ein Erziehungsmittel für halbherzige Christen. Auf dieser Unglaubensmarke hat sich das allgemeine Christentum eingependelt und die entsprechenden Gebete um Heilung werden im Unglauben gesprochen: Herr, wenn es dein Wille ist! wobei sie dieses Gebet dann auch noch für einen demütigen Glauben halten. Aber es ist die falsche Demut und Religiosität der Engel (Kol. 2, 18). Denn Gott will, daß wir bedingungslos auf seine Seite treten und glauben, daß er das Gute für uns will, und das nicht in dialektischer Weise: Wer weiß, wozu das noch gut ist! Denn erst mit der Wiedergeburt stehen wir auf seiner Seite, weil wir sodann in Christus sind. Nicht um einen sittlich ansprechbaren Glaubensschritt geht es, sondern wiedergeboren zu sein durch die Gemeinschaft mit dem heiligen Geist. In ihm erkennen wir den Willen Gottes, der Unmögliches tun kann. Nicht daß wir es von ihm fordern, sondern daß wir in seinem Willen beten. Denn wir müssen feststellen, daß bei weitem nicht alle Kranken oder Notleidenden geheilt werden wollen, weil der Unglaube ein fester Bestandteil ihrer Krankheit und ihres Problems geworden ist. Das sieht natürlich Gott, der die Herzen erforscht und kann nichts tun gegen den Willen des Menschen. Zu dem geheilten blutflüssigen Weib dagegen konnte Christus sprechen: Geh hin, dein Glaube hat dir geholfen. In Nazareth dagegen konnte er nur wenige Wunder tun wegen ihes Unglaubens. In ihm widerstehen die Menschen den guten Absichten Gottes. Dem scheint entgegen zu stehen, daß beispielsweise gläubige Eltern mit der ganzen Gemeinde für die Heilung ihres Kindes gebetet haben, und es ist doch gestorben! Sie schienen das dann als den Willen Gottes annehmen zu sollen. Aber wer kann die Herzen der Gläubigen erforschen als allein Gott? Waren sie wirklich wiedergeboren und hatten sie im Namen Jesu im oben beschriebenen Sinne gebetet? So mag es sein, daß Gott tatsächlich einen geisterfüllten Glauben vermißt hat. Denn es geht nicht um das Schema: Hier Gott, und da der gläubige Beter! Sondern Gott und der Beter müssen eins im Gebet werden, damit es ein erhörliches Gebet wird. Was Menschen alles in ihrer Not an Worten und vermeintlichem Glauben in die Waagschale werfen mögen, es ist in Gottes Augen immer zu wenig. Erst in der Gemeinschaft mit dem Herrn im Geist ist ein erhörliches Gebet möglich. Daß Gott auch denoch über Bitten und Verstehen hinaus helfen kann, sagten wir schon weiter oben. Dafür gibt es unzählige Beispiele. Aber darum geht es hier nicht! Hier geht es um das Beten in seinem Namen, und da sind wir gewöhnlich die Außenseiter. Angesichts der vor Augen stehenden Not mag das die Beter zur Verzweiflung treiben, aber den entscheidenden Durchbruch zum „Taupunkt“ der Erhörung bei Gott läuft über das Gebet im Namen des Herrn. Dahin will uns Gott bringen! Es geht also nicht um geistliche Exerzitien und gute Ratschläge, sondern um die Standortbestimmung des reifen Christen im vollen Mannesalter! Babychristen, die dauernd hinfallen, werden deshalb wenig von der Herrlichkeit des Herrn erleben. Es gibt also auch noch ein volles Maß des christlichen Glaubens. Es geht dabei nicht um die Erlernung manueller oder sonstiger Geschicklichkeiten, sondern um das bedingungslose Einssein mit Ihm. Die Apostel, die eine Spur der zahllosen Wunder wie eine Bresche und Schneise in das Reich Satans durch halb Asien bis Indien und China geschlagen haben, sind bist auf Johannes alle den Märtyrertod gestorben. Das muß nicht unser Ziel sein, aber unsere Nachfolge kann unter Umständen bis an diese Grenze kommen. Vielleicht sind das die „Auserwählen“, während die übrigen Wiedergeborenen die Berufenen sind: Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt (Matthäus 20, 16). Aber ohne die Gemeinschaft mit dem heiligen Geist kann niemand im Namen des Herrn Jesus Christus beten. Deshalb sollte es unsere wichtigste Aufgabe sein, uns von seiner Gegenwart erfüllen zu lassen, um seine Wunder, die Gott tun will, erkennen zu können und auszusprechen, damit sie geschehen.
Winfried Schloth, ev.-luther. Pastor i.R.

27.02.08

Permalink 00:34:11, von WinfriedSchloth E-Mail , 1708 Wörter   German (DE)
Kategorien: Bibel

Durchblicke Nr. 3: Evangelikaler Irrtum des Rudolf Ebertshäuser

Link: http://blog.biblipedia.de/index.php/lebenslauf-von-winfried-schloth?blog=12

Es bleibt dabei, Herr Ebertshäuser: Nicht die Wiedergeburt ist dasselbe wie die Geistestaufe, sondern die Geistestaufe ist die Wiedergeburt! Das kann man nicht umdrehen! Denn Sie wollen damit als Kritiker der charismatischen Bewegung sagen, daß die sogenannten Evangelikalen schon mit ihrer Wiedergeburt die Geistestaufe empfangen hätten und sie deshalb nicht noch einmal bekommen müßten, ganz davon abgesehen, daß die charismatische Bewegung in sich sehr unterschiedliche Auffassungen in diese Frage vertritt, aber das ist eine ganz andere Frage. Diese Meinung des Rudolf Ebertshäuser ist nun leider der Grundirrtum der Evangelikalen, denn sie schreiben sich damit etwas zu, was sie gar nicht haben, nämlich die Wiedergeburt. Das soll keine allgemeine Feststellung sein, sondern eine theologische Richtigstellung, denn der Herr kennt die Seinen! Aber eine falsche Lehre steht vielen im Wege, überhaupt die Notwendigkeit einer Geistestaufe einzusehen, die erst die Wiedergeburt bestätigt und in Kraft setzt. Sie verhindern damit, Herr Ebertshäuser, und mit ihnen die meisten Evangelikalen, das volle Christsein vieler Gläubiger! Das ist dann genau das Gegenteil von dem, was Jesus will. Zwar kennt Gott viele Wege, um seine Auserwählten dennoch ihre Berufung ergreifen zu lassen, doch sollten wir uns nicht an die Stelle Gottes denken, sondern bei unseren menschlichen Möglichkeiten bleiben, und die sagen klar: Ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist! Denn man wird verstehen können, daß eine Start- und Landebahn kein Flugzeug ist, obwohl das Flugzeug ohne eine Landebahn nicht landen kann. Mit anderen Worten: Ohne einen Glauben an die Verheißung Gottes, uns das ewige Leben zu schenken, könnten wir gar nicht das ewige Leben empfangen; aber der Glaube daran im Gläubigen ist nicht das ewige Leben selbst! Sondern erst in der Gemeinschaft mit diesem ewigen Leben kann man richtig glauben! Das ist dann etwas ganz anderes, als bloß an die Verheißung des ewigen Lebens zu glauben! Denn das ewige Leben ist der auferstandene Herr Jesus selbst in Person, der im heiligen Geist mit dem Gläubigen zusammen glaubt, weil Jesus um dieses vollkommenen Glaubens willen, mit dem er das Gesetz vollkommen erfüllt hat, von den Toten auferstanden ist. Sind wir in diesem lebendigen, von den Toten auferstandenen Herrn Jesus Christus, dann können wir mit seinem Glauben glauben, und das ist etwas völlig anderes, als bloß zu glauben, daß er von den Toten auferstanden ist! Denn erst, wenn jemand in diesem auferstandenen und lebendigen Herrn Jesus Christus ist, dann erst ist er eine neue Kreatur, weil er dann in Christus ist. Genau das ist dann die Geistestaufe: Wir in ihm und er in uns! Dann sind wir in einem neuen Leben und sind wiedergeboren. Es ist für das richtige Verständnis verhängnisvoll, wenn wir meinen, daß wir mit unserem geistgewirkten Glauben an die Auferstehung Jesu Christi schon in Christus Jesus seien. Denn wie gesagt, um im Bilde zu bleiben: die Start- und Landebahn ist nicht das Flugzeug! Denn es gibt einen qualitätsmäßigen Unterschied zwischen dem menschlichen Glauben und dem Glauben des Jesus Christus, der ein Glauben des Auferstandenen selbst ist. Wir sollten nicht die Landebahn mit dem Flugzeug verwechseln, weil wir sonst nicht abheben können und immer auf der Erde bleiben! Nur im Auferstehungsleben Jesu Christi erleben wir die Wiedergeburt. „Denn das Charisma Gottes ist ewiges Leben in Christus Jesus unserem Herrn“ (Römer 6, 23). In diesem Sinne ist dann ein Gläubiger ein Charismatiker, oder er ist ein „Flugzeug“ auf der Landebahn, das nicht abheben kann, weil es keinen Kraftstoff hat. Denn Ebertshäuser hält es nicht für nötig, daß jemand seine Wiedergeburt fühlt, während jeder, der mit dem „Flugzeug“ abhebt, merkt, daß er in der Luft ist, und damit im geistigen Bereich. Damit vertritt Ebertshäuser, und mit ihm viele Evangelikale, ein irdisch gebundenes Christentum, das keinerlei Überzeugungskraft hat. Der Humorist Wilhelm Busch drückt das so aus: „Wenn jemand, der mit Mühe kaum, gekrochen ist auf einen Baum, schon meint, daß er ein Vogel wär, so irrt sich der“. In diesem Sinne versteht der Apostel Paulus den Glauben, der in Christus Jesus ist, oder den Glauben des Jesus Christus, was Luther dann leider (erstmalig!) mit einem Glauben an Jesus Christus nicht richtig übersetzt hat, (siehe Friedrich Kluge, Ethymologisches Wörterbuch, 18. Auflage). So kam er zu einem sehr einseitigen Glaubensverständnis, weil dann Glaube gleich Glaube für ihn war. Freilich war er sich der Mitwirkung des heiligen Geistes voll bewußt, den er nur im Sinne eines Glaubens in Christus Jesus verstand, und nicht als ein bloßes Fürwahrhalten wie heute oftmals; jedoch blieb hier eine theologische Unklarheit bestehen. Wir jedoch müssen vom Wortlaut im Evangelium des Apostels Paulus ausgehen, was schließlich auch Luthers Grundsatz war. Ohne daß Paulus freilich den Begriff der Geistestaufe verwendet hätte, vertritt er sie doch der Sache nach mit seiner Formel in Christus und mit seinem Geist- und Glaubensverständnis. Auch Johannes macht einen Unterschied zwischen dem heiligen Geist bei den Jüngern und den Geist in den Jüngern (Joh. 14, 17). Damit ist der geistgewirkte Glaube bei den Jüngern noch nicht der Glaube in Christus in den Jüngern. Ebertshäuser erkennt bei den Charismatikern und Pfingstlern eine Unterscheidung von Wiedergeburt und Geistestaufe, aber nur, um die Geistestaufe in seiner „Wiedergeburt“ wiederzufinden. Aber seine Wiedergeburt ist nicht die biblische Wiedergeburt, sondern seine Wiedergeburt ist eine umdefinierte Bekehrung. So wichtig auch die Bekehrung ist, so ist sie doch nicht die biblische Wiedergeburt!, sondern nur ein Teil der notwendigen Buße, zu der auch noch die Reue im Sinne eines Sterbens des inneren alten Menschen, und die Lossagung von allen anderen Erlösungsvorstellungen und götzendienerischen Praktiken dazugehört, weil er sonst nicht im heiligen Geist in Christus auferstehen kann. Auch wenn man sich wünschen möchte, daß Ebertshäuser dem durchaus entsprochen hätte, so ist seine Verallgemeinerung hinsichtlich der sogenannten „Evangelikalen“ jedoch nicht nachvollziehbar! Denn das heute sehr verkürzte Verständnis von der Wiedergeburt im Sinne einer Bekehrung täuscht eine angebliche Wiedergeburt nur vor. Von daher gesehen schlußfolgert Ebertshäuser dann mit dieser zur Wiedergeburt umdefinierten Bekehrung die Geistestaufe in der Wiedergeburt, und es ist kein Wunder, daß er sie lediglich als einen geglaubten Vorgang ohne eine gefühlsmäßige Erfahrung gelten läßt: „Die Wiedergeburt ist ein völlig innerliches, verborgenes Wirken des Geistes Gottes, das nicht gespürt und gefühlt werden kann“. Jedoch: indem er seine zur Wiedergeburt umdefinierte Bekehrung mit den Wiedergeburtsaussagen des Paulus verdeckt, nimmt er alle seine Aussagen als eine Bestätigung seiner falschen Wiedergeburtslehre in Anspruch! Man kann nur sagen: Von hinten durch die Brust! Welcher einfältige Leser kann diese Täuschung durchschauen? Daß viele klassische Pietisten wie August Hermann Franke, Gerhard Tersteegen u.a. dagegen die biblische Wiedergeburt, und damit die Geistestaufe, erlebt haben, ist kein Alibi für die täuschenden Falschaussagen Ebertshäuser, denn sie alle haben sehr wohl die Wiedergeburt, und damit die Geistestaufe, als einen gefühlsmäßigen Durchbruch aus dem Mitgestorbensein mit Christus zum Leben des Auferstandenen erfahren und erlebt! Ebertshäuser dagegen versucht, sein Imitat „Wiedergeburt“ den Ahnungslosen und Gutgläubigen zu vermitteln! Würde er der tatsächlichen Wiedergeburt folgen, dann könnten seine biblischen Begründungen durchaus anehmbar erscheinen. So beispielsweise bezieht er sich auf Johannes 14, 17: „denn er bleibt bei euch und wird in euch sein“, nur daß er zwischen „bleiben“ und „wird in euch sein“ keinen grammatikalischen Zeitunterschied macht. Denn sonst hätte Ebertshäuer in Johannes 20, 22 die erfüllten Worte Jesu gesehen, daß er vor seinem Abschied von den Jüngern den heiligen Geist als den Tröster bei ihnen zurücklassen wollte, als er sie mit dem Geist anhauchte und sie mit Vollmacht ausstattete. Daß die eigentliche Wiedergeburt der Jünger erst mit ihrer Geistestaufe zu Pfingsten erfolgte, sieht Ebertshäuser ganz richtig. Kritisch wird seine Sicht aber damit, daß er der Fehlübersetzung „Glauben an Jesus“ in Galater 4, 22 folgt, anstatt dem wörtlichen Text: „damit die Verheißung durch den Glauben des Jesus Christus den Glaubenden gegeben wird“. Die gleiche Aussage findet sich in Römer 1, 17 und Römer 3, 22. Mit diesen Schriftstellen verläßt Ebertshäuser den biblischen Text und erklärt den Glauben des Jesus Christus als dassebe wie den Glauben an Jesus Christus, obwohl in den Paulusbriefen durchgängig von einem Glauben des Jesus Christus, oder von einem Glauben, der in Christus Jesus ist, im Unterschied von einem Glauben an Jesus Christus die Rede ist! Damit folgt er den traditionellen Irrtümern vieler Übersetzer, für die Glauben gleich Glauben ist. Denn erst mit der Teillhabe an dem Glauben des Jesus Christus, oder an dem Glauben, der in Christus Jesus ist, ist jemand in Christus eine neue Kreatur und damit wiedergeboren! Mit einem „glauben an“ Jesus Christus ist jemand noch nicht wiedergeboren. Ebertshäuser sieht in diesem menschlichen „glauben“ den Zugang zur Wiedergeburt, wobei jedoch der Gläubige erst mit dem Glauben des Jesus Christus, der in Christus ist, wahrhaft glauben könnte. Dann erst hätte er auch die Gerechtigkeit aus dem Glauben des Jesus Christus empfangen, während die Rechtfertigung aufgrund des menschlichen Glaubens an Jesus noch keine Wiedergeburt und keine Teilhabe an der Gerechtigkeit Christi darstellt und einen unvollendeten Glauben bedeutet. Erst in Christus ist der Glaube vollendet, weil er wiedergeboren ist. Mag man die Rechtfertigung aus dem menschlichen Glauben, der freilich auch geistgewirkt ist, als eine durch das Predigtwort wiedergezeugte Empfängnis von der eigentlichen Wiedergeburt unterscheiden, so schenkt doch der heilige Geist erst die Wiedergeburt nach erfolgter Reue und Buße. Mit menschlichem Glauben und ohne Wiedergeburt aus dem Geist des Glaubens Jesu Christi ist der Gläubige erst „wiedergezeugt“, denn das kann ebenfalls „wiedergeboren“ heißen (gennaoo), aber beides ist nicht dasselbe. Eine geistliche Schwangerschaft, die nicht zur Wiedergeburt führt, bleibt unter der Führung Gottes, der abwartet, ob der Mensch auf sein Wort hin reagiert. Ein Glaubender in Christus dagegen ist damit auch ein im Geist Getaufter, jedoch bei einem an Jesus Christus Gläubiggewordenen ist der heilige Geist erst bei ihm, aber noch nicht in ihm, weil er noch nicht wiedergeboren ist. Das ist aber bei Rudolf Ebertshäuser beides dasselbe! Deshalb ist seine Wiedergeburtslehre eine Täuschung.

26.02.08

Permalink 05:00:10, von wanderprediger E-Mail , 47 Wörter   German (DE)
Kategorien: Rick Warren: Leben mit Vision

Woche 9: Was bringt Gott zum Lächeln?

Link: http://www.kirche-mit-vision.de/index.php?id=108

Bibelvers für heute: Psalm 119,135
"Laß dein Angesicht leuchten über deinen Knecht, und lehre mich deine Satzungen!"
Eine Frage zum Nachdenken:
Wenn Gott am besten weiß, was für mich am besten ist -­ in welchen einzelnen Bereichen meines Lebens muss ich lernen, ihm ganz zu vertrauen?

19.02.08

Permalink 05:00:10, von wanderprediger E-Mail , 66 Wörter   German (DE)
Kategorien: Rick Warren: Leben mit Vision

Woche 8: Erschaffen zur Freude Gottes

Link: http://www.kirche-mit-vision.de/index.php?id=108

Bibelvers für heute: Offenbarung 4,11
"Du bist würdig, o unser Herr und unser Gott, zu nehmen die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden."
Eine Frage zum Nachdenken:
Welche alltägliche Aufgabe kann ich ab heute so erledigen, als ob ich sie direkt für Christus täte?

1 2 3 >>