29Und als sie von Jericho auszogen, folgte ihm eine große Volksmenge.30Und siehe, zwei Blinde, die am Wege saßen, als sie hörten, daß Jesus vorübergehe, schrieen und sprachen: Erbarme dich unser, Herr, Sohn Davids! 31Die Volksmenge aber bedrohte sie, daß sie schweigen sollten. Sie aber schrieen noch mehr und sprachen: Erbarme dich unser, Herr, Sohn Davids!
32Und Jesus blieb stehen und rief sie und sprach: Was wollt ihr, daß ich euch tun soll? 33Sie sagen zu ihm: Herr, daß unsere Augen aufgetan werden. 34Jesus aber, innerlich bewegt, rührte ihre Augen an; und alsbald wurden ihre Augen sehend, und sie folgten ihm nach Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
20Dann trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und huldigte und erbat etwas von ihm. 21Er aber sprach zu ihr: Was willst du? Sie sagt zu ihm: Sprich, daß diese meine zwei Söhne einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen mögen in deinem Reiche. 22Jesus aber antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? (O. zu trinken im Begriff stehe) Sie sagen zu ihm: Wir können es. 23Und er spricht zu ihnen: Meinen Kelch werdet ihr zwar trinken, aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken steht nicht bei mir zu vergeben, sondern ist für die, welchen es von meinem Vater bereitet ist.
24Und als die Zehn es hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder. 25Jesus aber rief sie herzu und sprach: Ihr wisset, daß die Regenten der Nationen über dieselben herrschen und die Großen Gewalt über sie üben. 26Unter euch soll es nicht also sein; sondern wer irgend unter euch groß werden will, soll euer Diener sein, 27und wer irgend unter euch der Erste sein will, soll euer Knecht sein; 28gleichwie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
17Und als Jesus nach Jerusalem hinaufging, nahm er die zwölf Jünger auf dem Wege besonders zu sich und sprach zu ihnen: 18Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den Hohenpriestern und Schriftgelehrten überliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen; 19und sie werden ihn den Nationen überliefern, um ihn zu verspotten und zu geißeln und zu kreuzigen; und am dritten Tage wird er auferstehen. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1Denn das Reich der Himmel ist gleich einem Hausherrn, der frühmorgens ausging, um Arbeiter in seinen Weinberg zu dingen.2Nachdem er aber mit den Arbeitern um einen Denar den Tag übereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg.
3Und als er um die dritte Stunde ausging, sah er andere auf dem Markte müßig stehen; 4und zu diesen sprach er: Gehet auch ihr hin in den Weinberg, und was irgend recht ist, werde ich euch geben. 5Sie aber gingen hin. Wiederum aber ging er aus um die sechste und neunte Stunde und tat desgleichen. 6Als er aber um die elfte Stunde ausging, fand er andere stehen und spricht zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig? 7Sie sagen zu ihm: Weil niemand uns gedungen hat. Er spricht zu ihnen: Gehet auch ihr hin in den Weinberg, und was irgend recht ist, werdet ihr empfangen .
8Als es aber Abend geworden war, spricht der Herr des Weinbergs zu seinem Verwalter: Rufe die Arbeiter und zahle ihnen den Lohn, anfangend von den letzten bis zu den ersten. 9Und als die um die elfte Stunde Gedungenen kamen, empfingen sie je einen Denar. 10Als aber die ersten kamen, meinten sie, daß sie mehr empfangen würden; und auch sie empfingen je einen Denar.11Als sie aber den empfingen, murrten sie wider den Hausherrn 12und sprachen: Diese letzten haben eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir die Last des Tages und die Hitze getragen haben.
13Er aber antwortete und sprach zu einem von ihnen: Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekommen? 14Nimm das Deine und gehe hin. Ich will aber diesem letzten geben wie auch dir. 15Ist es mir nicht erlaubt, mit dem Meinigen zu tun, was ich will? Blickt (W. ist) dein Auge böse, (d. i. neidisch, mißgünstig) weil ich gütig bin?
16Also werden die Letzten Erste, und die Ersten Letzte sein; denn viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
27Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns nun werden? 28Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auch ihr werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen sitzen wird auf seinem Throne der Herrlichkeit, (O. dem Throne seiner Herrlichkeit) auf zwölf Thronen sitzen und richten die zwölf Stämme Israels. 29Und ein jeder, der irgend verlassen hat Häuser, oder Brüder, oder Schwestern, oder Vater, oder Mutter, oder Weib, oder Kinder, oder Äcker um meines Namens willen, wird hundertfältig empfangen und ewiges Leben erben. 30Aber viele Erste werden Letzte, und Letzte Erste sein. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
16Und siehe, einer trat herzu und sprach zu ihm: Lehrer, welches Gute soll ich tun, auf daß ich ewiges Leben habe? 17Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich über das Gute? Einer ist gut. (W. der Gute) Wenn du aber ins Leben eingehen willst, so halte die Gebote. 18Er spricht zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Diese: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis geben; 19ehre den Vater und die Mutter, und: du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
20Der Jüngling spricht zu ihm: Alles dieses habe ich beobachtet; was fehlt mir noch? 21Jesus sprach zu ihm: Wenn du vollkommen sein willst, so gehe hin, verkaufe deine Habe und gib den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach. 22Als aber der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt hinweg, denn er hatte viele Güter.
23Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Schwerlich wird ein Reicher in das Reich der Himmel eingehen. 24Wiederum aber sage ich euch: Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr eingehe, als daß ein Reicher in das Reich Gottes eingehe . 25Als aber die Jünger es hörten, waren sie sehr erstaunt und sagten: Wer kann dann errettet werden? 26Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei Menschen ist dies unmöglich, bei Gott aber sind alle Dinge möglich. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
13Dann wurden Kindlein zu ihm gebracht, auf daß er ihnen die Hände auflege und bete; die Jünger aber verwiesen es ihnen. 14Jesus aber sprach: Lasset die Kindlein und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen, denn solcher ist das Reich der Himmel. 15Und er legte ihnen die Hände auf und ging von dannen hinweg. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1Und es geschah, als Jesus diese Reden vollendet hatte, begab er sich von Galiläa hinweg und kam in das Gebiet von Judäa, jenseit des Jordan. 2Und es folgten ihm große Volksmengen, und er heilte sie daselbst.
3Und die Pharisäer kamen zu ihm, versuchten ihn und sprachen: Ist es einem Manne erlaubt, aus jeder Ursache sein Weib zu entlassen? 4Er aber antwortete und sprach zu ihnen : Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, von Anfang sie Mann und Weib (Eig. männlich und weiblich) schuf (O. welcher sie von Anfang machte, sie Mann und Weib machte; vergl. 1. Mose 1,27; 5,2) 5und sprach: "Um deswillen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und es werden die zwei ein Fleisch sein"; (1. Mose 2,24) 6so daß sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden.
7Sie sagen zu ihm: Warum hat denn Moses geboten, einen Scheidebrief zu geben und sie zu entlassen? 8Er spricht zu ihnen: Moses hat wegen eurer (Eig. in Hinsicht auf eure) Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Weiber zu entlassen; von Anfang aber ist es nicht also gewesen. 9Ich sage euch aber, daß, wer irgend sein Weib entlassen wird, nicht wegen Hurerei, und eine andere heiraten wird, Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.
10Seine Jünger sagen zu ihm: Wenn die Sache des Mannes mit dem Weibe also steht, so ist es nicht ratsam zu heiraten.11Er aber sprach zu ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern denen es gegeben ist; 12denn es gibt Verschnittene, die von Mutterleibe also geboren sind; und es gibt Verschnittene, die von den Menschen verschnitten worden sind; und es gibt Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen. Wer es zu fassen vermag, der fasse es. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
21Dann trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder, der wider mich sündigt, vergeben? (W. wie oft soll mein Bruder wider mich sündigen und ich ihm vergeben) bis siebenmal? 22Jesus spricht zu ihm: Nicht sage ich dir, bis siebenmal, sondern bis siebzig mal sieben.
23Deswegen ist das Reich der Himmel einem Könige gleich geworden, der mit seinen Knechten (O. Sklaven; so auch nachher) abrechnen wollte. 24Als er aber anfing abzurechnen, wurde einer zu ihm gebracht, der zehntausend Talente schuldete. 25Da derselbe aber nicht hatte zu bezahlen, befahl sein Herr, ihn und sein Weib und die Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und zu bezahlen. 26Der Knecht nun fiel nieder, huldigte ihm und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, und ich will dir alles bezahlen. 27Der Herr jenes Knechtes aber, innerlich bewegt, gab ihn los und erließ ihm das Darlehn.
28Jener Knecht aber ging hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der ihm hundert Denare schuldig war. Und er ergriff und würgte ihn und sprach: Bezahle, wenn du etwas schuldig bist.29Sein Mitknecht nun fiel nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, und ich will dir bezahlen. 30Er aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er die Schuld bezahlt habe.
31Als aber seine Mitknechte sahen, was geschehen war, wurden sie sehr betrübt und gingen und berichteten ihrem Herrn alles, was geschehen war. 32Dann rief ihn sein Herr herzu und spricht zu ihm: Böser Knecht! jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; 33solltest nicht auch du dich deines Mitknechtes erbarmt haben, wie auch ich mich deiner erbarmt habe? 34Und sein Herr wurde zornig und überlieferte ihn den Peinigern, bis er alles bezahlt habe, was er ihm schuldig war.
35Also wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen vergebet. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
15Wenn aber dein Bruder wider dich sündigt, so gehe hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde. (Vergl. 5. Mose 19,15) 17Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Versammlung; wenn er aber auch auf die Versammlung nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide (der von den Nationen) und der Zöllner. 18Wahrlich, ich sage euch: Was irgend ihr auf der Erde binden werdet, wird im Himmel gebunden sein, und was irgend ihr auf der Erde lösen werdet, wird im Himmel gelöst sein.
19Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen werden über irgend eine Sache, um welche sie auch bitten mögen, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist. 20Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, (Eig. zu meinem Namen hin) da bin ich in ihrer Mitte. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
10Sehet zu, daß ihr nicht eines dieser Kleinen verachtet; denn ich sage euch, daß ihre Engel in den Himmeln allezeit das Angesicht meines Vaters schauen, der in den Himmeln ist. 11Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, das Verlorene zu erretten.
12Was dünkt euch? Wenn irgend ein Mensch hundert Schafe hätte, und eines von ihnen sich verirrte, läßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen und geht hin und sucht das irrende? 13Und wenn es geschieht, daß er es findet, wahrlich, ich sage euch, er freut sich mehr über dieses, als über die neunundneunzig, die nicht verirrt sind. 14Also ist es nicht der Wille eures Vaters, (Eig. ist kein Wille vor eurem Vater) der in den Himmeln ist, daß eines dieser Kleinen verloren gehe. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
6Wer aber irgend eines dieser Kleinen, (O. einen dieser Geringen) die an mich glauben, ärgern (d. h. ihm einen Fallstrick legen) wird, dem wäre nütze, daß ein Mühlstein (Eig. ein Esels-Mühlstein, d. h. ein Mühlstein, der durch einen Esel getrieben wurde) an seinen Hals gehängt, und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde. 7Wehe der Welt der Ärgernisse wegen! Denn es ist notwendig, daß Ärgernisse kommen; doch wehe dem Menschen, durch welchen das Ärgernis kommt!
8Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert, so haue ihn ab und wirf ihn von dir. Es ist dir besser, (Eig. gut) lahm oder als Krüppel in das Leben einzugehen, als mit zwei Händen oder mit zwei Füßen in das ewige Feuer geworfen zu werden. 9Und wenn dein Auge dich ärgert, so reiß es aus und wirf es von dir. Es ist dir besser, (Eig. gut) einäugig in das Leben einzugehen, als mit zwei Augen in die Hölle des Feuers geworfen zu werden. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
53Und es geschah, als Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er von dannen hinweg. 54Und er kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer Synagoge, so daß sie sehr erstaunten und sprachen: Woher diesem diese Weisheit und die Wunderwerke? 55Ist dieser nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria, und seine Brüder Jakobus und Joseph und Simon und Judas? 56Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher nun diesem dies alles? 57Und sie ärgerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, außer in seiner Vaterstadt und in seinem Hause. 58Und er tat daselbst nicht viele Wunderwerke wegen ihres Unglaubens. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
47Wiederum ist das Reich der Himmel gleich einem Netze, (Eig. einem Ziehgarn, Schleppnetz) das ins Meer geworfen wurde und von jeder Gattung zusammenbrachte, 48welches sie, als es voll war, ans Ufer heraufgezogen hatten; und sie setzten sich nieder und lasen die Guten in Gefäße zusammen, aber die Faulen warfen sie aus. 49Also wird es in der Vollendung des Zeitalters sein: die Engel werden ausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern, 50und sie in den Feuerofen werfen: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen.
51Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr dies alles verstanden? Sie sagen zu ihm: Ja, Herr . 52Er aber sprach zu ihnen: Darum ist jeder Schriftgelehrte, der im Reiche der Himmel unterrichtet ist, (O. ein Schüler des Reiches der Himmel geworden ist) gleich einem Hausherrn, der aus seinem Schatze Neues und Altes hervorbringt. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
44Das Reich der Himmel ist gleich einem im Acker verborgenen Schatz, welchen ein Mensch fand und verbarg; und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.
45Wiederum ist das Reich der Himmel gleich einem Kaufmann, der schöne Perlen sucht; 46als er aber eine sehr kostbare Perle gefunden hatte, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
36Dann entließ er die Volksmenge und kam in das Haus; und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut des Ackers.
37Er aber antwortete und sprach: Der den guten Samen sät, ist der Sohn des Menschen, 38der Acker aber ist die Welt; der gute Same aber, dies sind die Söhne des Reiches, das Unkraut aber sind die Söhne des Bösen; 39der Feind aber, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte aber ist die Vollendung des Zeitalters, die Schnitter aber sind Engel. 40Gleichwie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, also wird es in der Vollendung des Zeitalters sein.41Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reiche alle Ärgernisse zusammenlesen und die das Gesetzlose (W. die Gesetzlosigkeit) tun; 42und sie werden sie in den Feuerofen werfen: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen. 43Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in dem Reiche ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören , der höre! Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
34Dies alles redete Jesus in Gleichnissen zu den Volksmengen, und ohne Gleichnis redete er nicht zu ihnen, 35damit erfüllt würde, was durch den Propheten geredet ist, welcher spricht: "Ich werde meinen Mund auftun in Gleichnissen; ich werde aussprechen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war." (Ps. 78,2) Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
31Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel ist gleich einem Senfkorn, welches ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; 32das zwar kleiner ist als alle Samen, wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als die Kräuter (Gartengewächse) und wird ein Baum, so daß die Vögel des Himmels kommen und sich niederlassen (O. nisten) in seinen Zweigen.
33Ein anderes Gleichnis redete er zu ihnen: Das Reich der Himmel ist gleich einem Sauerteig, welchen ein Weib nahm und unter drei Maß Mehl verbarg, bis es ganz durchsäuert war. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
24Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel ist einem Menschen gleich geworden, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25Während aber die Menschen schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut (Eig. "Lolch", ein dem Weizen ähnliches Unkraut; so auch v 26. 27. usw.) mitten unter den Weizen und ging hinweg. 26Als aber die Saat aufsproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut.27Es kamen aber die Knechte des Hausherrn hinzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? woher hat er denn Unkraut? 28Er aber sprach zu ihnen: Ein feindseliger Mensch hat dies getan. Die Knechte aber sprachen zu ihm: Willst du denn, daß wir hingehen und es zusammenlesen? 29Er aber sprach: Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit demselben den Weizen ausraufet.30Laßt es beides zusammen wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Leset zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber sammelt in meine Scheune. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
18Höret ihr nun das Gleichnis vom Sämann.19So oft jemand das Wort vom Reiche hört und nicht versteht, kommt der Böse und reißt weg, was in sein Herz gesät war; dieser ist es, der an den Weg gesät ist. 20Der aber auf das Steinichte gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört und es alsbald mit Freuden aufnimmt; 21er hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist nur für eine Zeit; und wenn Drangsal entsteht oder Verfolgung um des Wortes willen, alsbald ärgert er sich. (O. stößt er sich, nimmt er Anstoß. So auch später, wo dieser Ausdruck vorkommt) 22Der aber unter die Dornen gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört, und die Sorge dieses Lebens (W. Zeitalters) und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und er (O. es) bringt keine Frucht. (W. er (es) wird unfruchtbar) 23Der aber auf die gute Erde gesät ist, dieser ist es, der das Wort hört und versteht, welcher wirklich Frucht bringt; und der eine trägt hundert-, der andere sechzig-, der andere dreißigfältig. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
10Und die Jünger traten herzu und sprachen zu ihm: Warum redest du in Gleichnissen zu ihnen? 11Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Weil euch gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches der Himmel zu wissen, jenen aber ist es nicht gegeben; 12denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluß haben; wer aber nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, genommen werden. 13Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehend nicht sehen und hörend nicht hören, noch verstehen; 14und es wird an ihnen die Weissagung Jesaias? erfüllt, welche sagt: "Mit Gehör werdet ihr hören und doch nicht verstehen, und sehend werdet ihr sehen und doch nicht wahrnehmen; 15denn das Herz dieses Volkes ist dick geworden, und mit den Ohren haben sie schwer gehört, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich sie heile." (Jes. 6,9-10) 16Glückselig aber eure Augen, daß sie sehen, und eure Ohren, daß sie hören; 17denn wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr anschauet, und haben es nicht gesehen; und zu hören, was ihr höret, und haben es nicht gehört. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1An jenem Tage aber ging Jesus aus dem Hause hinaus und setzte sich an den See. 2Und es versammelte sich eine große Volksmenge zu ihm, so daß er in ein Schiff stieg und sich setzte; und die ganze Volksmenge stand am Ufer. 3Und er redete vieles in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Siehe, der Sämann ging aus zu säen; 4und indem er säte, fiel etliches an den Weg, und die Vögel kamen und fraßen es auf. 5Anderes aber fiel auf das Steinichte, wo es nicht viel Erde hatte; und alsbald ging es auf, weil es nicht tiefe Erde hatte.6Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. 7Anderes aber fiel unter die Dornen; und die Dornen schossen auf und erstickten es.8Anderes aber fiel auf die gute Erde und gab Frucht: das eine hundert-, das andere sechzig-, das andere dreißigfältig. 9Wer Ohren hat zu hören , der höre!
Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
46Als er aber noch zu der Volksmenge redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen und suchten ihn zu sprechen. 47Und es sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich zu sprechen.
48Er aber antwortete und sprach zu dem, der es ihm sagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? 49Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, meine Mutter und meine Brüder; 50denn wer irgend den Willen meines Vaters tun wird, der in den Himmeln ist, derselbe ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
43Wenn aber der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchwandert er dürre Örter, Ruhe suchend, und findet sie nicht.44Dann spricht er: Ich will in mein Haus zurückkehren, von wo ich ausgegangen bin; und wenn er kommt, findet er es leer, gekehrt und geschmückt. 45Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, böser als er selbst, und sie gehen hinein und wohnen daselbst; und das Letzte jenes Menschen wird ärger als das Erste. Also wird es auch diesem bösen Geschlecht ergehen. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
38Dann antworteten ihm etliche der Schriftgelehrten und Pharisäer und sprachen: Lehrer, wir möchten ein Zeichen von dir sehen. 39Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, und kein Zeichen wird ihm gegeben werden, als nur das Zeichen Jonas?, des Propheten. 40Denn gleichwie Jonas drei Tage und drei Nächte in dem Bauche des großen Fisches war, also wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte in dem Herzen der Erde sein.
41Männer von Ninive werden aufstehen im Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen, denn sie taten Buße auf die Predigt Jonas?; und siehe, mehr als Jonas ist hier. 42Eine Königin des Südens wird auftreten im Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen, denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomons zu hören; und siehe, mehr als Salomon ist hier. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
33Entweder machet den Baum gut und seine Frucht gut, oder machet den Baum faul und seine Frucht faul; denn aus der Frucht wird der Baum erkannt. 34Otternbrut! wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? denn aus der Fülle des Herzens redet der Mund. 35Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatze Gutes hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatze Böses hervor. 36Ich sage euch aber, daß von jedem unnützen Worte, das irgend die Menschen reden werden, sie von demselben Rechenschaft geben werden am Tage des Gerichts; 37denn aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
31Deshalb sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. 32Und wer irgend ein Wort reden wird wider den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber irgend wider den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
22Dann wurde ein Besessener zu ihm gebracht, blind und stumm; und er heilte ihn, so daß der Blinde und Stumme redete und sah. 23Und es erstaunte die ganze Volksmenge und sagte: Dieser ist doch nicht etwa der Sohn Davids? 24Die Pharisäer aber sagten, als sie es hörten: Dieser treibt die Dämonen nicht anders aus, als durch (W. in (in der Kraft des)) den Beelzebub, den Obersten der Dämonen.
25Da er aber ihre Gedanken wußte, sprach er zu ihnen: Jedes Reich, das wider sich selbst entzweit ist, wird verwüstet; und jede Stadt oder jedes Haus, das wider sich selbst entzweit ist, wird nicht bestehen. 26Und wenn der Satan den Satan austreibt, so ist er wider sich selbst entzweit; wie wird denn sein Reich bestehen? 27Und wenn ich durch (W. in (in der Kraft des)) Beelzebub die Dämonen austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein. 28Wenn ich aber durch (W. in (in der Kraft des)) den Geist Gottes die Dämonen austreibe, so ist also das Reich Gottes zu euch hingekommen. (O. auf euch gekommen) 29Oder wie kann jemand in das Haus des Starken eindringen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuvor den Starken bindet? und alsdann wird er sein Haus berauben. 30Wer nicht mit mir ist, ist wider mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
15Als aber Jesus es erkannte, entwich er von dannen; und es folgte ihm eine große Volksmenge, und er heilte sie alle. 16Und er bedrohte sie, daß sie ihn nicht offenbar machten; 17damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaias geredet ist, welcher spricht:
18Siehe, mein Knecht, den ich erwählt habe, mein Geliebter, an welchem meine Seele Wohlgefallen gefunden hat; ich werde meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Nationen Gericht ankündigen. 19Er wird nicht streiten noch schreien, noch wird jemand seine Stimme auf den Straßen hören;20ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis er das Gericht hinausführe zum Siege; 21und auf seinen Namen werden die Nationen hoffen." (Jes. 42,1-4)
Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
9Und von dannen weitergehend, kam er in ihre Synagoge. 10Und siehe, da war ein Mensch, der eine verdorrte Hand hatte. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist es erlaubt, an den Sabbathen zu heilen? auf daß sie ihn anklagen möchten. 11Er aber sprach zu ihnen: Welcher Mensch wird unter euch sein, der ein Schaf hat und, wenn dieses am Sabbath in eine Grube fiele, es nicht ergreifen und aufrichten wird? 12Wieviel vorzüglicher ist nun ein Mensch als ein Schaf! Also ist es erlaubt, an den Sabbathen Gutes zu tun.
13Dann spricht er zu dem Menschen. Strecke deine Hand aus. Und er streckte sie aus, und sie ward wiederhergestellt, gesund wie die andere. 14Die Pharisäer aber gingen hinaus und hielten Rat wider ihn, wie sie ihn umbrächten. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1Zu jener Zeit ging Jesus am Sabbath durch die Saaten; es hungerte aber seine Jünger, und sie fingen an, Ähren abzupflücken und zu essen. 2Als aber die Pharisäer es sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was nicht erlaubt ist am Sabbath zu tun.
3Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als ihn und die bei ihm waren hungerte? 4wie er in das Haus Gottes ging und die Schaubrote aß, welche er nicht essen durfte, noch die bei ihm waren, sondern allein die Priester? 5Oder habt ihr nicht in dem Gesetz gelesen, daß an den Sabbathen die Priester in dem Tempel den Sabbath entheiligen und schuldlos sind? 6Ich sage euch aber: Größeres als der Tempel ist hier.7Wenn ihr aber erkannt hättet, was es ist: "Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer", (Hos. 6,6) so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben. 8Denn der Sohn des Menschen ist Herr des Sabbaths.
Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
25Zu jener Zeit hob Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, da? du dies vor Weisen und Verst?ndigen verborgen hast, und hast es Unmündigen geoffenbart. 26Ja, Vater, denn also war es wohlgef?llig vor dir. 27Alles ist mir übergeben von meinem Vater; und niemand erkennt den Sohn, als nur der Vater, noch erkennt jemand den Vater, als nur der Sohn, und wem irgend der Sohn ihn offenbaren will.
28Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. (O. zur Ruhe bringen) 29Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von (O. im) Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen; 30denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
20Dann fing er an, die St?dte zu schelten, in welchen seine meisten Wunderwerke geschehen waren, weil sie nicht Bu?e getan hatten.
21Wehe dir, Chorazin! wehe dir, Bethsaida! denn wenn zu Tyrus und Sidon die Wunderwerke geschehen w?ren, die unter euch geschehen sind, l?ngst h?tten sie in Sack und Asche Bu?e getan. 22Doch ich sage euch: Tyrus und Sidon wird es ertr?glicher ergehen am Tage des Gerichts als euch. 23Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erh?ht worden bist, bis zum Hades wirst du hinabgesto?en werden. Denn wenn in Sodom die Wunderwerke geschehen w?ren, die in dir geschehen sind, es w?re geblieben bis auf den heutigen Tag. 24Doch ich sage euch: Dem Sodomer Lande wird es ertr?glicher ergehen am Tage des Gerichts als dir. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
7Als diese aber hingingen, fing Jesus an, zu der Volksmenge zu reden über Johannes: Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen zu sehen? ein Rohr vom Winde hin und her bewegt? 8Aber was seid ihr hinausgegangen zu sehen? einen Menschen, mit weichen Kleidern angetan? Siehe, die die weichen Kleider tragen, sind in den H?usern der K?nige. 9Aber was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Propheten? Ja, sage ich euch, und mehr (Eig. Vortrefflicheres) als einen Propheten. 10Denn dieser ist es, von dem geschrieben steht: "Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird." (Mal. 3,1)
11Wahrlich, ich sage euch, unter den von Weibern Geborenen ist kein Gr??erer aufgestanden als Johannes der T?ufer; der Kleinste aber im Reiche der Himmel ist gr??er als er. 12Aber von den Tagen Johannes? des T?ufers an bis jetzt wird dem Reiche der Himmel Gewalt angetan, (d. h. es wird mit Gewalt eingenommen) und Gewalttuende rei?en es an sich. 13Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis auf Johannes.14Und wenn ihr es annehmen wollt, er ist Elias, der kommen soll. 15Wer Ohren hat zu h?ren, der h?re!
16Wem aber soll ich dieses Geschlecht vergleichen? Es ist Kindern gleich, die auf den M?rkten sitzen und ihren Gespielen zurufen 17und sagen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr habt nicht getanzt; wir haben euch Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht gewehklagt. 18Denn Johannes ist gekommen, der weder a? noch trank, und sie sagen: Er hat einen D?mon. 19Der Sohn des Menschen ist gekommen, der da i?t und trinkt, und sie sagen: Siehe, ein Fresser und Weins?ufer, ein Freund der Z?llner und Sünder; -und die Weisheit ist gerechtfertigt worden von ihren Kindern. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1Und es geschah, als Jesus seine Befehle an seine zw?lf Jünger vollendet hatte, ging er von dannen hinweg, um in ihren St?dten zu lehren und zu predigen. 2Als aber Johannes im Gef?ngnis die Werke des Christus (O. Christi) h?rte, sandte er durch seine Jünger 3und lie? ihm sagen: Bist du der Kommende, oder sollen wir eines anderen warten? 4Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und verkündet Johannes, was ihr h?ret und sehet:5Blinde werden sehend, und Lahme wandeln, Auss?tzige werden gereinigt, und Taube h?ren, und Tote werden auferweckt, und Armen wird gute Botschaft verkündigt; 6und glückselig ist, wer irgend sich nicht an mir ?rgern wird! Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
40Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. 41Wer einen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, wird eines Propheten Lohn empfangen; und wer einen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, wird eines Gerechten Lohn empfangen. 42Und wer irgend einen dieser Kleinen (O. Geringen) nur mit einem Becher kalten Wassers tränken wird in eines Jüngers Namen, wahrlich, ich sage euch, er wird seinen Lohn nicht verlieren. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
34Wähnet nicht, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. 35Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater, und die Tochter mit ihrer Mutter, und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;36und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.
37Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; 38und wer nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. 39Wer sein Leben findet, wird es verlieren, und wer sein Leben verliert um meinetwillen, wird es finden. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
27Was ich euch sage in der Finsternis, redet in dem Lichte, und was ihr höret ins Ohr, rufet aus auf den Dächern. (O. Häusern)
28Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib zu verderben vermag in der Hölle. 29Werden nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig (W. Assarion (As), eine kleine Münze im Werte von 4-5 Pfennig) verkauft? und nicht einer von ihnen fällt auf die Erde ohne euren Vater; 30an euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt. 31Fürchtet euch nun nicht; ihr seid vorzüglicher als viele Sperlinge.
32Ein jeder nun, der mich vor den Menschen bekennen wird, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. 33Wer aber irgend mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
16Siehe, ich sende euch wie Schafe inmitten von Wölfen; so seid nun klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben.
17Hütet euch aber vor den Menschen; denn sie werden euch an Synedrien überliefern und in ihren Synagogen euch geißeln; 18und auch vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, ihnen und den Nationen zum Zeugnis. 19Wenn sie euch aber überliefern, so seid nicht besorgt, wie oder was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt. 20Denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist eures Vaters, der in euch redet. 21Es wird aber der Bruder den Bruder zum Tode überliefern, und der Vater das Kind; und Kinder werden sich erheben wider die Eltern und sie zum Tode bringen. (d. i. ihre Hinrichtung bewirken) 22Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden.
23Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt, so fliehet in die andere; denn wahrlich, ich sage euch, ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende sein, bis der Sohn des Menschen gekommen sein wird.
24Ein Jünger ist nicht über den Lehrer, und ein Knecht (O. Sklave) nicht über seinen Herrn. 25Es ist dem Jünger genug, daß er sei wie sein Lehrer, und der Knecht (O. Sklave) wie sein Herr. Wenn sie den Hausherrn Beelzebub genannt haben, wieviel mehr seine Hausgenossen! 26Fürchtet euch nun nicht vor ihnen. Denn es ist nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt, und verborgen, was nicht kundwerden wird. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
5Diese zwölf sandte Jesus aus und befahl ihnen und sprach: Gehet nicht auf einen Weg der Nationen, und gehet nicht in eine Stadt der Samariter; 6gehet aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 7Indem ihr aber hingehet, prediget und sprechet: Das Reich der Himmel ist nahe gekommen. 8Heilet Kranke, wecket Tote auf, reiniget Aussätzige, treibet Dämonen aus; umsonst habt ihr empfangen, umsonst gebet. 9Verschaffet euch nicht Gold noch Silber noch Kupfer in eure Gürtel, 10keine Tasche auf den Weg, noch zwei Leibröcke, noch Sandalen, noch einen Stab; denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert.
11In welche Stadt aber oder in welches Dorf irgend ihr eintretet, erforschet, wer darin würdig ist; und daselbst bleibet, bis ihr weggehet. 12Wenn ihr aber in das Haus eintretet, so grüßet es. 13Und wenn nun das Haus würdig ist, so komme euer Friede auf dasselbe; wenn es aber nicht würdig ist, so wende sich euer Friede zu euch zurück.14Und wer irgend euch nicht aufnehmen, noch eure Worte hören wird, -gehet hinaus aus jenem Hause oder jener Stadt und schüttelt den Staub von euren Füßen. 15Wahrlich, ich sage euch, es wird dem Lande von Sodom und Gomorra erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als jener Stadt. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1Und als er seine zwölf Jünger herzugerufen hatte, gab er ihnen Gewalt über unreine Geister, um sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen.
2Die Namen der zwölf Apostel aber sind diese: Der erste, Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder; 3Philippus und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Lebbäus, der zubenamt war Thaddäus; 4Simon, der Kananäer, (Sehr wahrsch. das hebr. Wort für den griech. Ausdruck "Zelotes") und Judas, der Iskariot, der ihn auch überlieferte. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
35Und Jesus zog umher durch alle Städte und Dörfer und lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium des Reiches und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen.36Als er aber die Volksmenge sah, wurde er innerlich bewegt über sie, weil sie erschöpft und verschmachtet waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. 37Dann spricht er zu seinen Jüngern: Die Ernte zwar ist groß, der Arbeiter aber sind wenige; 38bittet nun den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
27Und als Jesus von dannen weiterging, folgten ihm zwei Blinde, welche schrieen und sprachen: Erbarme dich unser, Sohn Davids! 28Als er aber in das Haus gekommen war, traten die Blinden zu ihm; und Jesus spricht zu ihnen: Glaubet ihr, daß ich dieses tun kann? Sie sagen zu ihm: Ja, Herr. 29Dann rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben. 30Und ihre Augen wurden aufgetan; und Jesus bedrohte sie und sprach: Sehet zu, niemand erfahre es! 31Sie aber gingen aus und machten ihn ruchbar in jenem ganzen Lande.
32Als sie aber weggingen, siehe, da brachten sie einen stummen Menschen zu ihm, der besessen war. 33Und als der Dämon ausgetrieben war, redete der Stumme. Und die Volksmenge verwunderte sich und sprach: Niemals ward es also in Israel gesehen. 34Die Pharisäer aber sagten: Er treibt die Dämonen aus durch (W. in (in der Kraft des)) den Obersten der Dämonen. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
18Während er dies zu ihnen redete, siehe, da kam ein Vorsteher herein und huldigte ihm und sprach: Meine Tochter ist eben jetzt verschieden; aber komm und lege deine Hand auf sie, und sie wird leben. 19Und Jesus stand auf und folgte ihm, und seine Jünger.
20Und siehe, ein Weib, das zwölf Jahre blutflüssig war, trat von hinten herzu und rührte die Quaste (S. 4. Mose 15,37-39) seines Kleides an; 21denn sie sprach bei sich selbst: Wenn ich nur sein Kleid anrühre, so werde ich geheilt (O. gerettet) werden. 22Jesus aber wandte sich um, und als er sie sah, sprach er: Sei gutes Mutes, Tochter; dein Glaube hat dich geheilt. (O. gerettet) Und das Weib war geheilt von jener Stunde an.
23Und als Jesus in das Haus des Vorstehers kam und die Pfeifer und die lärmende Volksmenge sah, 24sprach er: Gehet fort, denn das Mägdlein ist nicht gestorben, sondern es schläft. Und sie verlachten ihn. 25Als aber die Volksmenge hinausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand; und das Mägdlein stand auf. 26Und das Gerücht hiervon ging aus in jenes ganze Land. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
14Dann kommen die Jünger des Johannes zu ihm und sagen: Warum fasten wir und die Pharisäer oft, deine Jünger aber fasten nicht? 15Und Jesus sprach zu ihnen: Können etwa die Söhne des Brautgemachs trauern, so lange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird, und dann werden sie fasten.
16Niemand aber setzt einen Flicken von neuem (O. ungewalktem) Tuch auf ein altes Kleid; denn das Eingesetzte reißt von dem Kleide ab, und der Riß wird ärger. 17Auch tut man nicht neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißen die Schläuche, und der Wein wird verschüttet, und die Schläuche verderben; sondern man tut neuen Wein in neue Schläuche, und beide werden zusammen erhalten. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
9Und als Jesus von dannen weiterging, sah er einen Menschen am Zollhause sitzen, Matthäus genannt, und er spricht zu ihm: Folge mir nach. Und er stand auf und folgte ihm nach.
10Und es geschah, als er in dem Hause zu Tische lag, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und lagen zu Tische mit Jesu und seinen Jüngern. 11Und als die Pharisäer es sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum isset euer Lehrer mit den Zöllnern und Sündern? 12Als aber Jesus es hörte, sprach er: Die Starken bedürfen nicht eines Arztes, sondern die Kranken. 13Gehet aber hin und lernet, was das ist: "Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer"; (Hos. 6,6) denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1Und er stieg in das Schiff, setzte über und kam in seine eigene Stadt. (d. i. Kapernaum, (vergl. Kap. 4,13 )) 2Und siehe, sie brachten einen Gelähmten zu ihm, der auf einem Bette lag; und als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sei guten Mutes, Kind, deine Sünden sind vergeben.
3Und siehe, etliche von den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert. 4Und als Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denket ihr Arges in euren Herzen? 5Denn was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind vergeben, oder zu sagen: Stehe auf und wandle? 6Auf daß ihr aber wisset, daß der Sohn des Menschen Gewalt hat auf der Erde Sünden zu vergeben?. dann sagt er zu dem Gelähmten: Stehe auf, nimm dein Bett auf und geh nach deinem Hause.
7Und er stand auf und ging nach seinem Hause.8Als aber die Volksmengen es sahen, fürchteten sie sich und verherrlichten Gott, der solche Gewalt den Menschen gegeben. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
28Und als er an das jenseitige Ufer gekommen war, in das Land der Gergesener, (Viell. ist hier mit mehreren Handschriften "Gadarener" zu lesen) begegneten ihm zwei Besessene, die aus den Grüften hervorkamen, sehr wütend, so daß niemand jenes Weges vorbeizugehen vermochte. 29Und siehe, sie schrieen und sprachen: Was haben wir mit dir zu schaffen, Sohn Gottes? Bist du hierhergekommen, vor der Zeit uns zu quälen?
30Es war aber fern von ihnen eine Herde vieler Schweine, welche weidete. 31Die Dämonen aber baten ihn und sprachen: Wenn du uns austreibst, so sende uns in die Herde Schweine.32Und er sprach zu ihnen: Gehet hin. Sie aber fuhren aus und fuhren in die Herde Schweine. Und siehe, die ganze Herde Schweine stürzte sich den Abhang hinab in den See, und sie kamen um in dem Gewässer.
33Die Hüter aber flohen und gingen in die Stadt und verkündeten alles und das von den Besessenen.34Und siehe, die ganze Stadt ging hinaus, Jesu entgegen, und als sie ihn sahen, baten sie, daß er aus ihren Grenzen weggehen möchte. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
23Und als er in das Schiff gestiegen war, folgten ihm seine Jünger.24Und siehe, es erhob sich ein großes Ungestüm auf dem See, so daß das Schiff von den Wellen bedeckt wurde; er aber schlief. 25Und die Jünger traten hinzu, weckten ihn auf und sprachen: Herr, rette uns, wir kommen um! 26Und er spricht zu ihnen: Was seid ihr furchtsam, Kleingläubige? Dann stand er auf und bedrohte die Winde und den See; und es ward eine große Stille.
27Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was für einer ist dieser, daß auch die Winde und der See ihm gehorchen?
Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
18Als aber Jesus eine große Volksmenge um sich sah, befahl er hinwegzufahren an das jenseitige Ufer. 19Und ein Schriftgelehrter kam herzu und sprach zu ihm: Lehrer, ich will dir nachfolgen, wohin irgend du gehst. 20Und Jesus spricht zu ihm: Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlege.
21Ein anderer aber von seinen Jüngern sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben. 22Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach, und laß die Toten ihre Toten begraben. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
14Und als Jesus in das Haus des Petrus gekommen war, sah er dessen Schwiegermutter fieberkrank daniederliegen. 15Und er rührte ihre Hand an, und das Fieber verließ sie; und sie stand auf und diente ihm.
16Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus mit einem Worte, und er heilte alle Leidenden, 17damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaias geredet ist, welcher spricht: "Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten." (Jes. 53,4) Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
5Als er aber in Kapernaum eintrat, kam ein Hauptmann zu ihm, der ihn bat 6und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause gelähmt und wird schrecklich gequält. 7Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen. 8Der Hauptmann aber antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht würdig, (O. genugsam, tüchtig) daß du unter mein Dach eingehest; sondern sprich nur ein Wort, und mein Knecht wird gesund werden. 9Denn auch ich bin ein Mensch unter Gewalt und habe Kriegsknechte unter mir; und ich sage zu diesem: Gehe hin, und er geht; und zu einem anderen: Komm, und er kommt; und zu meinem Knechte: (O. Sklaven) Tue dieses, und er tut?s.
10Als aber Jesus es hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, welche nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, selbst nicht in Israel habe ich so großen Glauben gefunden. 11Ich sage euch aber, daß viele von Osten und Westen kommen und mit Abraham und Isaak und Jakob zu Tische liegen werden in dem Reiche der Himmel, 12aber die Söhne des Reiches werden hinausgeworfen werden in die äußere Finsternis: (O. in der Finsternis draußen) da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen.
13Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin, und dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht wurde gesund in jener Stunde. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1Als er aber von dem Berge herabgestiegen war, folgte ihm eine große Volksmenge. 2Und siehe, ein Aussätziger kam herzu und huldigte ihm und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen. 3Und er streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will; sei gereinigt! Und alsbald wurde sein Aussatz gereinigt. 4Und Jesus spricht zu ihm: Siehe, sage es niemandem; sondern gehe hin, zeige dich dem Priester, und bringe die Gabe dar, die Moses angeordnet hat, ihnen zum Zeugnis. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
24Jeder nun, der irgend diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich einem klugen Manne vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; 25und der Platzregen fiel hernieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten wider jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet.
26Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, der wird einem törichten Manne verglichen werden, der sein Haus auf den Sand baute; 27und der Platzregen fiel hernieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus; und es fiel, und sein Fall war groß.
28Und es geschah, als Jesus diese Worte vollendet hatte, da erstaunte die Volksmenge sehr über seine Lehre; 29denn er lehrte sie wie einer, der Gewalt hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
12Alles nun, was immer ihr wollt, daß euch die Menschen tun sollen, also tut auch ihr ihnen; denn dies ist das Gesetz und die Propheten.
13Gehet ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch dieselbe eingehen. 14Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.
15Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. 16An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen eine Traube, oder von Disteln Feigen? 17Also bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. 18Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte bringen. 19Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. 20Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.
21Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt, und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben, und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? 23und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter! Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
7Bittet, und es wird euch gegeben werden; suchet, und ihr werdet finden; klopfet an, und es wird euch aufgetan werden. 8Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden.
9Oder welcher Mensch ist unter euch, der, wenn sein Sohn ihn um ein Brot bitten würde, ihm einen Stein geben wird?10Und wenn er um einen Fisch bitten würde, ihm eine Schlange gegeben wird?11Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisset, wieviel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten! Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet; 2denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maße ihr messet, wird euch gemessen werden.
3Was aber siehst du den (O. auf den) Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr? 4Oder wie wirst du zu deinem Bruder sagen: Erlaube, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; (W. hinauswerfen) und siehe, der Balken ist in deinem Auge?5Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen.
6Gebet nicht das Heilige den Hunden; werfet auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie dieselben nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
19Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Rost zerstört, und wo Diebe durchgraben und stehlen;20sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost zerstört, und wo Diebe nicht durchgraben noch stehlen; 21denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.
22Die Lampe des Leibes ist das Auge; wenn nun dein Auge einfältig ist, so wird dein ganzer Leib licht sein; 23wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß die Finsternis!
24Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhangen und den anderen verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon.
25Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise, und der Leib mehr als die Kleidung? 26Sehet hin auf die Vögel des Himmels, daß sie nicht säen noch ernten, noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel vorzüglicher als sie? 27Wer aber unter euch vermag mit Sorgen seiner Größe (O. viell.: Lebenslänge) eine Elle zuzusetzen?
28Und warum seid ihr um Kleidung besorgt? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht. 29Ich sage euch aber, daß selbst nicht Salomon in all seiner Herrlichkeit bekleidet war wie eine von diesen. 30Wenn aber Gott das Gras des Feldes, das heute ist und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet, nicht vielmehr euch, Kleingläubige? 31So seid nun nicht besorgt, indem ihr saget: was sollen wir essen? oder: was sollen wir trinken? oder: was sollen wir anziehen? 32denn nach allem diesem trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr dies alles bedürfet.
33Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner (d. i. Gottes) Gerechtigkeit, und dies alles wird euch hinzugefügt werden. 34So seid nun nicht besorgt auf den morgenden Tag, denn der morgende Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
5Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. 6Du aber, wenn du betest, so gehe in deine Kammer und, nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.
7Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, daß sie um ihres vielen Redens willen werden erhört werden. 8Seid ihnen nun nicht gleich; denn euer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe ihr ihn bittet. 9Betet ihr nun also: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; 10dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden. 11Unser nötiges Brot (O. tägliches Brot, od.: unser Brot für (od. bis) morgen) gib uns heute;12und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben; 13und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. - 14Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebet, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben;15wenn ihr aber den Menschen ihre Vergehungen nicht vergebet, so wird euer Vater auch eure Vergehungen nicht vergeben. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
5Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. 6Du aber, wenn du betest, so gehe in deine Kammer und, nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.
7Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, daß sie um ihres vielen Redens willen werden erhört werden. 8Seid ihnen nun nicht gleich; denn euer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe ihr ihn bittet. 9Betet ihr nun also: Unser Vater, der du bist in den Himmeln, geheiligt werde dein Name; 10dein Reich komme; dein Wille geschehe, wie im Himmel also auch auf Erden. 11Unser nötiges Brot (O. tägliches Brot, od.: unser Brot für (od. bis) morgen) gib uns heute;12und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben; 13und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. - 14Denn wenn ihr den Menschen ihre Vergehungen vergebet, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben;15wenn ihr aber den Menschen ihre Vergehungen nicht vergebet, so wird euer Vater auch eure Vergehungen nicht vergeben. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1Habet acht, daß ihr euer Almosen nicht gebet (Nach and. Les.: eure Gerechtigkeit nicht übet) vor den Menschen, um von ihnen gesehen zu werden; wenn aber nicht, so habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater, der in den Himmeln ist.
2Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen, wie die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Straßen, damit sie von den Menschen geehrt werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. 3Du aber, wenn du Almosen gibst, so laß deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut; 4damit dein Almosen im Verborgenen sei, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
43Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. 44Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen, 45damit ihr Söhne eures Vaters seid, der in den Himmeln ist; denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.
46Denn wenn ihr liebet, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? 47Und wenn ihr eure Brüder allein grüßet, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die von den Nationen dasselbe? 48Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
38Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Auge um Auge, und Zahn um Zahn. 39Ich aber sage euch: Widerstehet nicht dem Bösen, sondern wer irgend dich auf deinen rechten Backen schlagen wird, dem biete auch den anderen dar; 40und dem, der mit dir vor Gericht gehen (O. rechten) und deinen Leibrock (O. dein Unterkleid; so auch später) nehmen will, dem laß auch den Mantel. 41Und wer irgend dich zwingen wird, eine Meile zu gehen, mit dem geh zwei. 42Gib dem, der dich bittet, und weise den nicht ab, (O. wende dich nicht von dem ab) der von dir borgen will.
Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
33Wiederum habt ihr gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht fälschlich schwören, du sollst aber dem Herrn deine Eide erfüllen. 34Ich aber sage euch: Schwöret überhaupt nicht; weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron; 35noch bei der Erde, denn sie ist seiner Füße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt; 36noch sollst du bei deinem Haupte schwören, denn du vermagst nicht, ein Haar weiß oder schwarz zu machen. 37Es sei aber eure Rede: Ja, ja; nein, nein; was aber mehr ist als dieses, ist aus dem Bösen. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
27Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. 28Ich aber sage euch, daß jeder, der ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen.
29Wenn aber dein rechtes Auge dich ärgert, (d. h. dir zum Fallstrick wird) so reiß es aus und wirf es von dir; denn es ist dir nütze, daß eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde. 30Und wenn deine rechte Hand dich ärgert, (d. h. dir zum Fallstrick wird) so haue sie ab und wirf sie von dir; denn es ist dir nütze, daß eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde.
31Es ist aber gesagt: Wer irgend sein Weib entlassen wird, gebe ihr einen Scheidebrief. 32Ich aber sage euch: Wer irgend sein Weib entlassen wird, außer auf Grund von Hurerei, macht, daß sie Ehebruch begeht; und wer irgend eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
21Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber irgend töten wird, wird dem Gericht verfallen sein. 22Ich aber sage euch, daß jeder, der seinem Bruder ohne Grund zürnt, dem Gericht verfallen sein wird; wer aber irgend zu seinem Bruder sagt: Raka! (Ein Ausdruck der Verachtung: Tor, Taugenichts) dem Synedrium verfallen sein wird; wer aber irgend sagt: Du Narr! (O. Verrückter; auch: Gottloser) der Hölle des Feuers verfallen sein wird.
23Wenn du nun deine Gabe darbringst zu dem Altar und dich daselbst erinnerst, daß dein Bruder etwas wider dich habe, 24so laß daselbst deine Gabe vor dem Altar und geh zuvor hin, versöhne dich mit deinem Bruder; und dann komm und bringe deine Gabe dar.
25Willfahre deiner Gegenpartei (O. deinem (der) Widersacher; wie anderswo) schnell, während du mit ihr auf dem Wege bist; damit nicht etwa die Gegenpartei (O. deinem (der) Widersacher; wie anderswo) dich dem Richter überliefere, und der Richter dich dem Diener überliefere, und du ins Gefängnis geworfen werdest. 26Wahrlich, ich sage dir: du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig (W. Quadrans= 2 Lepta od. 1 Pfennig) bezahlt hast. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
17Wähnet nicht, daß ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. (d. h. in ganzer Fülle darzustellen) 18Denn wahrlich, ich sage euch: Bis daß der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. 19Wer irgend nun eines dieser geringsten Gebote auflöst und also die Menschen lehrt, wird der Geringste heißen im Reiche der Himmel; wer irgend aber sie tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reiche der Himmel.
20Denn ich sage euch: Wenn nicht eure Gerechtigkeit vorzüglicher ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
13Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos (O. fade) geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden.
14Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berge liegt, kann nicht verborgen sein. 15Man zündet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Scheffel sondern auf das Lampengestell, und sie leuchtet allen, die im Hause sind. 16Also (d. h. so wie die Lampe in v 15) lasset euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten (O. rechtschaffenen) Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1Als er aber die Volksmengen sah, stieg er auf den Berg; und als er sich gesetzt hatte, traten seine Jünger zu ihm. 2Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:
3Glückselig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Reich der Himmel.
4Glückselig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden.
5Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land ererben.
6Glückselig die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden gesättigt werden.
7Glückselig die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren.
8Glückselig die reinen Herzens sind, (W. die Reinen im (von) Herzen) denn sie werden Gott schauen.
9Glückselig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen.
10Glückselig die um Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel.
11Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und jedes böse Wort lügnerisch wider euch reden werden um meinetwillen. 12Freuet euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn also haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
18Als er aber am See von Galiläa wandelte, sah er zwei Brüder: Simon, genannt Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die ein Netz in den See warfen, denn sie waren Fischer. 19Und er spricht zu ihnen: Kommet mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen. 20Sie aber verließen alsbald die Netze und folgten ihm nach.
21Und von dannen weitergehend, sah er zwei andere Brüder: Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiffe mit ihrem Vater Zebedäus, wie sie ihre Netze ausbesserten; und er rief sie. 22Sie aber verließen alsbald das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach.
Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
12Als er aber gehört hatte, daß Johannes überliefert worden war, entwich er nach Galiläa; 13und er verließ Nazareth und kam und wohnte in Kapernaum, das am See (d. i. See Genezareth oder Tiberias) liegt, in dem Gebiet von Zabulon und Nephtalim; 14auf daß erfüllt würde, was durch den Propheten Jesajas geredet ist, welcher spricht: 15"Land Zabulon und Land Nephtalim, gegen den See hin, jenseit des Jordan, Galiläa der Nationen: 16das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Lande und Schatten des Todes saßen, Licht ist ihnen aufgegangen." (Jes. 9,1-2)
17Von da an begann Jesus zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1Dann wurde Jesus von dem Geiste in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel versucht zu werden; 2und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn danach. 3Und der Versucher trat zu ihm hin und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, daß diese Steine Brot werden. 4Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: "Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Worte, das durch den Mund Gottes ausgeht." (5. Mose 8,3)
5Dann nimmt der Teufel ihn mit in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels (d. h. der Gebäude im allgemeinen; der Tempel selbst, das "Heiligtum", wird im Griechischen durch ein anderes Wort bezeichnet) 6und spricht zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben: "Er wird seinen Engeln über dir befehlen, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest." (Ps. 91,11-12) 7Jesus sprach zu ihm: Wiederum steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen." (5. Mose 6,16)
8Wiederum nimmt der Teufel ihn mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9und spricht zu ihm: Alles dieses will ich dir geben, wenn du niederfallen und mich anbeten (O. mir huldigen; so auch v 10) willst. 10Da spricht Jesus zu ihm: Geh hinweg, Satan! denn es steht geschrieben: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen." (5. Mose 6,13) 11Dann verläßt ihn der Teufel, und siehe, Engel kamen herzu und dienten ihm. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
13Dann kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um von ihm getauft zu werden.14Johannes aber wehrte ihm und sprach: Ich habe nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir? 15Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Laß es jetzt so sein; denn also gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Dann läßt er es ihm zu. (W. Dann läßt er ihn)
16Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald von dem Wasser herauf; und siehe, die Himmel wurden ihm aufgetan, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herniederfahren und auf ihn kommen. 17Und siehe, eine Stimme kommt aus den Himmeln, welche spricht: Dieser ist mein geliebter Sohn, an welchem ich Wohlgefallen gefunden habe. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1In jenen Tagen aber kommt Johannes der Täufer und predigt in der Wüste von Judäa 2und spricht: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen. 3Denn dieser ist der, von welchem durch den Propheten Jesaias geredet ist, welcher spricht: "Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet gerade seine Steige." (Jes. 40,3)
4Er aber, Johannes, hatte seine Kleidung von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig. 5Da ging zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und die ganze Umgegend des Jordan;6und sie wurden von ihm im Jordan getauft, indem sie ihre Sünden bekannten.
7Als er aber viele der Pharisäer und Sadducäer zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Otternbrut! wer hat euch gewiesen, dem kommenden Zorn zu entfliehen? 8Bringet (Eig. Habet gebracht, d. h. habet gebracht und bringet noch; die griechische Zeitform bezeichnet beides) nun der Buße würdige Frucht; 9und denket nicht bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater; denn ich sage euch, daß Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag. 10Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
11Ich zwar taufe euch mit (W. in) Wasser zur Buße; der nach mir Kommende aber ist stärker als ich, dessen Sandalen zu tragen ich nicht würdig (Eig. genugsam, tüchtig) bin; er wird euch mit (W. in) Heiligem Geiste und Feuer taufen; 12dessen Worfschaufel in seiner Hand ist, und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln, die Spreu aber wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
19Als aber Herodes gestorben war, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum in Ägypten 20und spricht: Stehe auf, nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und ziehe in das Land Israel; denn sie sind gestorben, die dem Kindlein nach dem Leben trachteten.
21Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich, und er kam in das Land Israel.22Als er aber hörte, daß Archelaus über Judäa herrsche, anstatt seines Vaters Herodes, fürchtete er sich, dahin zu gehen; und als er im Traum eine göttliche Weisung empfangen hatte, zog er hin in die Gegenden von Galiläa 23und kam und wohnte in einer Stadt, genannt Nazareth; damit erfüllt würde, was durch die Propheten geredet ist: "Er wird Nazarener genannt werden." Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Matthäus 2
16Da ergrimmte Herodes sehr, als er sah, daß er von den Magiern hintergangen worden war; und er sandte hin und ließ alle Knaben töten, die in Bethlehem und in allen seinen Grenzen waren, von zwei Jahren und darunter, nach der Zeit, die er von den Magiern genau erforscht (O. erfahren) hatte. 17Da wurde erfüllt, was durch den Propheten Jeremias geredet ist, welcher spricht:18"Eine Stimme ist in Rama gehört worden, Weinen und viel Wehklagen: Rahel beweint ihre Kinder, und sie wollte sich nicht trösten lassen, weil sie nicht mehr sind." (Jer. 31,15) Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Matthäus 2
13Als sie aber hingezogen waren, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum und spricht: Stehe auf, nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und fliehe nach Ägypten, und sei daselbst, bis ich es dir sage; denn Herodes wird das Kindlein suchen, um es umzubringen.
14Er aber stand auf, nahm das Kindlein und seine Mutter des Nachts zu sich und zog hin nach Ägypten.15Und er war daselbst bis zum Tode Herodes?, auf daß erfüllt würde, was von dem Herrn geredet ist durch den Propheten, welcher spricht: "Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen." (Hos. 11,1) Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Matthäus 2
1Als aber Jesus zu Bethlehem in Judäa geboren war, in den Tagen Herodes?, des Königs, siehe, da kamen Magier (Morgenländische Priester und Sternkundige) vom Morgenlande nach Jerusalem, welche sprachen: 2Wo ist der König der Juden, der geboren worden ist? Denn wir haben seinen Stern im Morgenlande gesehen und sind gekommen, ihm zu huldigen.
3Als aber der König Herodes es hörte, wurde er bestürzt, und ganz Jerusalem mit ihm; 4und er versammelte alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle. 5Sie aber sagten ihm: Zu Bethlehem in Judäa; denn also steht durch den Propheten geschrieben: 6"Und du, Bethlehem, Land Juda, bist keineswegs die geringste unter den Fürsten Judas; denn aus dir wird ein Führer hervorkommen, der mein Volk Israel weiden wird". (Micha 5,1)
7Dann berief Herodes die Magier heimlich und erforschte (O. erfuhr) genau von ihnen die Zeit der Erscheinung des Sternes; (O. des Sternes, welcher erschien; W. des erscheinenden Sternes)8und er sandte sie nach Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet genau nach dem Kindlein; wenn ihr es aber gefunden habt, so berichtet es mir, damit auch ich komme und ihm huldige. 9Sie aber, als sie den König gehört hatten, zogen hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er kam und oben über dem Orte stand, wo das Kindlein war. 10Als sie aber den Stern sahen, freuten sie sich mit sehr großer Freude. 11Und als sie in das Haus gekommen waren, sahen sie das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und sie fielen nieder und huldigten ihm; und sie taten ihre Schätze auf und opferten ihm Gaben: Gold und Weihrauch und Myrrhe.
12Und als sie im Traum eine göttliche Weisung empfangen hatten, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Wege hin in ihr Land. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Matthäus 2
18Die Geburt Jesu Christi war aber also: Als nämlich Maria, seine Mutter, dem Joseph verlobt war, wurde sie, ehe sie zusammengekommen waren, schwanger erfunden von dem Heiligen Geiste. 19Joseph aber, ihr Mann, indem er gerecht war und sie nicht öffentlich zur Schau stellen wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen.
20Indem er aber solches bei sich überlegte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn ("Herr", ohne Artikel, bezeichnet hier und an vielen anderen Stellen den Namen "Jehova") im Traum und sprach: Joseph, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein Weib, zu dir zu nehmen; denn das in ihr Gezeugte ist von dem Heiligen Geiste. 21Und sie wird einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus heißen; denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden. 22Dies alles geschah aber, auf daß erfüllt würde, was von dem Herrn ("Herr", ohne Artikel bezeichnet hier und an vielen anderen Stellen den Namen: "Jehova") geredet ist durch den Propheten, welcher spricht: 23"Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen Emmanuel heißen", (Jes. 7,14) was verdolmetscht ist: Gott mit uns.
24Joseph aber, vom Schlafe erwacht, tat, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm sein Weib zu sich; 25und er erkannte sie nicht, bis sie ihren erstgeborenen Sohn geboren hatte; und er hieß seinen Namen Jesus. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Matthäus 1
1Buch des Geschlechts Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams.
2Abraham zeugte Isaak; Isaak aber zeugte Jakob, Jakob aber zeugte Juda und seine Brüder; 3Juda aber zeugte Phares und Zara von der Thamar; Phares aber zeugte Esrom, Esrom aber zeugte Aram, 4Aram aber zeugte Aminadab, Aminadab aber zeugte Nahasson, Nahasson aber zeugte Salmon, 5Salmon aber zeugte Boas von der Rahab; Boas aber zeugte Obed von der Ruth; Obed aber zeugte Jesse, 6Jesse aber zeugte David, den König. David aber zeugte Salomon von der, die Urias Weib gewesen; 7Salomon aber zeugte Roboam, Roboam aber zeugte Abia, Abia aber zeugte Asa, 8Asa aber zeugte Josaphat, Josaphat aber zeugte Joram, Joram aber zeugte Osia, 9Osia aber zeugte Joatham, Joatham aber zeugte Achas, Achas aber zeugte Ezekia, 10Ezekia aber zeugte Manasse, Manasse aber zeugte Amon, Amon aber zeugte Josia, 11Josia aber zeugte Jechonia und seine Brüder um die Zeit der Wegführung nach Babylon.
12Nach der Wegführung nach Babylon aber zeugte Jechonia Salathiel, Salathiel aber zeugte Zorobabel, 13Zorobabel aber zeugte Abiud, Abiud aber zeugte Eliakim, Eliakim aber zeugte Asor,14Asor aber zeugte Zadok, Zadok aber zeugte Achim, Achim aber zeugte Eliud,15Eliud aber zeugte Eleasar, Eleasar aber zeugte Matthan, Matthan aber zeugte Jakob,16Jakob aber zeugte Joseph, den Mann der Maria, von welcher Jesus geboren wurde, der Christus genannt wird.
17So sind nun alle Geschlechter von Abraham bis auf David vierzehn Geschlechter, und von David bis zur Wegführung nach Babylon vierzehn Geschlechter, und von der Wegführung nach Babylon bis auf den Christus vierzehn Geschlechter.
Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Matthäus 1
3Ich danke meinem Gott bei aller meiner (O. für meine ganze) Erinnerung an euch 4allezeit in jedem meiner Gebete, (Eig. Bitte, Flehen; so auch v 19) indem ich für euch alle das Gebet mit Freuden tue, 5wegen eurer Teilnahme an (O. Gemeinschaft mit) dem Evangelium vom ersten Tage an bis jetzt,6indem ich eben dessen in guter Zuversicht bin, daß der, welcher ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollführen wird bis auf den Tag Jesu Christi.
7Wie es für mich recht ist, daß ich dies in betreff euer aller denke, weil ihr mich im Herzen habt, (And. üb.: weil ich euch im Herzen habe) und sowohl in meinen Banden, als auch in der Verantwortung (O. Verteidigung; so auch v 16) und Bestätigung des Evangeliums, ihr alle meine Mitteilnehmer der Gnade (O. Mitteilnehmer meiner Gnade) seid. 8Denn Gott ist mein Zeuge, wie ich mich nach euch allen sehne mit dem Herzen Christi Jesu. 9Und um dieses bete ich, daß eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und aller Einsicht, 10damit ihr prüfen möget, was das Vorzüglichere sei, auf daß ihr lauter und unanstößig seid auf den Tag Christi, 11erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum ist, zur Herrlichkeit und zum Preise Gottes. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Philipper 1
1Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi, allen Heiligen in Christo Jesu, die in Philippi sind, mit den Aufsehern und Dienern: (Griech.: Diakonen)
2Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesu Christo! Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Philipper 1
23Und Jesus zog in ganz Galiläa umher, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium des Reiches und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen unter dem Volke. 24Und sein Ruf ging aus in das ganze Syrien; und sie brachten zu ihm alle Leidenden, die mit mancherlei Krankheiten und Qualen behaftet waren, und Besessene und Mondsüchtige und Gelähmte; und er heilte sie. 25Und es folgten ihm große Volksmengen von Galiläa und Dekapolis (d. h. Zehnstadt, ein Landstrich mit zehn Städten im Nordosten von Palästina) und Jerusalem und Judäa und von jenseit des Jordan. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
21Auf daß aber auch ihr meine Umstände (Eig. das mich Betreffende; so auch v 22; Phil. 1,12; 2,19) wisset, wie es mir geht, (O. was ich mache) so wird Tychikus, der geliebte Bruder und treue Diener im Herrn, euch alles kundtun, 22den ich eben deshalb zu euch gesandt habe, auf daß ihr unsere Umstände wisset, und er eure Herzen tröste.
23Friede den Brüdern und Liebe mit Glauben von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesu Christo! 24Die Gnade mit allen denen, die unseren Herrn Jesu Christum lieben in Unverderblichkeit! (O. Unvergänglichkeit) Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Ephesser 6
10Übrigens, Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11Ziehet an die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr zu bestehen vermöget wider die Listen des Teufels. 12Denn unser Kampf ist nicht wider Fleisch und Blut, (Eig. Blut und Fleisch) sondern wider die Fürstentümer, wider die Gewalten, wider die Weltbeherrscher dieser Finsternis, wider die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern. 13Deshalb nehmet (O. ergreifet) die ganze Waffenrüstung Gottes, auf daß ihr an dem bösen Tage zu widerstehen und, nachdem ihr alles ausgerichtet (O. überwältigt) habt, zu stehen vermöget.
14Stehet nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Brustharnisch der Gerechtigkeit, 15und beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft des (O. Bereitwilligkeit zum) Evangeliums des Friedens, 16indem ihr über das alles ergriffen habt den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auszulöschen vermöget, alle feurigen (O. brennenden) Pfeile des Bösen. 17Nehmet (O. Empfanget) auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches Gottes Wort ist;
18zu aller Zeit betend mit allem Gebet und Flehen in dem Geiste, und eben hierzu wachend in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen, 19und für mich, auf daß mir Rede verliehen werde im Auftun meines Mundes, um mit Freimütigkeit kundzutun das Geheimnis des Evangeliums, 20(für welches ich ein Gesandter bin in Ketten), (W. in einer Kette) damit ich in demselben freimütig rede, wie ich reden soll. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Ephesser 6
1Ihr Kinder, gehorchet euren Eltern im Herrn, denn das ist recht. 2"Ehre deinen Vater und deine Mutter", welches das erste Gebot mit Verheißung ist, 3"auf daß es dir wohlgehe und du lange lebest auf der Erde". (2. Mose 20,12; 5. Mose 5,16)
4Und ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.
5Ihr Knechte, (O. Sklaven) gehorchet euren Herren nach dem Fleische mit Furcht und Zittern, in Einfalt eures Herzens, als dem Christus; 6nicht mit Augendienerei, als Menschengefällige, sondern als Knechte (O. Sklaven) Christi, indem ihr den Willen Gottes von Herzen tut, 7und mit Gutwilligkeit dienet, als dem Herrn und nicht den Menschen, 8da ihr wisset, daß, was irgend ein jeder Gutes tun wird, er dies vom Herrn empfangen wird, er sei Sklave oder Freier.
9Und ihr Herren, tut dasselbe gegen sie und lasset das Drohen, da ihr wisset, daß sowohl ihr als euer Herr in den Himmeln ist, und daß bei ihm kein Ansehen der Person ist. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Ephesser 6
21einander unterwürfig in der Furcht Christi.
22Ihr Weiber, seid unterwürfig euren eigenen Männern, als dem Herrn. 23Denn der Mann ist das Haupt des Weibes, wie auch der Christus das Haupt der Versammlung ist; er ist des Leibes Heiland. 24Aber gleichwie die Versammlung dem Christus unterworfen ist, also auch die Weiber ihren Männern in allem.
25Ihr Männer, liebet eure Weiber, gleichwie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, 26auf daß er sie heiligte, sie reinigend (O. gereinigt habend) durch die Waschung mit Wasser durch das Wort, 27auf daß er die Versammlung sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei. 28Also sind auch die Männer schuldig, ihre (Eig. ihre eigenen) Weiber zu lieben wie (O. als) ihre eigenen Leiber. Wer sein (Eig. sein eigenes) Weib liebt, liebt sich selbst. 29Denn niemand hat jemals sein eigenes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie auch der Christus die Versammlung. 30Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleische und von seinen Gebeinen . 31"Deswegen wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und die zwei werden ein (W. zu einem) Fleisch sein". (1. Mose 2,24)32Dieses Geheimnis ist groß; ich aber sage es in Bezug auf Christum und auf die Versammlung. 33Doch auch ihr, ein jeder von euch liebe sein Weib also wie sich selbst; das Weib aber, daß sie den Mann fürchte. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Ephesser 5
1Seid nun Nachahmer Gottes, als geliebte Kinder, 2und wandelt in Liebe, gleichwie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch.
3Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Habsucht (O. Gier) werde nicht einmal unter euch genannt, gleichwie es Heiligen geziemt; 4auch Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzelei, welche sich nicht geziemen, sondern vielmehr Danksagung. 5Denn dieses wisset und erkennet ihr, (Eig. wisset ihr, indem ihr erkennet) daß kein Hurer oder Unreiner oder Habsüchtiger, (O. Gieriger) (welcher ein Götzendiener ist) ein Erbteil hat in dem Reiche Christi und Gottes. 6Niemand verführe euch mit eitlen (O. leeren) Worten, denn dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams. 7Seid nun nicht ihre Mitgenossen.
8Denn einst waret ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn; wandelt als Kinder des Lichts, 9(denn die Frucht des Lichts besteht in aller Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit), 10indem ihr prüfet, was dem Herrn wohlgefällig ist. 11Und habet nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, vielmehr aber strafet sie auch; (O. stellet sie auch bloß) 12denn was heimlich von ihnen geschieht, ist schändlich selbst zu sagen. 13Alles aber, was bloßgestellt (O. gestraft) wird, wird durch das Licht offenbar gemacht; (O. was durch das Licht bloßgestellt wird, wird offenbar gemacht) denn das Licht ist es, welches alles offenbar macht. (And. üb.: denn alles, was offenbar gemacht wird, ist Licht) 14Deshalb sagt er: Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, und der Christus wird dir leuchten!
15Sehet nun zu, wie ihr sorgfältig wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, 16die gelegene Zeit auskaufend, denn die Tage sind böse. 17Darum seid nicht töricht, sondern verständig, was der Wille des Herrn sei. 18Und berauschet euch nicht mit Wein, in welchem Ausschweifung ist, sondern werdet mit dem Geiste erfüllt, 19redend zueinander (O. zu euch selbst) in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern, singend und spielend dem Herrn in (O. mit) eurem Herzen, 20danksagend allezeit für alles dem Gott und Vater im Namen unseres Herrn Jesu Christi, Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Ephesser 5
25Deshalb, da ihr die Lüge (d. h. alles Falsche und Unwahre) abgelegt habt, redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, denn wir sind Glieder voneinander. 26Zürnet, und sündiget nicht. Die Sonne gehe nicht unter über eurem Zorn, 27und gebet nicht Raum dem Teufel.28Wer gestohlen hat, (W. der Stehler) stehle nicht mehr, sondern arbeite vielmehr und wirke mit seinen Händen das Gute, auf daß er dem Dürftigen mitzuteilen habe. 29Kein faules (O. verderbte) Rede gehe aus eurem Munde, sondern das irgend gut ist zur notwendigen (d. h. je nach vorliegendem Bedürfnis) Erbauung, auf daß es den Hörenden Gnade darreiche. 30Und betrübet nicht den Heiligen Geist Gottes, durch welchen ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung. 31Alle Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggetan, samt aller Bosheit. 32Seid aber gegeneinander gütig, mitleidig, einander vergebend, (O. Gnade erweisend) gleichwie auch Gott in Christo euch vergeben (O. Gnade erwiesen) hat. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Ephesser 4
17Dieses nun sage und bezeuge ich im Herrn, daß ihr forthin nicht wandelt, wie auch die übrigen Nationen wandeln, in Eitelkeit ihres Sinnes, 18verfinstert am Verstande, entfremdet dem Leben Gottes wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verstockung (O. Verblendung) ihres Herzens, 19welche, da sie alle Empfindlichkeit verloren, sich selbst der Ausschweifung hingegeben haben, alle Unreinigkeit mit Gier (And. üb.: in Habsucht) auszuüben.
20Ihr aber habt den Christus nicht also gelernt,21wenn ihr anders ihn gehört habt und in ihm gelehrt worden seid, wie die Wahrheit in dem Jesus ist: 22daß ihr, was den früheren Lebenswandel betrifft, abgelegt habt den alten Menschen, der nach den betrügerischen Lüsten verdorben wird, (O. sich verdirbt) 23aber erneuert werdet in dem Geiste eurer Gesinnung 24und angezogen habt den neuen Menschen, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit. (O. Frömmigkeit. W. Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit) Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Ephesser 4
1Ich ermahne euch nun, ich, der Gefangene (O. der Gebundene) im Herrn, daß ihr würdig wandelt der Berufung, mit (O. gemäß) welcher ihr berufen worden seid, 2mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut, einander ertragend in Liebe, 3euch befleißigend, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem Bande (O. durch das Band) des Friedens. 4Da ist ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden seid in einer Hoffnung eurer Berufung. 5Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, 6ein Gott und Vater aller, der da ist über allen (O. allem) und durch alle (O. überall) und in uns allen.
7Jedem einzelnen aber von uns ist die Gnade gegeben worden nach dem Maße der Gabe des Christus. 8Darum sagt er: "Hinaufgestiegen in die Höhe, hat er die Gefangenschaft gefangen geführt und den Menschen Gaben gegeben". (Ps. 68,18) 9Das aber: Er ist hinaufgestiegen, was ist es anders, als daß er auch hinabgestiegen ist in die unteren Teile der Erde? 10Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, auf daß er alles erfüllte.
11Und er hat die einen gegeben als Apostel und andere als Propheten und andere als Evangelisten und andere als Hirten und Lehrer, 12zur Vollendung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Auferbauung des Leibes Christi, (O. des Christus) 13bis wir alle hingelangen zu der Einheit des Glaubens und zur Erkenntnis des Sohnes Gottes, zu dem erwachsenen Manne, zu dem Maße des vollen Wuchses der Fülle des Christus; 14auf daß wir nicht mehr Unmündige seien, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Winde der Lehre, die da kommt durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum; (And. üb.: in listig ersonnener Weise irre zu führen)
15sondern die Wahrheit festhaltend (O. bekennend, od. der Wahrheit uns befleißigend) in Liebe, laßt uns in allem heranwachsen zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus, 16aus welchem der ganze Leib, wohl zusammengefügt und verbunden durch jedes Gelenk der Darreichung, nach der Wirksamkeit in dem Maße jedes einzelnen Teiles, für sich das Wachstum des Leibes bewirkt zu seiner Selbstauferbauung in Liebe. Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
Auslegung SoundWords.de Ephesser 4
14Dieserhalb beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesu Christi , 15von welchem jede Familie in den Himmeln und auf Erden benannt wird, 16auf daß er euch gebe, nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem inneren Menschen; 17daß der Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, indem ihr in Liebe gewurzelt und gegründet seid,
18auf daß ihr völlig zu erfassen vermöget mit allen Heiligen, welches die Breite und Länge und Tiefe und Höhe sei, 19und zu erkennen die die Erkenntnis übersteigende Liebe des Christus, auf daß ihr erfüllt sein möget zu der ganzen Fülle Gottes. 20Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als was wir erbitten oder erdenken, nach der Kraft, die in uns wirkt, 21ihm sei die Herrlichkeit in der Versammlung in Christo Jesu, auf alle Geschlechter des Zeitalters der Zeitalter hin! Amen.) Elberfelder1871
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Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1Dieserhalb ich, Paulus, der Gefangene (O. der Gebundene) Christi Jesu für euch, die Nationen- 2(wenn ihr anders gehört habt von der Verwaltung der Gnade Gottes, die mir in Bezug auf euch gegeben ist, 3daß mir durch Offenbarung das Geheimnis kundgetan worden-(wie ich es zuvor in kurzem beschrieben habe, 4woran ihr im Lesen merken könnt mein Verständnis in dem Geheimnis des Christus), 5welches in anderen Geschlechtern den Söhnen der Menschen nicht kundgetan worden, wie es jetzt geoffenbart worden ist seinen heiligen Aposteln und Propheten im Geiste: (d. h. in der Kraft des Geistes) 6daß die aus den Nationen Miterben seien und Miteinverleibte (W. Mit-Leib) und Mitteilhaber seiner Verheißung in Christo Jesu durch das Evangelium, 7dessen Diener ich geworden bin nach der Gabe der Gnade Gottes, die mir gegeben ist nach der Wirksamkeit seiner Kraft.
8Mir, dem Allergeringsten von allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden, unter den Nationen den unausforschlichen Reichtum des Christus zu verkündigen, (W. zu evangelisieren) 9und alle zu erleuchten, welches die Verwaltung des Geheimnisses sei, das von den Zeitaltern (O. von Ewigkeit) her verborgen war in Gott, der alle Dinge geschaffen hat; 10auf daß jetzt den Fürstentümern und den Gewalten in den himmlischen Örtern durch die Versammlung kundgetan werde die gar mannigfaltige Weisheit Gottes, 11nach dem Vorsatz der Zeitalter, (O. nach dem ewigen Vorsatz) den er gefaßt hat in Christo Jesu, unserem Herrn;12in welchem wir die Freimütigkeit haben und den Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn. 13Deshalb bitte ich, nicht mutlos zu werden durch meine Drangsale für euch, welche eure Ehre sind. (W. welches? ist) Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
11Deshalb seid eingedenk, daß ihr, einst die Nationen im Fleische, welche Vorhaut genannt werden von der sogenannten Beschneidung, die im Fleische mit Händen geschieht, 12daß ihr zu jener Zeit ohne (O. getrennt von, außer Verbindung mit) Christum waret, entfremdet dem Bürgerrecht Israels, und Fremdlinge betreffs der Bündnisse der Verheißung, keine Hoffnung habend, und ohne Gott (O. und Atheisten, d. h. nicht an Gott glaubend) in der Welt. 13Jetzt aber, in Christo Jesu, seid ihr, die ihr einst fern waret, durch das Blut des Christus nahe geworden.
14Denn er ist unser Friede, der aus beiden eines gemacht und abgebrochen hat die Zwischenwand der Umzäunung, 15nachdem er in seinem Fleische die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, hinweggetan hatte, auf daß er die zwei, Frieden stiftend, in sich selbst zu einem neuen Menschen schüfe, 16und die beiden in einem Leibe mit Gott versöhnte durch das Kreuz, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte. 17Und er kam und verkündigte (W. evangelisierte) Frieden, euch, den Fernen, und Frieden den Nahen. 18Denn durch ihn haben wir beide den Zugang durch einen Geist zu dem Vater.
19Also seid ihr denn nicht mehr Fremdlinge und ohne Bürgerrecht, (O. und Beisassen) sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, 20aufgebaut auf die Grundlage der Apostel und Propheten, indem Jesus Christus selbst Eckstein ist, 21in welchem der ganze Bau, wohl zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, 22in welchem auch ihr mitaufgebaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geiste. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1auch euch, die ihr tot waret in euren Vergehungen und Sünden, 2in welchen ihr einst wandeltet nach dem Zeitlauf dieser Welt, nach dem Fürsten der Gewalt der Luft, des Geistes, der jetzt wirksam ist in den Söhnen des Ungehorsams; 3unter welchen auch wir einst alle unseren Verkehr hatten in den Lüsten unseres Fleisches, indem wir den Willen (W. die Willen, d. h. alles was das Fleisch und die Gedanken wollten) des Fleisches und der Gedanken taten und von Natur Kinder des Zorns waren, wie auch die übrigen.
4Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, wegen seiner vielen Liebe, womit er uns geliebt hat, 5als auch wir in den Vergehungen tot waren, hat uns mit dem Christus lebendig gemacht, -durch Gnade seid ihr errettet- 6und hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in den himmlischen Örtern in Christo Jesu, 7auf daß er in den kommenden Zeitaltern den überschwenglichen Reichtum seiner Gnade in Güte gegen uns erwiese in Christo Jesu. 8Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; 9nicht aus Werken, auf daß niemand sich rühme. 10Denn wir sind sein Werk, (O. Gebilde) geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, auf daß wir in ihnen wandeln sollen. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
15Weshalb auch ich, nachdem ich gehört habe von dem Glauben an den Herrn Jesu, der in euch ist, und von der Liebe, die ihr zu allen Heiligen habt, 16nicht aufhöre, für euch zu danken, euer erwähnend in meinen Gebeten, 17auf daß der Gott unseres Herrn Jesu Christi, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und Offenbarung in der Erkenntnis seiner selbst, 18damit ihr, erleuchtet an den Augen eures Herzens, wisset, welches die Hoffnung seiner Berufung ist, und welches der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen, 19und welches die überschwengliche Größe seiner Kraft an (O. in Bezug auf) uns, den Glaubenden, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke, 20in welcher (Eig. welche) er gewirkt hat in dem Christus, indem er ihn aus den Toten auferweckte; (und er setzte ihn zu seiner Rechten in den himmlischen Örtern, 21über jedes Fürstentum und jede Gewalt und Kraft und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen, 22und hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Versammlung gegeben, 23welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt); Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
3Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern in Christo, 4wie er uns auserwählt hat in ihm vor Grundlegung der Welt, daß wir heilig und tadellos seien vor ihm in Liebe; 5und uns zuvorbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesum Christum für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens, 6zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, worin er uns begnadigt hat (O. womit er uns angenehm gemacht hat) in dem Geliebten,
7in welchem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade, 8welche er gegen uns hat überströmen lassen in aller Weisheit und Einsicht, 9indem er uns kundgetan hat das Geheimnis seines Willens, nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgesetzt hat in sich selbst 10für die Verwaltung (O. den Haushalt) der Fülle der Zeiten: alles unter ein Haupt zusammenzubringen in dem Christus, das was in den Himmeln und das, was auf der Erde ist, in ihm,
11in welchem wir auch ein Erbteil erlangt haben, (O. zu Erben gemacht worden sind) die wir zuvorbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Rate seines Willens, 12damit wir zum Preise seiner Herrlichkeit seien, die wir zuvor auf den Christus gehofft haben;
13auf welchen auch ihr gehofft, (O. in welchem auch ihr ein Erbteil erlangt habt, od. in welchem auch ihr seid) nachdem ihr gehört habt das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures Heils, in welchem ihr auch, nachdem ihr geglaubt habt, versiegelt worden seid mit dem Heiligen Geiste der Verheißung, 14welcher das Unterpfand unseres Erbes ist, zur (O. für die, od. bis zur) Erlösung des erworbenen Besitzes, zum Preise seiner Herrlichkeit. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1Paulus, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, den Heiligen und Treuen in Christo Jesu, die in Ephesus sind:
2Gnade euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesu Christo! Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
11Sehet, welch einen langen Brief (O. mit welch großen Buchstaben) ich euch geschrieben habe mit eigener Hand! 12So viele im Fleische wohl angesehen sein wollen, die nötigen euch, beschnitten zu werden, nur auf daß sie nicht um des Kreuzes Christi willen verfolgt werden. 13Denn auch sie, die beschnitten sind, beobachten selbst das Gesetz nicht, sondern sie wollen, daß ihr beschnitten werdet, auf daß sie sich eures Fleisches (Eig. in eurem Fleische) rühmen. 14Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes (Eig. in dem Kreuze) unseres Herrn Jesu Christi, durch welchen (O. welches) mir die Welt gekreuzigt ist, und ich der Welt. 15Denn weder Beschneidung noch Vorhaut ist etwas, sondern eine neue Schöpfung. 16Und so viele nach dieser Richtschnur wandeln werden-Friede über sie und Barmherzigkeit, und über den Israel Gottes! 17Hinfort (O. Übrigens) mache mir keiner Mühe, denn ich trage die Malzeichen (O. Brandmale) des Herrn Jesus an meinem Leibe.
18Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi sei mit eurem Geiste, Brüder! Amen. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984
1Brüder! wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt würde, so bringet ihr, die Geistlichen, einen solchen wieder zurecht im Geiste der Sanftmut, indem du auf dich selbst siehst, daß nicht auch du versucht werdest. 2Einer trage des anderen Lasten, und also erfüllet (Eig. habet erfüllt, d. h. seid in diesem Zustande) das Gesetz des Christus. (O. Christi)
3Denn wenn jemand meint, etwas zu sein, da er doch nichts ist, so betrügt (O. täuscht) er sich selbst. 4Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk, und dann wird er an (O. in Bezug auf) sich selbst allein und nicht an dem anderen Ruhm haben; 5denn ein jeder wird seine eigene Last tragen.
6Wer in dem Worte unterwiesen wird, teile aber von allerlei Gutem (Eig. von allerlei Gütern) dem mit, der ihn unterweist. 7Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten! denn was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten. 8Denn wer für sein eigenes Fleisch sät, wird von dem Fleische Verderben ernten; wer aber für den Geist sät, wird von dem Geiste ewiges Leben ernten. 9Laßt uns aber im Gutestun nicht müde (O. mutlos) werden, denn zu seiner (O. zur bestimmten) Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten. 10Also nun, wie wir Gelegenheit haben, laßt uns das Gute wirken gegen alle, am meisten aber gegen die Hausgenossen des Glaubens. Elberfelder1871
MP3 Elberfelder1871 MP3 Luther1956
Text Elberfelder1985 Text Luther1984